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Studie beweist: Butter, Käse & Co. schützen vor Herzleiden

Gute Nachrichten für Feinschmecker: Käse ist nicht so schädlich wie sein Ruf.
Gute Nachrichten für Feinschmecker: Käse ist nicht so schädlich wie sein Ruf. (©Pixabay 2016)

Bisher hieß es ja immer, dass fettreiche Lebensmittel wie Käse, Butter und Co. möglichst nur in geringen Mengen auf dem Speiseplan stehen sollen. Fett wird nicht nur für Übergewicht verantwortlich gemacht, sondern soll sich schädlich auf die Herzgesundheit auswirken. Eine aktuelle Studie widerlegt diese Erkenntnisse jetzt. 

Forscher an der Universität von Bergen fanden heraus, dass eine erhöhte Zufuhr von Lebensmitteln mit einem hohen Fettgehalt nicht schädlich für den Körper ist, wenn gleichzeitig die Menge von Kohlenhydraten reduziert wird. Wie der Leiter der Studie Dr. Simon Dankel den Independent unterrichtete, kann der menschliche Körper "gut mit Fett als Hauptenergiequelle funktionieren".

Studie untersuchte zwei Gruppen

An der Studie nahmen 40 übergewichtige Männer Teil. Die eine Hälfte der Teilnehmer wurde auf eine fettreduzierte Diät mit vielen Kohlenhydraten gesetzt, während die andere Hälfte weniger Kohlenhydrate, dafür aber die doppelte Menge an gesättigten Fetten – mit Schwerpunkt auf Milchprodukten – zu sich nahm. Bei der letzten Gruppe kamen 24 Prozent der täglichen Energiezufuhr allein von Butter. Die Kalorienzufuhr betrug bei allen Teilnehmern nicht mehr als 2100 Kilokalorien am Tag. Außerdem aßen beide Gruppen viel Gemüse.

Fettreduktion trotz erhöhter Fettzufuhr

Das Ergebnis ist überraschend: Beide Gruppen hatten am Ende der Studie durchschnittlich zwölf Kilogramm verloren. Und sowohl bei der kohlenhydratlastigen als auch bei der fettlastigen Ernährung war der Großteil davon Körperfett. Damit haben auch die Männer, die viel Fett durch Butter, Käse und Eiscreme zu sich nahmen, ihr Risiko an Diabetes oder hohem Blutdruck zu erkranken, reduziert. Für Dr. Dankel ist durch diese Studie bewiesen, dass "nicht Fett per se" der Gesundheit schade. "Man kann in diesem Kontext einen genauso großen gesundheitlichen Nutzen aus der fettreichen wie aus einer fettreduzierten Ernährung ziehen", schließt der Experte.

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