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Weißer Regenbogen: Fotograf fängt seltenen Nebelbogen ein

Wer hätte das gedacht? Den klassischen Regenbogen gibt's auch in Weiß!
Wer hätte das gedacht? Den klassischen Regenbogen gibt's auch in Weiß! (©Pixabay 2016)

Schon normale Regenbögen sind beeindruckende Naturphänomene und beliebte Fotomotive. Der Nebelbogen, der einem britischen Fotografen nun vor die Linse kam, ist aber noch einmal besonders atemberaubend.

Wie ein riesiges Tor aus Wolken hängt der Nebelbogen, den Melvin Nicholson abgelichtet hat, über einer verschneiten Moorlandschaft im Westen Schottlands. "In meinen 10 Jahren als Landschaftsfotograf rund um den Globus ist mir so etwas noch nicht begegnet", sagte der britische Glückspilz gegenüber ABC News.

Flüchtiges Naturschauspiel

Eigentlich, so Nicholson weiter, habe er etwas ganz anderes fotografieren wollen. "Ich war mit einem Freund am frühen Morgen unterwegs und er meinte, er kenne diesen wunderschönen Baum, der jetzt im Zentrum meines Fotos steht." Die Gegend sei "extrem neblig" gewesen, und als die Sonne aufging und den Dunst vertrieb, sei der Nebelbogen erschienen. Fünf Minuten später war er schon wieder weg. "Ich wusste, dass ich etwas sehr Besonderes eingefangen hatte, als ich sah, wie flüchtig er war", sagte Nicholson über seinen seltenen Fang. Bei Instagram erfreut sich das Foto großer Beliebtheit, mittlerweile bietet der Fotograf auf seiner Website auch Posterdrucke mit dem Motiv an.

So entsteht ein Nebelbogen

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat eine plausible Erklärung für das ungewöhnliche Wetterphänomen: Bei einem "normalen" Regenbogen brechen Wassertropfen das weiße Licht wie Prismen in Spektralfarben auf. Der Nebelbogen hingegen besteht aus kleineren Tropfen, die das Licht nicht brechen, sondern reflektieren. Dadurch verwaschen die Farben und der Bogen erscheint weiß.

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