News

Stiftung Warentest findet Schadstoffe in Salaten

Stiftung Warentest hat aktuell frischen Salat untersucht – mit ernüchterndem Ergebnis.
Stiftung Warentest hat aktuell frischen Salat untersucht – mit ernüchterndem Ergebnis. (©Pixabay 2017)

Die Tage werden wieder wärmer und bei Vielen steht Salat ab jetzt besonders hoch im Kurs – schließlich sollen die Blattgewächse nicht nur gesund, sondern auch gut für die Frühlingsfigur sein. 

Stiftung Warentest hat daher 28 verschiedene, nicht küchenfertige Salate getestet und festgestellt, dass sich in vielen davon derzeit leider noch relativ viele Schadstoffe finden. Vor allem der getestete Feldsalat und Rucola schnitt wegen hoher Nitratbelastung nur mit befriedigenden bis ausreichenden Ergebnissen ab. "Was andere Schadstoffe angeht, müssen sich Salatliebhaber weniger Sorgen machen, [...] bis auf eine unerfreuliche Ausnahme: In einem Rucola fanden wir deutliche Mengen Perchlorat – allerdings noch unterhalb des EU-Referenzwerts", so Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest: Nur Chicorée-Salat ist top

Als überraschender Sieger ging ganz deutlich Chicorée aus dem Test hervor. Anders als Feldsalat und Rucola fanden die Tester in dem untersuchten Salat kaum Nitrat und auch die Belastung mit anderen Schadstoffen bewegte sich in sehr niedrigen Bereichen, sodass sowohl die Bioprodukte als auch der Salat vom Discounter mit gut bis sehr gut abschnitten. Wer vor der Haupterntesaison zwischen Mai und Oktober frischen Salat auf den Teller bringen möchte, ist daher mit Chicorée mehr als gut beraten, so das Fazit des Tests.

Woher kommen die Schadstoffe im Salat?

Doch warum schneiden Feldsalat und Co. im Vergleich zum Chicorée so schlecht ab? Laut dem Fachmagazin liegt das vor allem an der unterschiedlichen Anbauweise. Während die meisten Salatsorten auf Sonnenlicht angewiesen sind und viel Substanz aus dem Erdboden aufnehmen, gedeiht der eher bittere Vertreter völlig im Dunkeln, ohne je direkten Kontakt mit Erde zu haben. Außerdem hat Chicorée eine sehr lange Vegetationszeit, sodass Nährstoffe, aber eben auch Nitrate optimal von der Pflanze verwertet werden können, so Stiftung Warentest.

Hier sind Feldsalat und Rucola deutlich im Nachteil, denn zur jetzigen Zeit erhalten sie noch nicht genug Tageslicht und das wenige Licht, das ihnen zur Verfügung steht, wird noch durch Glasscheiben und Planen der Gewächshäuser abgeschwächt. Nitrathaltiger Dünger im Boden tut sein Übriges. Aufgrund der Testergebnisse nun auf Salat zu verzichten, ist aber auch keine gute Option. Stattdessen lieber für Abwechslung sorgen, jetzt dem Chicorée den Vorzug geben und zwischen Mai und Oktober zu Freilandware greifen.

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben