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Taihi macht aus Küchenabfällen geruchlos und schnell Kompost

Küchenabfälle können sinnvoll kompostiert werden.
Küchenabfälle können sinnvoll kompostiert werden. (©Highwaystarz-Photography/iStock/Thinkstock 2017)

Mülltrennung gehört inzwischen zum guten Ton. Doch wer Küchenabfälle wie Gemüseschalen und Co. in einem Kompostbehälter in der Küche sammelt, darf nicht geruchsempfindlich sein. Da kommt der Kompostierer Taihi wie gerufen, der den Gärungsprozess nicht nur beschleunigt, sondern auch schlechten Gerüchen den Garaus macht.

Das Geheimnis hinter dem geruchlosen Kompostieren direkt in der Küche ist Bokashi, eine japanische Methode, die Fermentierung (also einen Gärungsprozess) nutzt, um Küchenabfälle zu zerlegen. Das berichtet das Architektur- und Designmagazin Dezeen. Diese Methode hat sich Benjamin Cullis Watson für seinen Kompostierer namens Taihi zunutze gemacht.

Fermentierung mit doppelten Deckeln

Der Fermentierungsprozess wird mit einer speziellen Bokashi-Mixtur aus Bakterien eingeleitet, die in Kapselform in den Behälter mit den Küchenabfällen gegeben wird. Als Ergebnis gewinnst Du so nicht nur Kompost, sondern auch eine Flüssigkeit, die Du direkt zum Gießen Deiner Blumen verwendet kannst. Beide Komponenten werden in zwei unterschiedlichen Behältern gesammelt. Da Taihi ein System aus doppelten Deckeln benutzt, kommt es dabei zu keiner Geruchsbelästigung.

Der Vorteil dieser Methode, gegenüber der herkömmlicher Kompostierer ist, laut Dezeen, dass der Abfall nicht aus einem speziellen Abfallgemisch bestehen muss. Außerdem sind keine bestimmten Bedingungen für das Kompostieren notwendig. Zusätzlich ist Taihi von einer haftfreien Schicht überzogen, die das Leeren und Befüllen vereinfachen soll.

Taihi soll Kompostierung sexy machen

Erfinder Benjamin Cullis Watson war es ein Anliegen das Design des Kompostierers "klar und minimal" zu gestalten. Er gesteht jedoch im Gespräch mit Dezeen ein: "Der Versuch, die Wahrnehmung des Abfalls zu ändern und ihn so 'sexy' wie möglich machen, ist eine Herausforderung". Als Designer empfindet  Watson, der Absolvent der Loughborough University in Großbritannien ist, diese Aufgabe jedoch als besonders reizvoll. Seine Mühen wurden belohnt: Für Taihi erhielt Watson einen Designpreis.

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