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Studie beweist: Wearables erkennen Schlafapnoe & Bluthochdruck

Wearables wie der Fitbit Alta können sogar Krankheiten wie Schlafapnoe und Bluthochdruck erkennen.
Wearables wie der Fitbit Alta können sogar Krankheiten wie Schlafapnoe und Bluthochdruck erkennen. (©Fitbit 2017)

Fitness-Tracker und Co. helfen Dir nicht nur beim Training und im Alltag. Die smarten Wearables könnten auch bei der Diagnose von Krankheiten eine echte Unterstützung sein. Und zwar nicht nur in Bezug auf Diabetes. Eine neue Studie belegt jetzt vielmehr, dass Wearables auch Schlafapnoe und Bluthochdruck akkurat nachweisen können.

2017 scheint zum Jahr der Gesundheitsneuerungen in Sachen Wearables zu werden. Zuerst verkündete Apple, neue Glucose-Sensoren in die Apple Watch einbauen und damit Diabetes erkennen helfen zu wollen. Dann schlug Fitbit in dieselbe Kerbe. Eine neue Studie zeigt nun allerdings: Die Möglichkeiten der Wearables sind damit noch längst nicht erschöpft.

Wearables werden mit etwas Hilfe zu echten Gesundheitsdetektiven

Allerdings braucht es dafür spezielle Programme. Im gegebenen Fall nutzten die Forscher ein intelligentes Computerprogramm namens DeepHeart. Das fütterten die Wissenschaftler von Gesundheits-Start-up Cardiogram und der Universität von Kalifornien San Francisco mit den Wearable-Daten von mehreren Tausend Testteilnehmern. Das Ziel: DeepHeart sollte genau lernen, welche feinsten Abweichungen auf Bluthochdruck und Schlafapnoe hindeuten.

Das Resultat wurde dann an einer neuen Testgruppe aus ebenfalls mehreren Tausend Freiwilligen geprüft. Ergebnis: DeepHeart konnte anhand der Wearable-Daten Schlafapnoe mit einer Genauigkeit von 90 Prozent feststellen. Bei Bluthochdruck lag die Trefferquote immerhin noch bei 82 Prozent. Als ob das alleine noch nicht spektakulär genug wäre, warten die Wissenschaftler mit einer weiteren guten Nachricht auf: Es ist nämlich offenbar relativ egal, ob Nutzer einen Fitness-Tracker von Fitbit, Apple, Garmin oder einem anderen Anbieter besitzen. Mit dem richtigen Analyseprogramm kann jedes Wearable zum Gesundheitsdetektiv werden!

"Die Technik ist bei allen quasi gleich"

Das liegt laut Cardiogram-Mit-Gründer Johnson Hsieh vor allem daran, dass die Technik in Bezug auf die Messung der Herzfrequenz bei quasi allen Geräten mehr oder weniger gleich sei. "Die Idee hinter unserer Studie ist die, dass man durch kontinuierliche Messung Menschen identifizieren kann, die noch nicht wissen, dass sie an Bluthochdruck leiden", zitiert TechCrunch den Unternehmer. Und das gelte für Schlafapnoe ebenso.

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