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Wearables sind nicht tot: Vor allem Apple darf sich freuen

Fitness-Tracker und Smartwatches bleiben weiterhin heiß begehrt.
Fitness-Tracker und Smartwatches bleiben weiterhin heiß begehrt. (©TURN ON 2017)

Wer dachte, Wearables befänden sich auf dem absteigenden Ast, der hat sich kräftig geirrt. Seit die Zahlen für das vierte Quartal 2016 vorliegen, ist klar: Vor allem Apple hat im Bereich Smartwatches nach wie vor jede Menge Grund zur Freude.

Insgesamt gingen im vierten Quartal 2016 unglaubliche 33,9 Millionen Wearables über den Tresen, die meisten davon aus den Häusern Fitbit, Apple und Xiaomi. Doch die Zahlen, die die Spezialisten von IDC analysierten, zeigen auch einen speziellen Trend auf.

Wearables müssen immer mehr können

"Wie jede Techniksparte verändert sich auch der Markt für Wearables. Basic Wearables haben als Geräte mit dem einen Zweck angefangen, Schrittzahlen zu messen, und wandeln sich zu Vielzweck-Wearables, die in sich verschiedene Gesundheits- und Fitness-Anwendungen und Smartphone-Benachrichtigungen vereinen. Das geht so weit, dass Smartwatches der ersten Generation [inzwischen] kaum noch besser als die meisten einfachen Fitness-Tracker sind", fasst Ramon Llamas von IDC den Trend zusammen.

Nur in Verbindung mit einem Smartphone wirklich smart

Um diese vielen potenziellen Verwendungsmöglichkeiten aber auch nutzen zu können, muss eine Smartwatch bisher meist noch mit dem eigenen Smartphone gekoppelt werden. Einer der Hauptgründe, warum sich Apple auf das gesamte Jahr 2016 gerechnet über ein Wachstum von 13 Prozent im Bereich Wearables freuen durfte. Die Apple Watch 2 kommt nämlich nicht nur mit integriertem GPS und zahlreichen neuen Fitness-Applikationen daher, sondern kann auch durch eine herausragende Verbindungsqualität mit dem iPhone glänzen. Ihr Nachfolgemodell soll sogar noch mehr können.

Fitbit auf der anderen Seite bleibt laut der aktuellen Zahlen zwar unangefochtener Marktführer im Bereich Wearables, hatte im vergangenen Jahr aber trotzdem mit einem großen Rückgang der Verkaufszahlen zu kämpfen. Das liegt den Experten von IDC zufolge allerdings vor allem an der bestehenden Konzentration auf die USA als Absatzmarkt.

Ein Außenseiter auf dem Wearables-Markt holt auf

Ebenfalls auf den heimischen Markt beschränkt sind bisher die Geräte der chinesischen Firma Xiaomi, was das Unternehmen trotzdem nicht davon abgehalten hat, ein unglaubliches Jahreswachstum von 96,2 Prozent im Bereich Wearables hinzulegen! Könnten Smartwatches aus dem Reich der Mitte also bald auch den westlichen Markt übernehmen? Viel wichtiger scheint laut IDC die Frage, wann die Smartwatches endlich unabhängig von den Telefonen ihrer Nutzer werden, denn das sei tatsächlich die nächste Schlüsselentwicklung.

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