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E-Bikes: Vorteile und Nachteile des motorisierten Radelns

Wer ein E-Bike besitzt, dürfte sich nicht über eine Überanstrengung beim Radeln beklagen.
Wer ein E-Bike besitzt, dürfte sich nicht über eine Überanstrengung beim Radeln beklagen. (©microgen/iStock/Thinkstock 2017)

E-Bikes sieht man heutzutage immer häufiger auf den Straßen. Doch was genau sind eigentlich die Vorteile der mit Elektromotor betriebenen Fahrräder? Und gibt es auch Nachteile? Wir geben einen Überblick.

Endlich Fahrrad fahren, ohne sich zu überanstrengen zu müssen! Nach und nach setzen sich auch in Deutschland E-Bikes durch. Allerdings haben die motorisierten Drahtesel nicht nur Vorteile zu bieten. Warum ein Elektrofahrrad für Dich interessant sein könnte und was bei aller Bequemlichkeit gegen E-Bikes spricht, liest Du hier.

Pedelec und Co: Welche E-Bikes gibt es?

Es gibt drei verschiedene Arten von Elektrofahrrädern. Der Begriff E-Bike bezeichnet ein vollelektrisches Zweirad mit einem Motor, bei dem Du selbst nicht mehr in die Pedale treten musst, sondern entspannt per Gasgriff am Lenker Deine Kilometer abreißt. Der Name Pedelec wird oftmals synonym für ein E-Bike verwendet. Das ist allerdings nicht ganz korrekt, denn bei einem Pedelec handelt es sich um ein Zweirad, bei dem du beim Treten lediglich Unterstützung durch einen elektrischen Hilfsmotor bekommst. Die dritte Variante des Elektrofahrrads ist das sogenannte S-Pedelec. Dieses Fahrrad funktioniert genau wie das herkömmliche Pedelec, ist aber stärker motorisiert.

Was sind die Vorteile von Fahrrädern mit Hilfsmotor?

Die Vorteile eines Elektro-Bikes, egal in welcher Form, liegen auf der Hand: Du musst nicht viel Kraft aufwenden und Dich nicht abstrampeln. Längere Wege, Gegenwind, unebenes Gelände und Berge sind damit kein Problem mehr. Die speziellen Zweiräder bieten sich daher vor allem für Fahrradfahrer an, die regelmäßig weite Strecken – etwa bei Tagesausflügen – zurücklegen wollen. Außerdem sind sie gut für ältere Menschen geeignet, die sich beim Ausflug in die Natur etwas schonen wollen. Natürlich kann sich auch der "faule" Gelegenheitsradler ein E-Bike zulegen. Ob sich der Anschaffungspreis dafür rentiert, ist jedoch fraglich.

Weiterhin sind E-Bikes praktische und außerdem ökologische, weil emissionsfreie Alternativen zum Auto. Vor allem in überfüllten Großstädten schonen sie dadurch die Umwelt. Und obwohl Dir die E-Bikes viel von der Arbeit abnehmen: Das Fahren als solches leistet bereits einen Beitrag dazu, Dich fit und gesund zu halten. Außerdem neigst Du bei einem motorisierten Zweirad wahrscheinlich eher dazu, mal eine Runde zu drehen und die frische Luft zu genießen, als mit einem normalen Fahrrad. Im Vergleich zu einem Auto sind außerdem die Anschaffungs- und Betriebskosten wesentlich geringer.

Was sind die Nachteile von elektrisierten Zweirädern?

Stichwort Kosten: Hier liegt einer der größten Nachteile von E-Bikes im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern. Ob Pedelec oder vollelektrischer Drahtesel – für alle Varianten musst Du eine ziemliche Stange Geld aufbringen. Los geht's erst ab rund 500 Euro für recht einfache Modelle, Fahrräder mit stärkerem Hilfsmotor oder vollelektrische Bikes schlagen mit mindestens 1.000 Euro zu Buche. Je nach Qualität gibt es nach oben kaum eine Preisgrenze.

Zudem ist die Reichweite eines E-Bikes je nach Modell und Größe des verbauten Akkus beschränkt und Du musst es regelmäßig aufladen, was mehrere Stunden dauern kann. Die Reichweite hängt dabei nicht nur von der Art des Elektrofahrrads ab, sondern auch von Faktoren wie dem eigenen Körpergewicht und den Gegebenheiten auf der gefahrenen Strecke. Allgemein sind Mittelklasse-Fahrräder in der Lage, mit einer Akkuladung zwischen 40 und 60 Kilometer zurückzulegen. Qualitativ hochwertigere und somit teurere Räder schaffen bis zu 100 Kilometer.

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Dir ein E-Bike zuzulegen, bedenke außerdem, dass die modernen Drahtesel ein höheres Gewicht haben und Du sie vielleicht nicht mal eben die Treppen hinauftragen kannst. Weitere Nachteile: Pedelec und Co. sind wegen der ausgetüftelten Technik anfälliger für Schäden, sie sind pflegeintensiver und die Reparatur ist teurer als bei normalen Fahrrädern

Wichtig: Vorgaben der Straßenverkehrs-Ordnung

Abschließend musst Du dir vor Augen führen, dass nicht jeder ein vollelektrisches E-Bike fahren darf, denn für einige Modelle braucht man einen Führerschein. Rechtlich ist ein Pedelec mit unterstützendem Motor mit einem normalen Fahrrad gleichgesetzt – aber nur, wenn es nicht schneller als 25 Stundenkilometer fährt und der Motor maximal 250 Watt leistet. Alles, was darüber hinausgeht, gilt als Kleinkraftrad, bedarf einer Betriebserlaubnis und ist versicherungs- sowie kennzeichenpflichtig. Heißt: Willst Du ein echtes E-Bike mit ordentlicher Leistung fahren, brauchst Du mindestens einen Mofaführerschein.

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