Ratgeber

EMS-Training für zu Hause: Das können die kleinen EMS-Geräte

Mit Stromstößen sollen die EMS-Geräte von Slendertone und Co. den Muskelaufbau gezielt fördern und so die Silhouette formen.
Mit Stromstößen sollen die EMS-Geräte von Slendertone und Co. den Muskelaufbau gezielt fördern und so die Silhouette formen. (©YouTube/Slendertone 2017)

Muskeln aufbauen durch Stromstöße – das mag zunächst schmerzhaft klingen, ist aber das Grundprinzip der Elektromuskelstimulation, auch EMS-Training genannt. Der elektrisierende Fitness-Trend ist auf dem Vormarsch, EMS-Geräte für zu Hause sind gefragt. Worauf Du jedoch beim Kauf achten solltest, erfährst Du hier.

Während die Muskeln bei normaler körperlicher Aktivität Impulse durch die Nerven bekommen, kommen die Impulse beim EMS-Training durch sogenannten Reizstrom von außen. Die Muskeln ziehen sich durch die leichten Stromstöße zusammen und ahmen so die Reaktion des Körpers auf Bewegung nach. Regelmäßig angewendet kann das EMS-Training so ganze Muskelpartien effektiv aufbauen und sogar schmerzhafte Verspannungen lösen. Netter Nebeneffekt: Der Kalorienverbrauch wird erhöht und das Loswerden lästiger Fettpolster fällt Nutzern oft leichter. Klingt so weit sehr gut, kein Wunder, dass immer mehr Konsumenten EMS-Geräte kaufen wollen, um vom heimischen Sofa aus zu "trainieren". Da gibt es nur einen Haken.

EMS-Geräte sind nichts für Anfänger

Genau genommen gibt es sogar zwei Haken. Der erste: Das EMS-Training allein reicht nicht aus. Zwar lassen EMS-Geräte regelmäßig angewendet die Muskeln wachsen, doch dieses Training fördert durch den Muskelaufbau lediglich die Kraft, nicht die Ausdauer, die ebenfalls wichtig ist, um sich wirklich fit zu halten. Dieses Manko erläutert Sportmediziner Professor Dr. Klaus-Michael Braumann der Apotheken Umschau.

Der zweite Haken: Das EMS-Training sollte von Experten individuell im Hinblick auf die gesundheitlichen Voraussetzungen des Trainierenden zugeschnitten und intensiv betreut werden. Unter Umständen ist das EMS-Training für Dich gar nicht geeignet. Besonders Schwangere oder Personen mit Herzschrittmachern sollten die Finger von der Stromstoß-Therapie lassen. Für Einsteiger gilt deshalb generell: EMS-Geräte für zu Hause sind im Zweifel die falsche Wahl. Ein- bis zweimal wöchentlich für etwa 20-minütige Einheiten ein EMS-Studio aufzusuchen, wäre die bessere Alternative.

EMS-Training in den eigenen vier Wänden

Wer sich trotzdem die Zeit und Kosten für den Gang ins Studio sparen und ein EMS-Gerät kaufen möchte, sollte in jedem Fall zunächst seinen Arzt aufsuchen, um gesundheitliche Probleme auszuschließen. Anschließend heißt es, ausführlich vergleichen, denn einen klaren Testsieger gibt es unter den Geräten für das EMS-Training für zu Hause bislang nicht. Im Vergleich der Online-Kundenbewertungen schneiden jedoch sowohl die EMS-Geräte von SaneoSport und Prorelax gut ab als auch die Geräte von Slendertone, die gezielt für verschiedene Körperregionen wie Bauch, Arme oder Po entwickelt wurden. Die ersten zwei Geräte punkten hingegen mit jeweils vier Pads, die an zwei Kanäle angeschlossen werden, und somit problemlos unterschiedliche Körperpartien trainieren können.

Zusammenfassung

  • Regelmäßiges EMS-Training unterstützt den Muskelaufbau durch leichte elektrische Impulse
  • Von EMS-Geräten für das Heimtraining ist Einsteigern in der Regel abzuraten
  • Eine ärztliche Untersuchung vor dem ersten Training sowie eine Betreuung durch Profis ist empfehlenswert
  • Wer eines der zahlreichen EMS-Geräte für zu Hause kaufen will, sollte ein besonderes Augenmerk auf die jeweiligen Programme und ggf. die Anzahl der Elektroden und Kanäle legen

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben