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Wissenschaftler warnen vor zu dunklem Toast und Kartoffeln

Nach Ansicht der FSA sollte Toast lieber goldfarben denn braun sein.
Nach Ansicht der FSA sollte Toast lieber goldfarben denn braun sein. (©Thinkstock 2017)

Können verbrannter Toast und zu stark angebratene Kartoffeln krebserregend sein? Darauf weist zumindest die Food Standards Agency (FSA) hin. Anlass zur Sorge gibt eine chemische Verbindung, die in stärkehaltigen Nahrungsmitteln entsteht, wenn diese auf eine bestimmte Art und Weise zubereitet werden.

Die britische Institution Food Standards Agency hat eine Kampagne gestartet, in der vor Krebsrisiken durch bestimmte Ernährungsgewohnheiten gewarnt wird. Im Fokus stehen unter anderem Toast und Kartoffeln. Diese beiden Nahrungsmittel könnten womöglich krebserregend sein, wenn sie zu lange geröstet werden. Schuld daran soll das sogenannte Acrylamid sein.

Mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Acrylamid

Die entscheidende Rolle spielt dabei die chemische Verbindung Acrylamid, die aus einer Reaktion zwischen Aminosäuren und Zucker entsteht. Acrylamid wird laut der FSA nicht bewusst zu Lebensmitteln hinzugefügt, sondern sei ein natürliches Nebenprodukt bestimmter Zubereitungsprozesse. Die Substanz tritt typischerweise bei Nahrungsmitteln mit einem hohen Stärkegehalt auf, die bei Temperaturen von etwa 120°C gebraten, geröstet oder gebacken werden, heißt es.

Verzicht auf "braune" Lebensmittel

Labortest zeigen der FSA zufolge, dass Acrylamid in der Nahrung von Tieren krebserregend ist. Zwar sei die Auswirkung der Substanz auf den Menschen noch nicht schlüssig untersucht worden. Allerdings seien sich Wissenschaftler einig, dass Acrylamid auch bei Menschen Krebs verursachen könnte. Demnach sei es klug, die Aufnahme zu reduzieren. Die FSA empfiehlt daher, auf allzu knusprigen Toast oder zu stark angebratene Kartoffeln zu verzichten – das gilt übrigens auch für Chips und Gemüse. Die Faustregel: lieber golden statt braun!

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