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Samsung Roadshow: Smart TVs, Marsianer und transparente OLEDs

Auf der Samsung-Roadshow gab es jede Menge TVs zu sehen.
Auf der Samsung-Roadshow gab es jede Menge TVs zu sehen. (©TURN ON 2016)

Der Auftakt zur Samsung Roadshow 2016 geriet zu einer echten Mammut-Veranstaltung. Egal ob SUHD TVs, transparente OLED-Displays, UHD-Blu-ray Player, Smartphones oder Waschmaschinen – aus allen Bereichen hatten die Südkoreaner etwas dabei.

Der Mobile World Congress 2016 ist gerade mal eine Woche alt, doch die Promo-Tour von Samsung hat gerade erst angefangen. Ihre Fortsetzung folgte diesen Mittwoch in Köln. Dort fand in diesem Jahr der Auftakt zur großen Samsung-Roadshow statt, bei der traditionell die Highlights für das neue Produktjahr vorgestellt werden. Auch hier hatten die neuen Smartphones Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge ihren Auftritt, doch damit war es keineswegs getan.

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Samsung hatte für seine Roadshow quasi eine komplette Messehalle  gefüllt. (©TURN ON 2016)

Tatsächlich hatten die Südkoreaner im Kölner Xpost eine komplette Messeshow aus dem Boden gestampft. Neben Neuheiten aus dem Mobile-Bereich gab es Haushaltsgeräte, PC-Monitore, Audio-Neuheiten, IT-Produkte und natürlich auch TV-Geräte zu sehen. Doch der Reihe nach.

SUHD statt OLED: Die bessere TV-Technologie?

Mit seinen OLED-TVs hat LG derzeit gegenüber der Konkurrenz einen echten Technologie-Vorteil. Das weiß man natürlich auch bei Samsung. Die Südkoreaner setzen dem großen Konkurrenten deshalb ganz bewusst ihre SUHD-Technologie entgegen, die immer noch auf klassische LED LCD-Panels setzt. Neben 4K-Auflösung lauten die Schlagworte, mit denen Samsung punkten möchte, HDR und Quantum Dots. Übersetzt bedeutet dies nichts anderes als ein erweitertes Kontrastverhältnis mit mehr Abstufungen zwischen dunklen und hellen Tönen und ein erweiterter Farbraum im Vergleich zu herkömmlichen LCD-Fernsehern. Letztlich sollen die Fernseher damit in der Lage sein, Bilder wesentlich naturgetreuer darzustellen, als andere Geräte.

Beim Kontrast und vor allem bei der Schwarzdarstellung kann Samsung damit die Lücke zur OLED-Technologie natürlich trotzdem nicht schließen, wohl aber bei der Bildhelligkeit. Während ein OLED von LG also vor allem in abgedunkelten Räumen ein besseres Bild liefert, sollen die SUHD TVs von Samsung bei Tageslicht und in beleuchteten Räumen besser aussehen. Hier muss letztlich der Kunde entscheiden, welches Szenario ihm lieber ist. Samsungs Vice President für Consumer Electronics, Kai Hillebrandt, sprach in diesem Zusammenhang von Schwarzsehern und Hellsehern.

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Anbieten wollen die Südkoreaner in diesem Jahr fünf Geräteserien mit der SUHD-Technik. Die Modellreihen KS7590, KS9090 und KS990 besitzen einen Curved-Screen. Die Serien KS7090 und KS8090 kommen mit flachem Panel daher. Insgesamt würde der Marktanteil von Curved TVs bei Samsung bei 40 bis 50 Prozent liegen – zumindest im High End-Bereich. Hier schlägt der Hersteller ganz andere Töne an als LG dies im Februar auf seiner Roadshow getan hatte. Dort zeigte man sich kritisch in Bezug auf die Zukunftschancen von Curved-TVs und bescheinigte diesen nur einen geringen Marktanteil.

Smart TV Deluxe: Mit drei Klicks zum gewünschten Inhalt

Sichtlich stolz ist man bei Samsung auch auf die neueste Version seines Smart TV-Betriebssystems Tizen. Die Oberfläche wurde im Gegensatz zum Vorjahr nochmals optimiert und soll es dem Zuschauer ermöglichen, in maximal drei Schritten zum gewünschten Content zu gelangen. Auch die Fernbedienung hat Samsung dafür überarbeitet. Diese erinnert nun kaum noch an eine klassische TV-Fernbedienung, sondern nimmt stattdessen deutliche Anleihen bei der Set-Top-Box Amazon Fire TV – eine Änderung, die für Samsung-Produktmanager Steffen Greb nur logisch ist. Schließlich würde sich auch das TV-Verhalten der Zuschauer rasant ändern.

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Nicht mehr lineares Fernsehen, sondern Streaming-Dienste werden demnach in Zukunft die bevorzugten Quellen für das tägliche TV-Programm sein. Sollte das neue Tizen in der Praxis tatsächlich so gut funktionieren, wie es die Demonstration auf der Roadshow vermuten lässt, kann es daran in der Tat kaum einen Zweifel geben.

Ultra HD-Blu-rays und Marsianer

Im April möchte Samsung als weltweit erster Hersteller das Zeitalter der Ultra HD-Blu-ray einläuten. 499 Euro (UVP) werden geneigte Kunden für den ersten Player auf den Tisch legen müssen. Im Bundle gibt es den Kinohit "Der Marsianer", der als einer der ersten Filme auf dem neuen Datenträger erscheinen soll. Als besonderes Highlight hatte Samsung deshalb auch eine Original-Filmrequisite mit nach Köln gebracht: den Helm, den Matt Damon als "Marsianer" Mark Watney im Kinofilm auf dem Kopf trägt.

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Ob sich die Ultra HD-Blu-ray bei den Kunden durchsetzen wird, ist dennoch fraglich. Außer Samsung wagt sich derzeit kein großer Hersteller auf dieses Terrain. Zu groß ist offenbar die Unsicherheit, ob Filmfans tatsächlich bereit sind, knapp 500 Euro für einen neuen Player auszugeben. Die Zukunft von UHD-Content dürften Viele eher bei Streaming-Anbietern wie YouTube, Netflix und Amazon Prime Instant Video sehen. Alle drei Dienste haben die UHD TVs von Samsung übrigens von Haus aus an Bord.

Transparente Displays – bald in jedem Einkauscenter?

Für echte Technik-Nerds hatte Samsung auf seiner Roadshow noch ein besonderes Schmankerl parat: Ein transparentes OLED-Display. Der ultraflache Bildschirm soll vor allem auf Verkaufsflächen zum Einsatz kommen und könnte dort als Werbefläche dienen. Weil es sich im Prinzip um eine durchsichtige Glasscheibe handelt, wirkt das Display viel weniger aufdringlich als klassische Videowände. Gleichzeitig ist es ein echter Hingucker. Einmal mehr zeigt dieses Beispiel, wie stark sich die Einsatzmöglichkeiten von Displays dank der OLED-Technologie in den kommenden Jahren verändern könnten.

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Von bunten Lautsprechern und smarten Waschmaschinen

Natürlich gab es auf der Samsung Roadshow noch viel mehr zu sehen als nur Fernseher und Displays. Wer beispielsweise sein Wohnzimmer mit besonders schicken Lautsprechern ausschmücken möchte, könnte sich für die bunten Tischlautsprecher interessieren, die Samsung in Köln ausgestellt hatte. Leider handelte es sich dabei aber nur um Anfertigungen von Designern, die in dieser Form vorerst noch nicht für den Endkunden gedacht sind.

Sehr wohl für den Endkunden sind allerdings die neuen Waschmaschinen vom Typ AddWash. Hier hat sich der Hersteller etwas Besonderes einfallen lassen und eine Klappe integriert, über die sich Wäschestücke auch nach dem Starten des Waschvorgangs noch nachlegen lassen. Zudem lässt sich die Maschine per App vom Smartphone aus fernsteuern. Interessant fand ich auch, dass es die AddWash in einem eher ungewöhnlichen grauen Farbton zu kaufen geben soll. Mit diesem richtet sich Samsung nach eigenen Angaben vor allem an männliche Single-Haushalte – eine Zielgruppe, die im Waschmaschinen-Markt bislang wohl nur wenig Beachtung gefunden hat.

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