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Zu schön, um wahr zu sein: Macht Eis zum Frühstück schlauer?

Eis am Morgen vertreibt zwar nicht Kummer und Sorgen – macht aber angeblich schlauer.
Eis am Morgen vertreibt zwar nicht Kummer und Sorgen – macht aber angeblich schlauer. (©Thinkstock/jacoblund 2016)

Auf diese Nachricht haben Schleckermäuler lange gewartet: Eis zum Frühstück ist nicht nur lecker, sondern macht Dich auch intelligenter. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Japan. Ist das ein Freifahrtschein fürs morgendliche Schlemmen?

Eiscreme am Morgen verbessert die Wachsamkeit und die geistigen Fähigkeiten. Das konnte Yoshihiko Koga, ein Spezialist für Psychophysiologie, bei der Auswertung einer klinische Testreihe nachweisen, wie The Telegraph berichtet.

Eis direkt nach dem Aufstehen steigert die geistigen Fähigkeiten

Bei der Studie nahm ein Teil der Teilnehmer direkt nach dem Erwachen drei Esslöffel Eis zu sich. Danach mussten sie am Computer eine Reihe von mentalen Aufgaben bewältigen. Dabei beobachtete Koga, dass die Menschen, die Eis gegessen hatten, ein schnelleres Reaktionsvermögen aufwiesen als diejenigen, die die Aufgaben ohne Frühstück verrichten mussten. Auch die Verarbeitung der Informationen gelang den Eisessern besser. Außerdem beobachtete der Professor an der Kyorin University in Tokio, dass die Alphawellen bei diesen Menschen anstiegen. Diese körperlichen Signale werden mit Konzentration, Entspannung und geistiger Koordination in Verbindung gebracht.

Zweifel an der Studie in Fachkreisen

Um sich dagegen abzusichern, dass ausschließlich die Kälte die erhöhte Aufmerksamkeit bei den Probanden verursachte, führte Yoshihiko Koga den Test statt mit Eiscreme auch mit kaltem Wasser durch. Auch wenn die Aufmerksamkeit und das Fassungsvermögen der Teilnehmer auch diesmal erhöht war, war es nicht mit der ersten Testreihe vergleichbar. Koga versucht nun herauszufinden, welche konkrete Zutat in der Eiscreme für diesen Effekt verantwortlich ist. Eine andere Erklärung könnte jedoch auch sein, dass Eiscreme als Süßigkeit positive Gefühle hervorbringt und Energie gibt. Britische Ernährungswissenschaftler wiesen jedoch darauf hin, dass die Diskrepanz im Ergebnis auch dadurch zustande kommen kann, dass die Vergleichsgruppe gar kein Frühstück zu sich nehmen durfte.

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