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Smarte Windel informiert über Gesundheit des Babys

Die smarte Windel von Pixie Scientific soll Eltern dabei helfen, die Gesundheit ihres Babys zu überwachen.
Die smarte Windel von Pixie Scientific soll Eltern dabei helfen, die Gesundheit ihres Babys zu überwachen. (©YouTube/Wea tech 2017)

Es klingt eigentlich nach einer vielversprechenden Idee: Die smarte Windel untersucht den Urin des Babys und schlägt Alarm, falls sie ein ernsthaftes gesundheitliches Problem feststellt. Doch wie praktikabel ist das tatsächlich?

Die von der Firma Pixie Scientific erfundene smarte Windel ist auf der Vorderseite mit einem Reagenzfeld ausgestattet, das – ähnlich wie die Teststreifen beim Arzt – den Urin des Babys auf mögliche Keime und andere Inhaltsstoffe untersucht. Eltern können dieses Panel dann mithilfe ihres Smartphones abfotografieren und von der zugehörigen App auswerten lassen.

Smarte Windel soll Infekte erkennen

Ziel des Ganzen sei es, Harnwegsinfekte und Leberprobleme frühzeitig zu erkennen, aber auch Dehydration anzuzeigen und die Gesundheit des Babys insgesamt besser im Blick zu haben. Dafür muss die smarte Windel aber nicht den ganzen Tag lang getragen werden, sondern es reicht aus, dem Baby einmal täglich ein smartes Exemplar statt einer herkömmlichen Windel anzuziehen. "Es geht um Gesundheitsüberwachung, nicht darum zu wissen, ob die Windel feucht ist", stellt Jennie Rubinshteyn von Pixie Scientific im Gespräch mit ABC News klar. "Wir wollen einen Schutz schaffen, der sich unauffällig in die Arbeitsabläufe von Eltern einfügt. [Die smarte Windel] meldet sich nur, wenn es Grund zur Sorge gibt. Sie ist etwas, dass sich die meiste Zeit still verhält, aber sich meldet, wenn Du Dein Kind zum Arzt bringen solltest."

Teurer Spaß?

Insgesamt soll eine smarte Windel 30 bis 40 Prozent teurer sein als die herkömmliche Version. Ob sich das für Eltern ansonsten gesunder Babys tatsächlich lohnt, ist eher umstritten. Ari Brown, Kinderarzt und Autor verschiedener Fachbücher vertritt dazu dem Portal gegenüber seine ganz eigene Meinung: "Ich bin nicht davon überzeugt, dass es sich um einen brauchbaren Test für eine Blaseninfektion handelt, weil es keine saubere Probe ist. Außerdem glaube ich nicht, dass es auf so überängstliche Eltern beruhigend wirken wird. Es könnte sie stattdessen noch weiter verunsichern."

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