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Wearable mit OLED könnte Wunden schneller heilen lassen

Gesundheit am Handgelenk: Dieses OLED-Armband könnte die Wundheilung fördern.
Gesundheit am Handgelenk: Dieses OLED-Armband könnte die Wundheilung fördern. (©Marc Koetse/Fraunhofer 2018)

OLED-Technik wird den meisten nur in Verbindung mit Bildschirmen für Fernseher und Smartphones ein Begriff sein. Doch die organischen Leuchtdioden sind auch für die medizinische Forschung interessant – und könnten bald in Form von Wearables die Wundheilung fördern oder Depressionen behandeln.

Ein solches Wearable wurde in Zusammenarbeit des Fraunhoferinstituts für Organische Elektronik mit dem VTT Technical Research Centre aus Finnland und dem Holst Centre aus den Niederlanden entwickelt. Das Ergebnis wurde auf der Wearable Europe 2018 vorgestellt.

OLED-Armband ist flexibel und leichtgewichtig

Das flexible, leichtgewichtige OLED-Armband wurde seit 2015 in einem Gemeinschaftsprojekt der Institute entwickelt. Während Fraunhofer für die "Anodenabscheidung auf Barrierefolien sowie für die OLED-Abscheidung mittels Verdampfungsprozessen" sorgte, fertigte das Holst Centre besagte Barrierefolien an. Das VTT schließlich integrierte das so gefertigte OLED in ein Armband und sicherte die Stromversorgung.

Mit dem Ergebnis sind die Partner mehr als zufrieden. "Wir sind stolz, inzwischen erste fertige Produkte wie das Armband mit unseren Partnern gemeinsam herstellen zu können", erklärt Claudia Keibler-Willner, Projektleiterin am Fraunhofer FEP in einer Pressemitteilung. "Die bisherige Zusammenarbeit mit den Partnern zeigt, dass wir mit dem gemeinsam erarbeiteten Know-how in der Lage sind, stabile OLEDs auf unserer Pilotlinie gemäß den Kundenanforderungen herzustellen".

 Das Armband der Forschungsgruppe zeichnet sich durch seine Flexibilität aus. fullscreen
Das Armband der Forschungsgruppe zeichnet sich durch seine Flexibilität aus. (©Marc Koetse/Fraunhofer 2018)

Wearable könnte Wundheilung fördern

Dank des geringen Stromverbrauchs leuchtet das Armband auch in Dauerbetrieb einige Tage am Stück. Fraunhofer sieht viele mögliche Einsatzgebiete für das Wearable. "Bei Konzeption der OLED in einer bestimmten Wellenlänge ist die Nutzung dieses tragbaren Elements zur Wundheilung an den Extremitäten denkbar. Erweitert als Stirnband, kann das Set zur Behandlung von Depressionen durch die positive Wirkung des Lichtes eingesetzt werden", heißt es in der Pressemitteilung.

Auch als Schmuckelement oder Sicherheitsarmband wäre ein Einsatz denkbar. Nun liegt es an möglichen Kunden, das elastische OLED-Armband seiner zukünftigen Bestimmung zuzuführen.

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