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Von A bis G: EU will Energielabel verständlicher gestalten

Die EU macht Schluss mit gleich vier unterschiedlichen Energieklassen A.
Die EU macht Schluss mit gleich vier unterschiedlichen Energieklassen A. (©picture alliance / blickwinkel 2017)

Der Kauf von energiesparenden Geräten wie Kühlschränken, Waschmaschinen und Co. wird dem Verbraucher heutzutage durch verwirrende Energielabels mit schier endlosen Pluszeichen nicht leicht gemacht. Das soll sich jetzt aber ändern.

Die EU will die Kennzeichnungen für Verbraucher vereinfachen und setzt zukünftig auf Energieklassen von A bis G, wie Tagesschau.de berichtet. Damit werden die bisherigen Energielabels von A+++ bis D spätestens in zwei Jahren abgelöst.

Schluss mit verwirrendem A+++ bis D

Nur höchst energiesparende Geräte werden dann mit dem Energielabel A ausgezeichnet. Am anderen Ende der Skala steht G für Modelle mit Strom schluckenden Eigenschaften. Diese Kategorien galten auch schon früher, wurden aber mit zusätzlichen Pluszeichen für energieeffizientere Geräte der Klasse A aufgeschwemmt. Doch während A für den Verbraucher ganz klar als stromsparend eingestuft wird, gibt es dank der Pluszeichen große Unterschiede in dieser Klasse. Diese Ausfransung soll in Zukunft dank ständiger Nachjustierung nicht mehr möglich sein. Das sind gute Nachrichten, denn laut EU-Kommission achten 85 Prozent der Europäer beim Kauf von Produkten auf die Energielabels, wie Studien bewiesen.

Neue Energielabels erst in zwei Jahren

Die Anpassung ist laut EU-Kommission lange überfällig. Außerdem sollen alle Geräte zukünftig in einer Produktdatenbank erfasst werden. So wird es Verbrauchern möglich sein, über eine Datenbankrecherche das energieeffizienteste Gerät für den jeweiligen Bedarf zu finden. Die EU-Kommission hat große Erwartungen in Bezug auf die neuen Energielabels. So sollen Haushalte bis zu 500 Euro im Jahr sparen können. Laut EU-Umweltkommissar Miguel Arias Cañete könnte sich die Energieersparnis auf einen Betrag summieren, der dem jährlichen Verbrauch Italiens und des Baltikums entspräche, wie Spiegel Online Cañete zitiert. Doch das ist bisher noch Wunschmusik. Zunächst muss die Entscheidung formal von allen Mitgliedsländern sowie dem EU-Parlament abgenickt werden. Erst 15 Monate danach soll sie dann in Kraft treten und ein Jahr darauf in Labelform auf Produkten zu finden sein.

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