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Studie: Teilzeit-Vegetarismus halbiert das Risiko für Übergewicht

Weniger Fleisch, mehr Obst und Gemüse – so lautet das simple Fazit einer neuen Studie zum Thema Übergewicht.
Weniger Fleisch, mehr Obst und Gemüse – so lautet das simple Fazit einer neuen Studie zum Thema Übergewicht. (©ThinkstockPhotos/Lisssbetha 2017)

Für alle, die nicht auf ihren Sonntagsbraten verzichten können, gibt es nun eine gute Nachricht: Laut einer neuen Studie reicht es bereits aus, zum Teilzeit-Vegetarier zu leben, um eine positive Wirkung auf die Gesundheit zu erzielen. Wer öfter fleischfrei isst und mehr Obst zu sich nimmt, senke das Risiko für Fettleibigkeit beinahe um die Hälfte.

Der sogenannte Teilzeit-Vegetarismus könne den Hang zum Übergewicht um knapp 43 Prozent reduzieren, lautete das Ergebnis einer Studie der spanischen University of Navarra, bei der das Essverhalten von rund 16.000 Personen über einen Zeitraum von zehn Jahren untersucht wurde. Nur wenige fleischfreie Gerichte mehr pro Woche führten in dem Langzeit-Test zu einem deutlich gesünderen Körpergewicht. Je mehr pflanzliche Zutaten wie Obst und Gemüse und je weniger Fleisch auf dem Teller der Teilnehmer landeten, desto geringer fiel ihr Hang zur Fettleibigkeit aus, fasste der Independent die Resultate der Arbeit zusammen.

Je weniger Fleisch, desto besser

Die 20 Prozent der Teilnehmer mit dem höchsten Fleischkonsum wiesen ein um 15 Prozent höheres Übergewichtsrisiko auf als diejenigen mit einem mittleren Fleischkonsum. Zu denjenigen mit dem geringsten Fleischverzehr konnte sogar ein Unterschied von 43 Prozent festgestellt werden. Dabei aß die obere Gruppe durchschnittlich rund 198 Gramm Fleisch am Tag, die unterste immerhin noch 142 Gramm.

Am gesündesten wäre es demnach natürlich, ganz auf Fleisch zu verzichten, doch die Forscher halten ihren Teilzeit-Ansatz für realistischer. Dieser sei für die meisten Konsumenten leichter umsetzbar, da er keine radikale Veränderung der Essgewohnheiten bedeute.

Die Welt wird immer dicker

Laut Statistiken gibt es mittlerweile mehr Übergewichtige als Untergewichtige weltweit – und die Zahl der Übergewichtigen steigt weiter. Laut Robert Koch-Institut galten 2012 in Deutschland 53 Prozent der Frauen und 67 Prozent der Männer als übergewichtig. Dies ist aus Sicht der Wissenschaft der Fall, wenn der BMI eines Menschen über 25 Punkten liegt, ab einem BMI von 30 spricht man von Fettleibigkeit.

Diesem gesundheitlich bedenklichen Trend soll nun mit dem Konzept des Teilzeit-Vegetarismus entgegengewirkt werden. Vor allem der Verzehr von fetthaltigem Fleisch wie Bacon und Würstchen soll dafür reduziert werden, denn die World Health Organization vermutet, dass diese nicht nur Dickmacher, sondern zudem "wahrscheinlich krebserregend" sind.

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