Kolumne

TURN ON Innovation: EcoGarden ist ein smartes interaktives Ökosystem

EcoGarden ist eine smarte Kombination aus Aquarium und Pflanzenkübel.
EcoGarden ist eine smarte Kombination aus Aquarium und Pflanzenkübel. (©Facebook/Ecobloom 2018)

Technik und Natur scheinen auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen, dabei können sich beide Bereiche auf eindrucksvolle Weise gegenseitig befruchten. Das beste Beispiel dafür ist unser Kickstarter-Projekt der Woche: der EcoGarden. Ein Miniatur-Ökosystem, das sich von ganz alleine erhält – aber erst durch seine technischen Features richtig smart wird. 

EcoGarden ist eine Kombination aus einem Mini-Gewächshaus und einem Aquarium, die sich gegenseitig erhalten. Laut Hersteller ist es damit "das smarteste interaktive Ökosystem der Welt".

Symbiose zwischen Fischen und Pflanzen

Solche großen Ankündigungen sind wir von Projekten, die wie EcoGarden auf Kickstarter beworben werden, ja inzwischen gewöhnt. Doch was steckt dahinter? Vielleicht keine neue, aber dennoch eine Methode, die es wert ist, in Erinnerung gerufen zu werden. Der EcoGarden macht sich das sogenannte Aquaponik-Verfahren zunutze.

Bei dieser Hydrokultur werden die Pflanzen, die im Kies gedeihen, von den Fischexkrementen der Fische im Aquarium mit Nährstoffen versorgt, während die Pflanzen wiederum auf natürliche Weise das Wasser im Aquarium filtern. Fische und Pflanzen leben also in einer Symbiose, die sich selbst erhält und Ressourcen schont.

Aquaponik-Verfahren für das eigene Heim

Diese altbewährte Methode, die vor allem in der professionellen Fischzucht zum Einsatz kommt, wird mit EcoGarden auch in unser Heim transferiert – und zwar in Miniaturform. Nutzer haben die Möglichkeit, in den vier Wänden ihres Heims nicht nur die entspannende Gesellschaft der Fische zu genießen, sondern können über dem Aquarium Gemüse, Obst und Kräuter anbauen. Somit ernährt das kleine Ökosystem sogar noch weitere Esser. Nicht zu vergessen, dass die Pflanzen auch den Sauerstoffgehalt in Haus oder Wohnung verbessern.

EcoGarden lässt sich über App steuern

So weit, so öko, doch was macht den EcoGarden smart? Um das System noch zu verbessern, wurde es mit zahlreichen Sensoren ausgestattet, die sicherstellen, dass es dem kleinen Ökosystem auch gut geht. Dadurch lässt es sich selbst aus der Ferne bewachen. Neben einer Temperaturkontrolle gibt es eine automatisierte Fischfütterung. Die Fütterzeiten kannst Du dank Wifi-Konnektivität via App individuell einstellen.

Das ist besonders nützlich, wenn Du beispielsweise verreist bist. Auch ein smartes LED-Wachstumslicht ist integriert, das seine Lichtintensität der Umgebung anpasst und für optimales Pflanzenwachstum sorgt. All diese technischen Finessen sollen das Wohlergehen aller Bewohner des Ökosystems gewährleisten und lassen sich über die App steuern bzw. bewachen.

Basilikum und Guppys verstehen sich

Da die natürliche Filterung den schwedischen Entwicklern von Ecobloom noch nicht genug war, haben sie sie mit zusätzlichen Schwämmen und einer Wasserpumpe kombiniert. Dadurch soll das Wasser im EcoGarden sehr viel sauberer werden als in anderen Aquarien – dabei aber nur geringe Wartung benötigen.

Das Becken fasst etwa 24 Liter Wasser, was gute Bedingungen für viele Arten von Fischen wie Guppys und Zwergfadenfische bieten soll. Welche der Wassertiere ins Ökosystem gesetzt werden, bleibt dem Nutzer überlassen.

Doch in der App gibt es auch Tipps zu Sorte und Anzahl der Fische, die sich für das Aquarium eignen. Auch bei den Pflanzen, die Du anbauen möchtest, hast Du freie Wahl. Kräuter wie Basilikum und Petersilie, Gemüse wie Blattsalate oder Paprika und Früchte wie Erdbeeren oder Chili lassen sich alle ziehen.

Hat Kickstarter einen grünen Daumen?

Nicht zuletzt ist der EcoGarden eine Möglichkeit, auf stylishe Weise etwas Natur ins eigene Heim zu bringen und damit zu bereichern. Das soll Besitzer des EcoGarden auf lange Sicht glücklicher machen. Diese Wirkung kann er laut Hersteller jedoch auch in Büros, Cafés oder an anderen Orten entfalten. Wer von dem Konzept überzeugt ist, kann den EcoGarden derzeit noch auf Kickstarter unterstützen.

Auf der Crowdfunding-Plattform ist das Miniatur-Ökosystem ab umgerechnet rund 250 Euro zu haben. Bei erfolgreicher Finanzierung sollen die smarten Aquarien-Pflanzenkübel-Kombis rechtzeitig zum Frühlingsbeginn im März verschickt werden.

Innovation
Jede Woche Donnerstag nehmen wir ein neues spannendes Crowdfunding-Projekt genauer unter die Lupe und berichten darüber ausführlich in TURN ON Innovation. Vergangene Themen unserer Innovations-Kolumne findest Du in dieser Übersicht.

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