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Schummeln unmöglich: Neuer Kalorientracker sitzt auf den Zähnen

Der neue Kalorientracker registriert genau, wie viele Kalorien Du gerade zu Dir nimmst.
Der neue Kalorientracker registriert genau, wie viele Kalorien Du gerade zu Dir nimmst. (©Martinan/AdobeStock 2018)

Fitness-Tracker wie Fitbit und Co. können Dir sagen, wie viele Kalorien Du verbrannt hast. Aber wäre es nicht viel sinnvoller, genau nachvollziehen zu können, wie viele Kalorien Du zu Dir genommen hast? Bisher waren dafür Essenstagebücher und strenge Selbstkontrolle nötig, doch ein neuer Kalorientracker verspricht jetzt eine einfachere Lösung.

Gerade mal 2 x 2 Millimeter ist der kleine Sensor groß, den Wissenschaftler der amerikanischen Tufts University entwickelt haben. Dank der flexiblen Form soll der problemlos auf der unregelmäßigen Oberfläche von Zähnen halten und von dort aus Kalorienzufuhr und Co. an einen gekoppelten Empfänger übermitteln können.

Kalorientracker registriert Salz, Glukose und Alkohol

Aufgebaut ist der Kalorientracker in Sandwichmanier. Der Sensor besteht aus zwei kleinen Goldvierecken, zwischen die eine bioresponsive Lage aus Seidenfasern oder wasserbasiertem Gel eingebettet ist. Aktuell springt diese Lage auf Salz, Glukose und Alkohol an, doch in Zukunft könnten auch diverse andere Stoffe dazu kommen.

"Wir können die bioresponsive Lage theoretisch modifizieren, um andere Chemikalien anzuvisieren – unserer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt", erklärt Doktor Fiorenzo Omenetto, Co-Autor der zugehörigen Studie, in einer offiziellen Meldung der Tufts University. "Wir haben herkömmliche Radiofrequenz-Identifikations-Technologie (RFID) zu einem Sensorpaket erweitert, das Informationen zu seiner Umgebung dynamisch auslesen und übertragen kann. Egal, ob es an einem Zahn, der Haut oder einer anderen Oberfläche befestigt ist."

Tests beweisen Funktionsfähigkeit des Konzepts

Die Funktionalität der Kalorientracker-Sensoren wurde bisher nur in kleinen Tests überprüft, betont abc-News, doch die Ergebnisse sind vielversprechend. So habe der Sensor im Test mit Freiwilligen etwa genau den Unterschied zwischen gereinigtem Wasser, künstlichem Speichel, 50-prozentigem Alkohol und Methanol feststellen und die Daten an einen Empfänger in der Nähe übertragen können. Auch verschiedene Glukosekonzentrationen hätten erfolgreich gemessen werden können, selbst wenn sie in Fruchtsaft vorgekommen seien, so das Newsportal.

Bisher sind die Kalorientracker noch ein reines Laborprojekt und es ist noch nicht abzusehen, wann und zu welchem Preis sie einmal auf den Markt kommen werden. Eines ist aber jedenfalls bereits jetzt klar: Wenn es so weit ist, wird Schummeln beim Kalorienzählen wohl definitiv unmöglich werden.

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