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Do it yourself: Von der Streichholzschachtel zur Lochkamera

Von der Streichholzkamera zur Lochkamera: einfach und genial.
Von der Streichholzkamera zur Lochkamera: einfach und genial. (©Facebook/5-Minute Crafts 2016)

Was benötigst Du, um eine Streichholzschachtel in eine Lochkamera umzuwandeln? Magie, Zauberei – alles nicht nötig. Wer Lust hat, im Zeitalter der Digitalisierung seine Fotos mit einer echten Lochkamera zu schießen, der kann sich jetzt einfach selbst eine basteln.

Alles, was Du dafür brauchst, müsstest Du bereits zu Hause haben: Eine Streichholzschachtel, eine scharfe Klinge, Alufolie, eine Nadel, zwei Analogfilme und schwarzes Isolierband reichen aus. 5-Minute Crafts zeigt in einer Videoanleitung, wie's geht. Wir fassen Dir die einzelnen Schritte noch einmal zusammen.

1. Streichholzschachtel vorbereiten

Mit einer scharfen Klinge schneidest Du zuerst ein quadratisches kleines Loch in die Mitte der äußeren Wand und den Boden der Streichholzschachtel. Logischerweise hast Du vorher die Streichhölzer entfernt. Wichtig dabei ist, dass beide Löcher übereinander liegen.

2. Die Einschubschachtel präparieren

Dann klebst Du auf dem Boden der Einschubschachtel ein kleines quadratisches Stück Alufolie, in das Du mithilfe einer Nadel ein kleines Loch bohrst. Auch hierbei ist etwas zu beachten, denn die Kanten des Lochs sollten möglichst glatt sein. Außerdem gilt: Je kleiner das Loch, desto schärfer werden die Bilder. Dieses sollte sich in dem ausgeschnittenen Quadrat befinden, sonst funktioniert Deine Kamera am Ende nicht und die ganze Mühe war umsonst.

3. Verschluss anbringen

Der Verschluss der Kamera ist eine lichtdichte Abdeckung, die über der Blende angebracht wird. Dafür eignet sich einfach ein Stück Pappe.

4. Die Filme kommen zum Einsatz

Klebe nun erst eine Filmrolle mit Isolierband fest und lege den unbelichteten Film so ein, dass er nicht unter dem Loch hindurch läuft, sondern sich auf der Rückseite in der Schachtel befindet. Jetzt kommt die zweite Rolle zum Einsatz. Diese solltest Du an der anderen Seite festkleben. Nimm den Filmstreifen heraus und schneide den Film ab. Lass jedoch ein Stück Streifen stehen, um den anderen Film festzukleben, der aus der Streichholzschachtel herausgucken sollte.

5. Licht fernhalten!

Am Besten dichtest Du nun die Kamera sorgfältig mit schwarzem Isolierband ab. Dabei solltest Du sauber arbeiten, damit kein Licht in die Kamera fällt, das Deinen Film belichtet und ihn damit unbrauchbar macht.

6. Der große Moment: Schieße das Foto!

Such Dir ein Motiv, halte die Kamera drauf und gib das kleine Loch frei, indem Du die Pappe, also den Verschluss, hochzieht. Ein paar Sekunden genügen, damit das Stückchen Film hinter dem Loch genügend Licht abbekommt. Nach jedem Bild musst Du nun die Spule gegen den Uhrzeigersinn drehen. Ist die Filmrolle voll, können die Fotos entwickelt werden. Na, werden da alte Erinnerungen an das ungeduldige Warten auf die fertigen Bilder wach?

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