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So sieht der Nokia-Chef die Zukunft von Wearables in der Medizin

Wearables sollen künftig in vielerlei Hinsicht den Gesundheitssektor unterstützen.
Wearables sollen künftig in vielerlei Hinsicht den Gesundheitssektor unterstützen. (©AdobeStock/Accessoires 2018)

Erkennen Wearables etwa bald Krebserkrankungen und können medizinische Eingriffe komplett ferngesteuert durchgeführt werden? Laut Nokia-CEO Rajeev Suri sieht so die Zukunft des Gesundheitssektors aus.

Suri gab im Zuge des World Economic Forum in Davos einen allgemeinen Überblick, wie er die weitere Entwicklung des Gesundheitssektors sieht und inwiefern Wearables oder andere Technologien darin eine Rolle spielen, wie CNBC berichtet.

Wearables zur Früherkennung von Krebs?

Nokia-CEO Suri ist davon überzeugt, dass Wearables bei der Erkennung von Krebserkrankungen eine immer wichtigere Rolle spielen könnten. Vor allem für ehemals erkrankte Patienten, die den Krebs zwar besiegt haben, aber dennoch regelmäßig zur Kontrolle müssen, sollen die Wearbles hilfreich sein.

"Mit dieser Art von Produkten kann man vieles schon vorab verhindern und wir denken, dass man den Krebs durch bestimmte Biomarker sogar schon viele Monate vor Ausbruch erkennen kann", erklärte Suri in Davos. Und weiter: "Denken Sie nur darüber nach, wie wichtig jeder Monat und jeder Tag für Krebspatienten ist."

5G-Verbindung könnte kostbare Minuten einsparen

Zudem hält Suri viel vom LTE-Nachfolger 5G. In dem zukünftigen und deutlich schnelleren Mobilfunkstandard, der sich gerade in der Testphase befindet, sieht er auch großes medizinisches Potenzial. "Stellen Sie sich einen Arzt in Chicago vor, der mithilfe von roboterassistierter Chirurgie eine Operation in Taiwan durchführt. Man möchte, dass der Arzt direktes Feedback darüber erhält, was der Roboter gerade wahrnimmt", führte der Nokia-CEO weiter aus.

5G könne darüber hinaus auch für dringende Krankentransporte wertvolle Minuten einsparen, die am Ende Leben retten könnten: "Stellen Sie sich jemanden vor, der einen Herzinfarkt erlitten hat und vom Krankenwagen mit 5G-Verbindung, Kameras und  extrem guten Scannern transportiert wird. Man kann bereits im Wagen mit den wichtigen Scans beginnen, sodass bereits vor Ankunft des Patienten im Krankenhaus alle Daten für die Operation übertragen wurden und eine erste Diagnose gestellt werden kann.

Nokia arbeitet an Gesundheits-Wearable

Das finnische Unternehmen arbeite außerdem gerade an einem Wearable, das mit Chips ausgestattet ist, die gesundheitsrelevante Informationen wie Cholesterin, Blutzucker oder Milchsäuregehalt messen können.

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