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Studie beweist: Wearables können Krankheiten vorhersagen

US-Forscher glauben: Daten aus dem Fitness-Tracker könnten bald für die Vorhersage von Krankheiten genutzt werden.
US-Forscher glauben: Daten aus dem Fitness-Tracker könnten bald für die Vorhersage von Krankheiten genutzt werden. (©TURN ON 2016)

Wearables wie Fitness-Tracker und Smartwatches versprechen, uns fitter und  gesünder zu machen. Eine neue Studie zeigt nun: Da könnte etwas dran sein! Vielleicht ersparen sie uns bald schon so manchen Gang zum Arzt.

Die meisten Nutzer von Wearbles nutzen die Daten aus ihren Geräten heute, um einen Überblick über ihre Fitness zu bekommen: Wie viele Schritte bin ich heute gegangen? Wie ist mein Puls? Habe ich letzte Nacht ausreichend geschlafen? Forscher an der US-amerikanischen Stanford-University haben jetzt herausgefunden, dass die Daten aus Fitness-Tracker und Co. auch genutzt werden können, um Krankheiten vorherzusagen. Das berichtet das Magazin The Verge.

Erhöhte Werte korrelieren mit Krankheiten

Die Wissenschaftler statteten 43 Probanden mit Smartwatches aus, die ein Jahr lang ihre Herzfrequenz, Körpertemperatur und Schlafgewohnheiten aufzeichneten. Die Auswertung der Daten zeigte am Ende: Wenn ungewöhnlich hohe oder niedrige Werte auftraten, korrelierte das zuverlässig mit Krankheiten, mit denen die Probanden in diesem Zeitraum zu kämpfen hatten. Michael Snyder, einer der beteiligten Forscher, ging sogar noch einen Schritt weiter, wie das Magazin Wired berichtet: Er trug fast zwei Jahre lang bis zu sieben Wearables gleichzeitig am Körper. Als seine Daten ausgewertet wurden, waren seine Herz- und Temperaturwerte zu vier Zeitpunkten erhöht. Drei davon korrelierten mit Erkältungen, zu einem der Zeitpunkte hatte sich Snyder durch einen Zeckenbiss eine potenziell gefährliche Lyme-Borreliose eingefangen.

Zuverlässige Prognosen aus dem Fitness-Tracker

Die Ergebnisse der Studie wurden in einem Artikel veröffentlicht, in dem die Forscher sich dafür aussprechen, die Erkenntnisse für die Vorhersage von Krankheiten zu nutzen. Vor allem Krankheiten, die mit Entzündungen von Gewebe einhergehen, könnten demnach sehr früh diagnostiziert werden, wenn die Werte von Algorithmen automatisch ins Verhältnis gesetzt und Ausreißer dadurch schnell erkannt werden. Snyders Lyme-Borreliose hätte ein entsprechender Algorithmus zum Beispiel mit hoher Sicherheit ermitteln können, bevor es überhaupt spürbare Symptome gegeben hätte. Wenn sich die Sensortechnik in den Wearables noch verbessert, sind die Gadgets also vor allem in ländlichen Gegenden, in denen der Weg zum Arzt relativ weit ist, ein potenzieller Hoffnungsträger für eine gesündere Zukunft.

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