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Dieser Lifehack nimmt billigem Kaffee seine bittere Note

Bitterer Kaffee ist mit diesem Lifehack Geschichte.
Bitterer Kaffee ist mit diesem Lifehack Geschichte. (©Thinkstock/ArthurHidden 2017)

"Billiger Kaffee schmeckt bitter." Was nach einem versnobten Ausspruch klingt, ist häufig – wortwörtlich! – bittere Wahrheit. Doch es gibt einen Lifehack, mit dem Du auch aus scheinbar ungenießbarem Kaffee eine milde und aromatische Tasse des populären Wachmachers zauberst.

Dazu brauchst Du tatsächlich nur ein Ei. Ja, richtig gehört! Ein Ei vermag es tatsächlich, dem Kaffee seine bittere Note zu nehmen. Keine Sorge, Du musst keinen Trunk mit einem gekochten oder gar rohen Ei darin schlürfen. Vielmehr bekommt der Kaffeesatz eine Spezialbehandlung.

Ein Ei nimmt dem Kaffeepulver die Bitterkeit

Und so funktioniert es laut einem Tipp von Lifehacker: Schlage ein Ei mit dem Handrührgerät schaumig und gib es zusammen mit dem bitteren Kaffeepulver in einen Topf. Koche die Mischung nun auf und lass sie für etwa zehn Minuten gut durchziehen. Es ist nicht notwendig, dass Du das Gebräu filterst, da Ei und gemahlener Kaffee an der Oberfläche zusammen gerinnen. Gemeinsam bilden sie fast eine Art Pfropfen. Gibst Du nun eine Tasse kaltes Wasser zu dem Gemisch, werden Ei und Kaffeesatz zum Boden des Topfes gezogen. Und genau bei diesem Schritt verschwindet auch die bittere Note aus dem Kaffee. Jetzt brauchst Du nur noch eine Tasse und kannst den optimierten Kaffee vorsichtig aus dem Topf abgießen. Der Kaffeesatz hat sich ja praktischerweise unten abgesetzt.

 Ein Ei nimmt billigem Kaffeepulver seine bittere Note. fullscreen
Ein Ei nimmt billigem Kaffeepulver seine bittere Note. (©Pexels 2017)

Klärende Eigenschaften von Eiweiß

Eiweiß ist für seine klärenden Eigenschaften schon längst bekannt. Ob Brühen oder andere Suppen – es befreit Flüssigkeiten zuverlässig von Trübstoffen. Diese Fähigkeit von Eiweiß wird sogar bei der Weinherstellung genutzt, um Tannine aus dem Wein zu filtern. Doch was passiert dabei eigentlich genau? Die Proteine des Eiweißes brechen bei hohen Temperaturen (etwa beim Aufkochen) auseinander. Anschließend binden sie sich an andere Makromoleküle in der Flüssigkeit, in die das Eiweiß gegeben wurde. Solche Makromoleküle sind auch die Bitterstoffe, die in schlechtem Kaffee zu finden sind. Aus diesem Grund kann bitterer, billiger Kaffee von der vorgestellten Prozedur nur profitieren.

Warum ist billiger Kaffee überhaupt bitter?

Doch wie kommt es überhaupt, dass billiger Kaffee oft sauer bis bitter schmeckt? Das kann verschiedene Gründe haben. Zum einen hat natürlich schon die gewählte Bohnensorte Einfluss auf den Geschmack. In Billigkaffee verbirgt sich häufig die Kaffeesorte Robusta. Dabei handelt es sich um eine der weltweit am weitesten verbreiteten Kaffeesorten. Robusta wird so oft angebaut, da er – wie der Name schon sagt – relativ robust ist und ihm Krankheiten, Feuchtigkeit oder Hitze nichts ausmachen. Er ist jedoch weniger aromatisch als beispielsweise der teurere Arabica und besitzt eine bittere Note.

 Für einen leckeren Kaffee braucht es die richtige Bohne mit der richtigen Röstung. fullscreen
Für einen leckeren Kaffee braucht es die richtige Bohne mit der richtigen Röstung. (©Pexels 2017)

Außerdem kann jedoch auch die Röstung von Kaffeebohnen den Genuss beeinträchtigen. Gerade industriell gefertigte Massenware ist häufig nicht richtig durchgeröstet. Außen ist die Bohne in manchem Billigkaffee schon zu dunkel geröstet, während das Innere teilweise noch roh ist. Dieser Missstand äußert sich auch geschmacklich: Der Kaffee schmeckt bitter bis sauer. Für ein gutes Aroma sorgt hingegen eine schonende Röstung bei niedrigen Temperaturen, die sich aber natürlich auch im Preis niederschlägt. Solltest Du dennoch ungenießbaren Billigkaffee erwischen, hast Du jetzt eine nützlichen Lifehack an der Hand, damit Du auch diese Tasse Kaffee richtig genießen kannst.

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