Kolumne

TURN ON Innovation: Weighitz – die Alleskönner-Waage

Unscheinbar und doch smart: Die Weighitz-Waagen.
Unscheinbar und doch smart: Die Weighitz-Waagen. (©Facebook/Weighitz 2016)

Egal ob man kocht, ein Paket versendet oder sein Haustier wiegen will – im Haushalt braucht man ziemlich oft eine Waage. Doch wer hat schon Lust, ständig zwischen Küchenwaage, Personenwaage und Briefwaage hin und her zu wechseln? Hier setzt das Kickstarter-Projekt Weighitz an.

Das US-Unternehmen Weighitz will mit seinen kleinen smarten Waagen alle anderen Waagen im Haushalt überflüssig machen. Mit einer Kickstarter-Kampagne soll das Produkt nun zur Marktreife geführt werden. Das Grundprinzip der Weighitz ist genial und simpel zugleich. Als einzelnes Gerät dient der kleine Plastikteller, der ein wenig an einen Untersetzer erinnert, vor allem als Küchenwaage zum Abmessen von Zutaten. Allerdings können drei Weighitz-Waagen auch zu einem Set kombiniert werden und wiegen dann auch schwerere beziehungsweise unförmigere Dinge wie Pakete, Haustiere oder sogar Menschen. Der Clou: Die Weighitz-Waagen haben keine Plattform, es gibt daher keine Größen- oder Formeinschränkungen bei den zu wiegenden Gegenständen.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Du willst vor dem Urlaub das Gewicht des Koffers messen, bekommst diesen aber nicht vernünftig auf einer Personenwaage platziert? Einfach ein Dreier-Set der Weighitz drunterpacken und das Gewicht per App ermitteln!

Gewicht wird in Smartphone-App angezeigt

Ein entscheidender Unterschied zu normalen Küchen- oder Personenwaagen ist das fehlende Display beziehungsweise de fehlende Skala. Die Weighitz-Waagen müssen nämlich zwangsläufig mit einem Smartphone oder Tablet verbunden werden, um überhaupt ein Gewicht anzeigen zu können. In der passenden App wird dann die Masse des gewogenen Gegenstands angezeigt. Der Ablauf des Wiegens ist folgendermaßen:

  1. kurz auf die Oberfläche der Weighitz (oder des Sets) drücken
  2. App starten
  3. Plattform auf Weighitz platzieren
  4. Gewicht der Plattform in der App auf Null stellen
  5. Gewünschten Gegenstand wiegen

Wenn mehr als eine Weighitz-Waage genutzt wird, erkennt die App dies automatisch und rechnet das ermittelte Gewicht zu einem Gesamtwert zusammen.

App kann viele verschiedene Dinge messen

Laut Weighitz soll die App automatisch erkennen, was für eine Art Gegenstand gerade gemessen wird und passt dementsprechend die Skala an. Im Küchenwaagen-Modus soll Weighitz sehr genau kleinste Mengen erfassen können. Weiterhin kann die App auch metrische Einheiten in imperiale Einheiten umrechnen und sogar Gramm in Tassen oder Ähnliches. Bei einem Set aus drei Weighitz kann die App in Echtzeit auch drei unterschiedliche Proben messen und deren Gewicht vergleichen. Dank einer umfangreichen Datenbank muss man zudem in der App einfach nur das gewogene Lebensmittel eingeben und bekommt sofort die passenden Nährwerte angezeigt.

Mit der richtigen Plattform (etwa einem Hundekorb oder einem Babybettchen) können andererseits auch Haustiere oder Kinder gewogen werden – genauso wie Koffer und Rucksäcke. Ein Brett beispielsweise verwandelt ein Weighitz-Set schließlich in eine voll funktionsfähige Personenwaage.

Das steckt in der smarten Mini-Waage

 Die Weighitz besteht aus mehreren Schichten. fullscreen
Die Weighitz besteht aus mehreren Schichten. (©Weighitz 2016)

Und wie funktioniert das Kickstarter-Projekt nun technisch? Laut dem Unternehmen verformt sich beim Auflegen von Gegenständen die Oberfläche der Weighitz-Waage. Der Gewichtssensor misst den Grad der Verformung und schickt die Informationen dann per Bluetooth an die App. Abhängig von der ausgewählten Funktion in der App werden die Messungen einzeln angezeigt oder kombiniert. Eine einzelne Weighitz kann laut Hersteller ein Gewicht von bis zu 40 Kilogramm mit einer Abweichung von gerade einmal 0,5 Prozent wiegen.

Die Weighitz ist dabei zugleich handlich und robust. Die Abmessungen des kleinen Plastik-Untersetzers betragen gerade einmal 2,3 Zentimeter (Höhe) mal 8,1 Zentimeter (Breite). Die Waage ist wasserdicht nach IP4, dank einer magnetischen Basis kann sie beispielsweise auch am Kühlschrank befestigt werden. Der Akku des Geräts wird über ein Micro-USB-Kabel wieder aufgeladen.

Weighitz soll Ende 2016 erscheinen

Die Kickstarter-Kampagne für Weighitz läuft noch bis zum 19. August, bisher haben bereits über 250 Unterstützer fast 14.000 Dollar gespendet. Bis zum Ziel von 30.000 Dollar ist es also noch ein Stückchen. Für den schmalen Betrag von 15 Dollar erhält man eine Weighitz-Waage samt Ladekabel in der Farbe Rot, Blau, Grün oder Schwarz. Für 44 Dollar gibt es ein Set bestehend aus drei Waagen. Ausgeliefert werden sollen die Geräte im November 2016.

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