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Knuffig: Sony kündigt neuen Aibo-Roboterhund an

Nach mehr als einem Jahrzehnt ist der beste Robo-Freund des Menschen zurück: Sony hat seinen Roboterhund Aibo abgestaubt und bringt den Vierbeiner, der weder haart noch sabbert, als aktuellere Version mit moderner Technik Anfang 2018 erneut auf den Markt.

Bereits 1999 erschien die erste Aibo-Serie von Sony, 2006 zog man den Robo-Begleitern jedoch vorerst den Stecker. Jetzt ist der Unterhaltungsroboter in Hundeform zurück – und soll lebensechter denn je sein. Laut dem Elektronikhersteller kann die neue Aibo-Version besser auf ihren Besitzer reagieren und ist lernfähig.

Ein Robo-Hund als Familienmitglied?

Auf seiner Website verspricht Sony: "Aibo kann ein emotionales Band mit Haushaltsmitgliedern knüpfen, wobei es sie mit Liebe, Zuneigung und Freude erfüllt, einen Begleiter zu ernähren und aufzuziehen." Weiter heißt es: "Er [der Aibo-Roboter] wird durch alltägliche Interaktionen zudem seine eigene einzigartige Persönlichkeit entwickeln, während er eine immer engere Bindung zu seinen Besitzern aufbaut.

Im Unterschied zu seinem Vorgänger ist der Körper des neuen Aibo deutlich beweglicher und die Augen bestehen aus zwei OLED-Panelen, die verschiedene Ausdrücke imitieren können. Sensoren am Kopf und am Rücken signalisieren dem Robo-Hund, wenn er gestreichelt wird. Mittels Deep-Learning-Technologie und Daten aus der Cloud lernt der High-Tech-Vierbeiner zudem dazu und merkt sich, was sein Herrchen oder Frauchen mag und was nicht. Zusätzliche Änderungen können über die zugehörige App vorgenommen werden, in der auch Fotos der verbauten Dog-Cam einsehbar sind.

Tierisch gute Idee oder überteuertes Vergnügen?

Das mag zunächst einmal für Menschen, die sich kein echtes Haustier anschaffen können, durchaus gut klingen. Doch es gibt gleich mehrere Haken: So hat Sony unter anderem auf eine starke Akkuleistung verzichtet. Nach nur zwei Stunden Spielzeit muss der Roboterhund für rund drei Stunden an die Ladestation, bevor er wieder einsatzbereit ist.

Darüber hinaus ist der Sony-Vierbeiner kein Schnäppchen. Aktuell kann der Aibo für knapp 198.000 Yen, umgerechnet rund 1.500 Euro, in Japan vorbestellt werden. Zusätzlich muss ein Abo abgeschlossen werden, damit der Roboterhund lernfähig bleibt und laufend aktualisiert wird. Für dieses werden noch einmal monatlich 2.980 Yen, etwa 22 Euro, fällig. Und wer dann noch ein paar Groschen für seinen nicht-wirklich-pelzigen Kumpel über hat, der kauft auch noch den Aibone, den passenden Kauknochen, für 22 Euro.

Ob und wann der Aibo auch bei uns erhältlich sein wird, ist bislang noch offen.

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