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So machte sich das Netz über den Supermond lustig

Ungefähr so hatten sich Menschen weltweit den Supermond vorgestellt. Die Realität war oft eher ernüchternd...
Ungefähr so hatten sich Menschen weltweit den Supermond vorgestellt. Die Realität war oft eher ernüchternd... (©CC: Flickr/mnchilemom 2016)

Seit Tagen geisterte der Begriff "Supermond" durchs Internet und ließ weltweit die Erwartungen an ein astronomisches Jahrtausendspektakel ins Unermessliche steigen. Als der Hype dann nicht hielt, was er versprach, reagierte das Internet auf gewohnte Weise: mit hemmungslosem Spott.

Sicher, in Zahlen und Messwerten ausgedrückt klingt das Supermond-Phänomen beeindruckend: Der hellste und größte Mond in einem ganzen Jahrtausend sollte sich in der Nacht von Montag auf Dienstag zeigen, hervorgerufen durch den seltenen Zusammenfall von Vollmond und der nächsten Annäherung des Trabanten an die Erde auf seiner elliptischen Bahn. Was dann tatsächlich zu sehen war, war für viele Mondsüchtige auf Sensationssuche allerdings eher enttäuschend.

Zu klein, zu dunkel, nicht krass genug

Zahlreiche Bilder bei Twitter und in anderen sozialen Netzwerken protokollieren die Kollisionen von Erwartungshaltung und Realität. Nix mit städtegroßem Mond und klar erkennbaren Kratern. Stattdessen steht auf vielen Fotos ein weder sonderlich heller noch deutlich vergrößerter Lichtpunkt am Himmel.

Kein Wunder, dass zahlreiche Nutzer lieber dazu übergingen, ihre eigenen Vorstellungen eines Supermonds mithilfe von Bildbearbeitungssoftware zu verwirklichen. Also bekam der Trabant ein Superheldencape verpasst oder wurde gleich ganz ersetzt – zum Beispiel durch den Anime-Charakter Sailor Moon. Besonders findige Mondfreunde bauten sich ihren Supermond mit Hausmitteln selbst.

Frust über verhangenen Himmel

Besonders verständlich ist die Enttäuschung über die versprochene Sensation in Gegenden, in denen Wolken und Nebel den Blick auf den Supermond ganz verstellten. In Australien etwa posteten zahlreiche Menschen Fotos vom wolkenverhangenen Himmel. Wer doch einen Blick auf den Mond werfen konnte, war deshalb aber nicht unbedingt zufriedener: "Ich will mein Geld zurück", kommentierte etwa der Sportjournalist Joshua Wells via Twitter. Die Moral von der Geschicht? Nächstes Mal weniger erwarten oder sich vorher besser informieren – dann klappt's auch mit dem Supermond! Und für bessere Fotos vom für 2034 angekündigten Supermond empfehlen wir unseren praktischen Guide, der mit der Kameratechnik der Zukunft hoffentlich vereinbar ist.

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