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Diese Dinge sollten Kinder wissen, bevor sie online gehen

Das Internet lockt auch schon Kinder.
Das Internet lockt auch schon Kinder. (©Thinkstock/shironosov 2016)

Die Weiten des Internets bietet schier unendliche Möglichkeiten, doch gerade für Kinder lauern auch Gefahren an jeder Ecke. Damit die Kleinen sicher surfen und sich an harmlosen Onlinespielen und Wissenseiten erfreuen können, sollten sie von den Eltern geschult werden.

Der erste Gang ins Internet ist aufregend und gehört heutzutage zum Erwachsenwerden einfach dazu. Kinder sind dabei oft intuitiver mit den Technologien als Erwachsene, da sie mit ihnen von klein auf aufwachsen. Doch gleichzeitig sind sich die Heranwachsenden der Gefahren des Netzes noch nicht bewusst. Aus diesem Grund macht es Sinn, die Kleinen vor den Gefahren von Phishing, Cybermobbing und Co. zu warnen.

Im Internet nicht zu viel preisgeben

Was Kindern auf jeden Fall bewusst gemacht werden sollte: Im Internet bist Du nicht allein. Alles, was Du von Dir preisgibst, seien es Posts, Kommentare, Bilder und Co. wird von Dritten gelesen. Es kann Aufschluss über die eigene Adresse geben, über die Vorlieben und unzähliges Anderes geben. Daher sollten Kinder wie Erwachsene dreimal überlegen, was sie wo posten. Häufig ist es schwer, den Post wieder rückgängig zu machen, der einem schon Minuten nach dem Enter-Klick leid tut. Zusätzlich sollte auf Plattformen ein Pseudonym und möglichst nur ein Stellvertreterfoto benutzt werden.

Die Netiquette einhalten

Doch diese Anonymität erlaubt keine Narrenfreiheit. Auch wenn alles im virtuellen Raum passiert, haben Worte das Potenzial, Menschen genauso zu verletzen wie körperliche Hiebe. Das muss dem Kind auf jeden Fall klar gemacht werden. Das Netz ist kein luftleerer, straffreier Raum. Hier wie im realen Leben ist eine respektvolle und freundliche Umgangsweise mit Anderen angebracht.

Gleichzeitig können aber auch Kinder selbst im Internet die Zielscheibe von Angriffen werden. Ermutige Dein Kind in solch einem Fall, Deinen Rat zu suchen. Situationen, die allein im Netz als ausweglos erscheinen, können unter Einbeziehung der Erwachsenen entschärft werden. In diesem Fall ist es wichtig, schon den Kleinen klarzumachen, dass der Fehler nicht bei ihnen liegt.

Vor den falschen Seiten schützen

Doch Eltern selbst haben schon die Möglichkeit, ihre Kinder vor bestimmten Seiten zu schützen. Spezielle Jugendschutzsoftware ermöglicht es auch den Kleinen, sich im Internet auszutoben, ohne auf Seiten zu gelangen, die nicht für ihre Augen bestimmt sind. Zusätzlich gibt es spezielle Suchseiten für Kinder wie die Blinde Kuh, die Suchergebnisse gezielt prüft und filtert. Die Initiative "Sicher online gehen", die vom "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend" unterstützt wird, gibt weitere Tipps über den Umgang mit dem Netz. Unter anderem, wie Sicherheitseinstellungen bei Google und anderen Suchmaschinen gefiltert werden. Auch auf YouTube lässt sich zum Beispiel ein Safetymode voreinstellen.

Schließlich ist der Hinweis für die Kleinen wichtig, immer unterschiedliche Passwörter für ihre Accounts zu nutzen. Auch vor Phishing, also vor gefälschten Emails, Websites oder SMS sollte der Nachwuchs gewarnt werden. Das ist am Anfang sehr viel, doch bei Unsicherheit können und sollen sich die Kinder auch an die Erwachsenen wenden.

Auf diese Weise gewappnet können Eltern ihre Kind für das Internet vorbereiten und die Heranwachsenden verlieren nicht ihre Freude daran, auch online zu gehen. Dabei sollte der Internetkonsum jedoch nicht überhandnehmen. Gerade bei jüngeren Kindern ist eine Stunde am Tag mehr als genug. Mit zunehmendem Alter wird das Netz naturgemäß immer wichtiger für die Heranwachsenden.

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