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Salz macht durstig? Von wegen! Dafür macht es Dich hungriger

Salz ist offenbar besser als sein Ruf.
Salz ist offenbar besser als sein Ruf. (©Amarita/iStock/Thinkstock 2017)

Es ist eine altbekannte Weisheit, dass Salz durstig macht. Weswegen sonst stehen in Kneipen und Bars salzige Knabbereien auf dem Tresen? Doch scheinbar ist an dieser Binsenweisheit gar nichts dran. 

Vielmehr legt eine aktuelle Studie nahe, dass Salz Menschen weniger trinken lässt, dafür allerdings hungriger macht, wie der Independent berichtet.

Studie ahmt Marsmission nach

Besagte Studie, die in erster Linie in Zusammenarbeit von deutschen und amerikanischen Wissenschaftlern zustande kam, simulierte eine Marsmission und setzte zehn Männer in geschlossenen Wohnquartieren für 205 Tage auf eine strikte Diät. Dabei wurden drei Stufen der Salzaufnahme getestet, wie die britische Tageszeitung von Professor Friedrich Luft, einem der Forscher der Studie, erfuhr. Bei unveränderter Ernährung wurde die Tageszufuhr an Salz auf zwölf, neun oder sechs Gramm gesetzt. Ein Verzehr von neun bis zwölf Gramm Salz am Tag gilt als normal, während aus gesundheitlicher Sicht jedoch generell zu sechs Gramm geraten wird.

Mehr Salz bedeutet weniger Durst

Dabei kam heraus, dass die Teilnehmer, deren Ernährung relativ viel Salz enthielt, weniger tranken. Dennoch behielten sie mehr Flüssigkeit im Körper, obwohl sie mehr Urin produzierten. Die Menge ist zwar zu gering, um am Urinal aufzufallen, doch für eine Weltraummission zum Mars und zurück, die 510 Tage andauern würde, könnte sie von Bedeutung sein. Es gibt jedoch auch eine Kehrseite für diesen Effekt. Teilnehmer berichteten, dass sie hungriger waren, wenn sie viel Salz in ihrem Essen hatten. Während also Wasservorräte gespart werden könnten, muss wohl mehr Essen für die Marsmission eingepackt werden.

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