Kolumne

TURN ON Innovation: Mit Buff-Up Fitness und Gewicht verbessern

Buff-Up-Board Kickstarter
Buff-Up-Board Kickstarter (©Buff-Up 2018)

Gerade jetzt nach Weihnachten hat sich ja der eine oder andere Keks zu viel in Hüftgold verwandelt – da kommt dieses Kickstarter-Projekt eines etwas anderen Heimtrainers vielleicht gerade recht. Buff-Up ist ein neuartiges Workout-Board mit Fitness-App, das verschiedene Trainingsarten kombiniert und auch zum Abspecken geeignet sein soll. Ich finde, das ist ein interessantes Konzept ...

Mit Buff-Up, das auf Kickstarter derzeit nach Investoren sucht, soll der Start ins fitte Leben ganz einfach sein. Laut Hersteller reicht es aus, sich aufs Board zu schwingen, die App zu synchronisieren und loszulegen. Mit ihrem neuen Gerät versuchen die Macher, dem Phänomen Herr zu werden, dass neue Fitness-Geräte nach ein paar Wochen als Kleiderständer benutzt werden, weil die Geräte auch zu schwer und unhandlich sind. Buff-Up soll da komplett anders sein.

Nicht gerade ein guter Start auf Kickstarter

Auf Kickstarter hat das Projekt allerdings nicht gerade einen blitzsauberen Start hingelegt. 24 Tage vor dem Ende der Finanzierung sind von 15.000 US-Dollar, die gefordert werden, erst knapp 5.000 eingetrudelt. Aber: Es sieht auch hier absolut danach aus, dass das Fitness-Board schon fertig ist und per Kickstarter nur noch Marketing betrieben werden soll. Für eine echte Finanzierung ist der geforderte Betrag viel zu gering. Interessant ist das Konzept dennoch.

Das Board versucht seinen Benutzer zum Training zu motivieren, indem die Fitness-Ziele auf der App aufgezeichnet und dargestellt werden. Mit der Fitness-App soll man eine Trainingsroutine gestalten können, den Fortschritt verfolgen und eine große Anzahl empfohlener Übungen ausprobieren.  Und es ist auch möglich, spezielle aufs Training angepasste Spiele zu zocken.

 Die technischen Daten des Buff-Up-Boards bei Kickstarter fullscreen
Die technischen Daten des Buff-Up-Boards bei Kickstarter (©Buff-Up 2018)

Das Buff-Up-Board hat etwa die Abmessungen eines Snowboards

Das Board selbst hat etwa die Abmessungen eines Snowboards, ist in fitnesstauglichem Gelbgrün und Schwarz eingefärbt, hat eingebaute Bänder und das Oberteil lässt sich auf dicken Spiralfedern lagern, um darauf Liegestütze zu machen. Das Fitness-Brett hat eine Smartphone-Halterung und soll alle Trainingseinheiten laut Hersteller mit Bravour absolvieren können.

  • Es kann als Balance-Board fungieren, auf dem man Gleichgewichtsübungen machen kann.
  • Es ist ein auf Federn gelagertes "Spring Board", mit dem man Training zum Stimulieren der Muskeln absolvieren kann.
  • Es lassen sich zwei Bändern anbauen, mit denen man die Muskelmasse in den Armen trainieren kann.
  • Ein eingebauter Balance-Sensor überwacht, wie gut der Nutzer die Balance während der Übungen halten kann. Die Daten dieses Sensors sollen direkt ans Smartphone gesendet werden.

App zeichnet die Leistung auf & gestaltet das Training

Mit der eigens entwickelten Buff-Up-App soll nicht nur die Leistung aufgezeichnet, sondern auch das Training gestaltet werden können. Man kann sich selbst mit vorgefertigten Übungen herausfordern und seine Fähigkeiten testen. Zusätzlich lässt sich der Trainingsfortschritt laut Hersteller jederzeit begutachten. Clou dürften aber die eingebauten Videospiele sein. Derzeit gibt es zwei Stück: Snowboard und Hanggleiten. Während man trainiert, soll das Spielen zusätzlich motivieren. Wer seine App etwa per Chromecast mit einem TV-Gerät verbindet, kann das alles auch auf einem großen Bildschirm bewundern. Um aber ehrlich zu sein: Besonders ausgefeilt sehen die Spiele auf den Herstellerbildern nicht aus. Ich denke, mehr als eine nette Zusatzmotivation dürfte hier kaum entstehen.

 So funktioniert das Training auf dem Buff-Up-Board. fullscreen
So funktioniert das Training auf dem Buff-Up-Board. (©Buff-Up 2018)

Ob die Finanzierung des Boards am Ende wirklich klappt, ist eher unsicher. Interessant finde ich das simple Konzept aber in jedem Fall, zumal sich das Fitness-Gerät eben wirklich leicht in einer Ecke verstauen lässt. Wer etwa einen Heimtrainer hat, also so ein Fahrrad zum Abstrampeln vor dem Fernseher, der kann mit so einem zusätzlichen Gerät etwas für sonst vernachlässigte Körperzonen machen. Die Anbindung an eine App und der eingebaute Sensor fügen zur Fitness etwas Smartness hinzu.

Momentan kann man noch mit etwa 240 Euro alles in allem einsteigen. Die Versandkosten aus den USA sind mit 95 Dollar allerdings happig. Man muss dabei natürlich bedenken, dass es sich um ein ziemlich großes Paket handeln dürfte. Da aber das Board meiner Einschätzung nach in jedem Fall in diesem Jahr auf den Markt kommt, kann man vielleicht auch noch die Ladeneinführung abwarten – in der Hoffnung, dass es dann etwas billiger wird.

Innovation
Jede Woche Donnerstag nehmen wir ein neues spannendes Crowdfunding-Projekt genauer unter die Lupe und berichten darüber ausführlich in TURN ON Innovation. Vergangene Themen unserer Innovations-Kolumne findest Du in dieser Übersicht.

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