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Baby-Fotografie: 6 Tipps für niedliche Bilder vom Nachwuchs

Mit den richtigen Tipps klappt's auch mit der Baby-Fotografie.
Mit den richtigen Tipps klappt's auch mit der Baby-Fotografie. (©TAGSTOCK1/Thinkstock 2017)

Babys zu fotografieren ist manchmal gar nicht so einfach. Kein Wunder, immerhin gibt es wohl kaum Modelle, die so niedlich und gleichzeitig unabsichtlich so unkooperativ sein können, wie ein Baby. Wir haben 6 Tipps für Dich zusammengestellt, mit denen es mit der privaten Baby-Fotografie besser klappt.

Viele Eltern haben Freude daran, den eigenen Nachwuchs zu fotografieren. Vor allem die ersten Lebensmonate sind besonders spannend und werden akribisch auf Film festgehalten. Damit Du aus Deinen Baby-Fotos auch wirklich das Beste herausholen kannst, kommen hier sechs Tipps für niedliche Bilder vom Nachwuchs.

1. Liebe zum Detail

Natürlich können auch bei spontanen Fotoaktionen sehr schöne Bilder entstehen und manchmal bietet es sich im Alltag mit Babys einfach an, einen schönen Augenblick sofort festzuhalten. Generell gilt in der Baby-Fotografie aber: Je besser Du Dich vorbereitest und mit je mehr Liebe zum Detail Du ans Werk gehst, umso besser werden am Ende die Aufnahmen.

Plane genug Zeit für das Shooting ein, teste verschiedene Blickwinkel und mach Dir schon vorab Gedanken über mögliche Accessoires und Deko-Gegenstände, die sich gut für Dein Vorhaben eignen könnten. Vielleicht möchtest Du Deine Aufnahmen auch an einem besonderen Ort machen? Solange es für Dein Baby sicher ist und Du es keinem zu großen Stress aussetzt, kannst Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen.

 Requisiten und Co. verleihen Deiner Baby-Fotografie nicht nur mehr Pepp, sondern auch die extra Portion Aaaawwww. fullscreen
Requisiten und Co. verleihen Deiner Baby-Fotografie nicht nur mehr Pepp, sondern auch die extra Portion Aaaawwww. (©Jupiterimages/Thinkstock 2017)

2. Der beste Ort für Baby-Fotografie

Der beste Ort für schöne Babyfotos hängt sehr von den individuellen Vorstellungen ab. Ob Du drinnen oder draußen fotografierst, ist zudem auch eine Frage der Wetterlage. Generell gilt: Möchtest Du Dein Baby im Zimmer fotografieren, eignet sich eine helle, einfarbige Wand am besten als Hintergrund. Befindet sich ein großes Fenster in der Nähe – umso besser (siehe Beleuchtung)! Beides sorgt für ein möglichst helles Setting und lenkt den Fokus auf das, was Dir im Bild am wichtigsten ist: Dein süßes Fotomodell. Natürlich kannst Du auch Requisiten im Hintergrund platzieren, zu unruhig sollte es aber nicht werden.

 Ein Fenster sorgt für ausreichend Licht und auch das Geschwisterchen darf natürlich mit aufs Bild. fullscreen
Ein Fenster sorgt für ausreichend Licht und auch das Geschwisterchen darf natürlich mit aufs Bild. (©FamVeld/Thinkstock 2017)

3. Mit Blitz, ohne Blitz oder doch ganz anders? So klappt's mit der richtigen Beleuchtung

Die Augen Deines Babys sind in den ersten Wochen noch sehr empfindlich. Auf den Blitz solltest Du bei der Baby-Fotografie deshalb zumindest anfangs möglichst verzichten. Ebenfalls gegen die Verwendung von Blitzlicht spricht, dass das Gesicht des Babys dabei unnatürlich hell ausgeleuchtet wird, was einfach einen unschönen Effekt auf dem abschließenden Foto liefert.

Trotzdem ist eine ausreichend gute Beleuchtung sehr wichtig. Am besten klappt das mit natürlichem Tageslicht. Ein leicht wolkiger Tag eignet sich am besten, weil das Licht dann weniger kräftig ist. Über harte Schatten musst Du Dir in diesem Fall von vornherein keine Sorgen machen.

 Natürliches, weiches Licht wirkt am schönsten, wenn Du Dein Baby fotografieren willst. fullscreen
Natürliches, weiches Licht wirkt am schönsten, wenn Du Dein Baby fotografieren willst. (©Pixabay 2017)

Möchtest Du Dein Baby im geschlossenen Zimmer fotografieren, kannst Du versuchen, das natürliche Licht mit einem großen Bogen weißer Pappe oder einem weißen Betttuch zu reflektieren. Dein süßer Nachwuchs wird so ganz einfach in natürliches und gleichzeitig leicht diffuses Licht getaucht und möglichst vorteilhaft ausgeleuchtet.

Noch ein Wort zur passenden Belichtung für Baby-Fotografie: Weil Babys nicht unbedingt für langes Stillhalten bekannt sind, bietet es sich an, mit einer Belichtungszeit von etwa 1/125 Sekunden zu arbeiten. So verhinderst Du, dass Dein Foto unscharf wird, weil Dein kleines Modell sich plötzlich bewegt hat. Für sehr kleine und schlafende Babys genügt eine Belichtungszeit von 1/60 Sekunde.

4. Ablenkung ist alles

Kleine Babys lassen sich am leichtesten fotografieren, wenn sie schlafen. Doch nach ein paar Wochen wird der Bewegungsdrang größer und die Wachphasen länger – dann ist Ablenkung gefragt. Babys wollen unterhalten werden und das gilt umso mehr, wenn sie für Baby-Fotografie stillhalten (und am besten fröhlich gucken) sollen.

Als Ablenkung eignen sich Spielzeuge genauso gut, wie Musik oder Geräusche – nur erschrecken solltest Du Dein Baby natürlich nicht. Benutzt Du das aktuelle Lieblingskuscheltier als Köder, kannst Du außerdem auch die Blickrichtung des kleinen Modells sehr gut steuern.

 Ablenkung ist ein guter Trick, um das kleine Modell bei Laune zu halten. fullscreen
Ablenkung ist ein guter Trick, um das kleine Modell bei Laune zu halten. (©Pixabay 2017)

5. Die Menge macht's

Baby-Fotografie braucht nicht nur Zeit, sondern auch Geduld. Knipse immer möglichst viele Fotos, damit Du am Ende die Schönsten aussuchen kannst. Professionelle Fotografen gehen verschiedenen Onlinebeiträgen zufolge meist von bis zu 200 Aufnahmen aus, die sie von einem Baby machen müssen, um am Ende 20 gute Fotos zu bekommen. Und: Spiele immer wieder mit Perspektive, Blickwinkel und Bildaufbau. Du kannst auch mit Schwarz-weiß- und Farbaufnahmen experimentieren. Vor allem schlafende Babys wirken auf Schwarz-Weiß-Fotos mitunter besonders schön. Experimentiere einfach ein bisschen, Du wirst sehen, am Ende lohnt sich die Mühe.

 Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Babys haben einen ganz eigenen Charme. fullscreen
Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Babys haben einen ganz eigenen Charme. (©Pixabay 2017)

6. Geh nah ran

Baby-Fotografie muss nicht immer das komplette Kind abbilden. Auch und gerade Nahaufnahmen haben einen ganz besonderen Charme, wenn es um die kleinen Erdenbürger geht. Das können ganz klassisch die kleinen Babyfüße sein, aber auch das süße Fäustchen, das Papas Finger fest umklammert hält, sieht auf Fotos unglaublich niedlich aus. Näschen und Mund nicht zu vergessen. Trau Dich also ruhig und geh nah heran.

Benutzt Du dafür eine kleine Blende (zum Beispiel die Blende 8), werden die Bilder im Ganzen eher scharf werden. Interessante Effekte kannst Du aber auch erzielen, wenn Du eine eher große Blende (11 bis 16) wählst. So erzielst Du einen leichten Unschärfeeffekt im Hintergrund, was Dein Baby dann noch stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt.

 Nahaufnahmen können bei Baby-Fotografie zu besonders süßen Ergebnissen führen. fullscreen
Nahaufnahmen können bei Baby-Fotografie zu besonders süßen Ergebnissen führen. (©Pixabay 2017)

Zusammenfassung

  • Nimm Dir Zeit für die Planung und bereite Dich gut darauf vor, Dein Baby zu fotografieren
  • Babyaugen sind vor allem anfangs sehr empfindlich, deshalb kein Blitz in den ersten Wochen
  • Natürliches Licht wirkt am schönsten, optimal: leicht bewölkter Himmel. Das sorgt für einen natürlichen Weichzeichnereffekt
  • Achte auf einen möglichst ruhigen und klar strukturierten Hintergrund, um die Aufmerksamkeit nicht vom eigentlichen Motiv abzulenken
  • Nutze Musik, Geräusche oder Spielzeug, um Dein Baby bei Bedarf abzulenken und bei Laune zu halten
  • Knipse möglichst viele Fotos und experimentiere mit verschiedenen Einstellungen, Blickwinkeln usw. Dann kannst Du am Ende die besten Baby-Fotografien auswählen
  • Nahaufnahmen wirken besonders schön und sorgen für Abwechslung

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