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Prüfender Blick: Googles neue KI erkennt Herzkrankheiten an den Augen

Die neue Google-KI soll mit einem Blick ins Auge Herzkrankheiten erkennen können.
Die neue Google-KI soll mit einem Blick ins Auge Herzkrankheiten erkennen können. (©lassedesignen/AdobeStock 2018)

Google könnte ein großer Durchbruch in Sachen Gesundheitsvorsorge gelungen sein. Eine neue künstliche Intelligenz (KI) des Unternehmens ist in der Lage, Herzerkrankungen mit hoher Treffsicherheit zu erkennen. Alles, was es dafür braucht, ist ein kurzer Blick in die Augen.

Die Idee, das Risiko auf Herzerkrankungen am Auge abzulesen, ist nicht neu. Schon lange ziehen Ärzte Netzhautscans heran, um neben anderen Gesundheitsdaten auch auf den individuellen Blutdruck schließen zu können. Und der ist mit ausschlaggebend für das persönliche Risiko, einen Herzinfarkt oder Ähnliches zu erleiden.

Google trainiert KI mit mehreren hunderttausend Testpersonen

Genau das soll die neue KI, die Google zusammen mit Tochterfirma Verily entwickelt hat, ebenfalls feststellen können. Dafür fütterten die Entwickler die Künstliche Intelligenz mit den Netzhautscans von mehr als 280.000 Patienten. Der Algorithmus trainierte sich dann eigenständig darauf, potenzielle Herzinfarktkandidaten zu erkennen. Wie die Washington Post unter Berufung auf einen Forschungsbericht des Unternehmens berichtet, soll die neue Google-KI auch hohen Blutdruck und das Schlaganfallrisiko mit hoher Treffsicherheit erkannt haben.

Konkret habe das Programm in 70 Prozent der ihm vorgelegten Testfälle den Herzinfarktpatienten korrekt herausgepickt, berichtet auch The Verge. Gleichzeitig stellt das Portal fest, das selbst die aktuell gängigen Tests das Risiko für Herzerkrankungen "nur" mit einer Treffsicherheit von 72 Prozent feststellen könnten – und einen Bluttest benötigen.

Technik könnte Gesundheitsvorsorge einfacher machen

"Der Algorithmus gibt Ärzten potenziell die Möglichkeit, das Risiko für Herzerkrankungen vom Patienten schneller und einfacher zu analysieren, da kein Bluttest nötig ist", so das Portal. Angesichts der aktuellen Ergebnisse steht dennoch außer Frage, dass die neue KI noch weiter verbessert und getestet werden muss, bevor sie im medizinischen Alltag tatsächlich Einzug halten kann. Aber die Aussichten sind vielversprechend.

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