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Weichspüler, Enthärter & Co.: 4 unnötige Waschmittel

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waschmittel (©AndreyPopov/Getty Images/iStockphoto/Thinkstock 2017)

Waschmittel ist nicht gleich Waschmittel! Hersteller überbieten sich mit Zusatzprodukten und blumigen Versprechungen, die Wäsche noch sauberer, noch weißer und noch weicher zu machen. Aber nicht immer ist da auch etwas dran: Hier kommen vier Spezialprodukte, die in der Waschmaschine meist völlig unnötig sind.

1. Hygienespüler

Manchmal soll die Wäsche nicht nur sauber, sondern hygienisch rein sein. Für diese Fälle gibt es sogenannte Hygienespüler. Doch diese Zusatzstoffe sind in der überwiegenden Zahl der Fälle total unnötig: Laut Stiftung Warentest ist es für keimfreie Wäsche völlig ausreichend, mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 40 Grad zu waschen. So werden Keime sicher abgetötet und für gesunde Menschen unschädlich gemacht. Laut dem Umweltbundesamt sollte nur in absoluten Ausnahmefällen bei sehr empfindlichen Textilien wie Seide über die Verwendung eines Hygienespülers bei niedriger Temperatur nachgedacht werden. Der Grund: Einige Inhaltsstoffe von Hygienespülern gelten laut der Verbraucherzentrale Hamburg als belastend für die Meere und stehen im Verdacht, die natürliche Hautflora zu schädigen.

2. Weichspüler

 Weichspüler sollen die Wäsche weich machen, haben aber handfeste Nachteile für die Umwelt. fullscreen
Weichspüler sollen die Wäsche weich machen, haben aber handfeste Nachteile für die Umwelt. (©style-photographs/Getty Images/iStockphoto/Thinkstock 2017)

Weichspüler versprechen, die Wäsche besonders weich zu machen und ihr einen frischen Duft zu verleihen. Als Zusatz zum Waschmittel sind sie aber eigentlich unnötig und für den Reinigungsvorgang völlig überflüssig: Schließlich gelangen sie erst im letzten Spülgang an die Wäsche und können dort keine wirkliche säubernde Wirkung mehr entfalten. Dafür ist der Einsatz von Weichspülern aus ökologischer Sicht nach wie vor äußerst bedenklich: Auch wenn die Inhaltsstoffe im Vergleich zu früher etwas umweltfreundlicher geworden sind, belasten die Chemikalien die Gewässer immer noch potenziell. Das Umweltbundesamt empfiehlt Verbrauchern daher, auf Weichspüler in der Wäsche zu verzichten. Lass die Wäsche für einen angenehmen Geruch besser einfach an der Luft trocknen. Weich wird sie dann beim Tragen.

3. Wasserenthärter

Oft sind im Waschmittel bereits Stoffe zur Wasserenthärtung enthalten, was zusätzliche Wasserenthärter überflüssig macht. Wenn Du Dein Waschmittel entsprechend der Packungsanweisung nach dem Härtegrad des Wassers dosierst, reicht das also vollkommen aus. Die Wasserhärte Deines Leitungswassers erfährst Du bei Deinem örtlichen Wasserversorger. Lediglich bei einem sehr hohen Härtegrad des Wassers kann der Einsatz von Enthärtern lohnenswert sein, da ansonsten zu viel Waschmittel verwendet werden muss. Einen optischen Nachteil bringen Wasserenthärter aber auch noch mit sich: Sie können auf dunkler Kleidung unschöne weiße Streifen oder Flecken hinterlassen, die sich laut Stiftung Warentest aber leicht ausbürsten, ausklopfen oder wegwischen lassen. Tipp: Ziehe dunkle Textilien vor dem Waschen immer auf links – so machst Du die Enthärterflecken zusätzlich unsichtbar.

4. Spezialwaschmittel für Schwarzes, Weißes und mehr

 Auch wenn die Werbung etwas anderes behauptet: Schwarze Kleidung braucht kein spezielles Waschmittel. fullscreen
Auch wenn die Werbung etwas anderes behauptet: Schwarze Kleidung braucht kein spezielles Waschmittel. (©Tarzhanova/Getty Images/iStockphoto/Thinkstock 2017)

Wenn das kleine Schwarze im Laufe der Zeit zum kleinen Grauen mutiert, ist das sehr ärgerlich. Das Geld für ein Waschmittel speziell für schwarze Wäsche kannst Du Dir aber sparen: Wie Stiftung Warentest herausfand, schützen diese Spezialwaschmittel die Farbe auch nicht besser als herkömmliche Flüssigwaschmittel für Buntes. Grundsätzlich reichen für die gewissenhafte Textilpflege im Haushalt drei Waschmittel aus: ein Fein-, ein Color- und ein Vollwaschmittel. Wer seine Wollpullis ebenfalls in der Waschmaschine wäscht, sollte zusätzlich ein Wollwaschmittel im Haus haben. So ausgerüstet ist für jede Art von Schmutzwäsche das Richtige dabei. Das heißt: Auch die von den Herstellern angepriesenen Spezialwaschmittel für Jeans, weiße Wäsche oder stark verschwitzte Sportkleidung sind überflüssig.

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