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Grillen mit Smoker: So gelingt das perfekte BBQ

Im Smoker gart das Grillgut für lange Zeit bei niedrigen Temperaturen – und wird dabei richtig schön zart.
Im Smoker gart das Grillgut für lange Zeit bei niedrigen Temperaturen – und wird dabei richtig schön zart. (©Stefano Carocci/iStock/Thinkstock 2017)

Indirektes Grillen mit dem Smoker wird auch hierzulande immer beliebter. In unserer Anleitung erfährst Du, was Du beim Barbecue-Klassiker aus den USA beachten musst, damit Pulled Pork und Co. ein voller Erfolg werden.

Beim Grillen mit Smoker garen Fleisch,  Fisch und Gemüse nicht kurz über der Glut, sondern oft über mehrere Stunden indirekt, das heißt: im heißen Luftstrom und dem Rauch der Holzkohle. Das hat vor allem für große Fleischstücke Vorteile, denn die garen richtig gut durch, werden außerordentlich zart und bekommen durch das gleichzeitige Räuchern ein leckeres Aroma. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Dir den Weg zum perfekten US-Barbecue!

Schritt 1: Smoker anfeuern

Das Wichtigste beim Grillen ist, klar, das Feuer. Bei vielen Smokern (zum Beispiel bei Modellen der populären Marke Grill'n Smoke) wird es in der sogenannten Feuerbox entzündet und brennt traditionell entweder mit Holz – zumeist Buche oder Fichte – oder Kohle. Wenn Du Holz verwendest, legst Du zunächst ein paar ökologische Grillanzünder auf den Rost und drapierst einige dünne, trockene Holzscheite darüber. Entzünde die Grillanzünder und warte einige Minuten, bis das Feuer etwas heruntergebrannt ist und sich erste Glut bildet. Der Deckel der Feuerbox bleibt dabei zunächst offen. Lege dann einige dickere Holzscheite nach und schließe die Feuerbox. Achte darauf, dass die Lüftungsklappen geöffnet sind, damit das Feuer genug Sauerstoff bekommt.

Holzkohle feuerst Du ebenfalls mit Grillanzündern sowie idealerweise einem Anzündkamin an. Wichtig: Wer den Smoker mit Kohle betreibt, bekommt nicht von allein den typischen Räuchergeschmack, der durch das Verbrennen von Holz entsteht! Dazu müssen kleine Holzchips beim Smoken dazugegeben werden, die Du zuvor etwa zehn Minuten in Wasser einlegst, damit sie genug Rauch entwickeln. Diese Räucherchips bekommst Du in vielen verschiedenen Holzsorten und damit "Geschmacksrichtungen" im gut sortierten Fachhandel.

 Mit einem Anzündkamin heizt Du der Kohle im Smoker schnell ein. fullscreen
Mit einem Anzündkamin heizt Du der Kohle im Smoker schnell ein. (©Pixabay 2017)

Schritt 2: Stabile Temperatur erreichen

Beim Grillen mit dem Smoker ist eine möglichst konstante Temperatur in der Garkammer wichtig. Diese sollte unbedingt erreicht werden, bevor das Grillgut aufgelegt wird und zwischen 110 und 130 Grad Celsius liegen – je nach Art des Grillguts. Um die Temperatur möglichst gleichmäßig zu halten, sollte der Deckel der Garkammer während des Smokens möglichst die ganze Zeit geschlossen bleiben. Mit den Regulierklappen des Grills lässt sich die Temperatur steuern.

Schritt 3: Garkammer füllen

Wenn der Smoker eine konstante Temperatur erreicht hat, können Fleisch, Gemüse und Co. auf den Rost. Überlege dabei im Voraus, wie lang die einzelnen Zutaten im Smoker schmoren sollen – zum Beispiel, indem Du Dich an den Garzeiten orientierst, die in speziellen BBQ-Kochbüchern angegeben sind. Generell gilt: Je größer und dicker ein Fleischstück, desto länger braucht es. Ein großes Stück Roastbeef kann zum Beispiel durchaus zwei bis drei Stunden im Smoker zubringen. Falls Du Dir unsicher bist, kann ein Fleischthermometer helfen, das Du ab und zu ins Grillgut piekst um zu schauen, wie lange es noch braucht.

 Zartes Fleisch aus dem Smoker lässt sich leicht portionsweise zerteilen. fullscreen
Zartes Fleisch aus dem Smoker lässt sich leicht portionsweise zerteilen. (©Jure Gasparic/iStock/Thinkstock 2017)

Schritt 4: Warten

Nicht nur wegen der langen Garzeit ist das Grillen mit dem Smoker eine Methode für Geduldige. Auch nach dem Grillen solltest Du das fertige Grillgut erst einmal etwas ruhen lassen, bevor Du es verzehrst, damit sich die Fleischfasern entspannen. Wickle es am besten in Alufolie und lege es in ein isoliertes Gefäß (etwa eine Kühlbox). Dort bleibt es für etwa 20 Prozent der Zubereitungszeit liegen.

Zusammenfassung:

  1. Zum Vorheizen des Smokers gibst Du Holz oder Holzkohle in die Feuerbox und lässt sie brennen, bis sich Glut bildet. Beim Grillen mit Holzkohle musst Du zusätzlich Rauchchips einlegen, die vorher etwa zehn Minuten gewässert werden
  2. Der Smoker sollte eine stabile Temperatur zwischen 110 und 130 Grad Celsius erreicht haben, bevor Du das Grillgut auf den Rost legst
  3. Lass die Garkammer während des Grillvorgangs möglichst dauerhaft geschlossen. Informiere Dich deshalb unbedingt vorher über die Garzeiten Deines Grillguts, damit Du nur möglichst selten den Garzustand überprüfen musst. Warnung für Hungrige: Mehrere Stunden Garzeit sind durchaus üblich!
  4. Lass das Grillgut nach dem Grillen noch für einige Zeit ruhen, bevor Du es verzehrst
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