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Heiße Luft statt Fett: Das können Heißluftfritteusen

Frittieren fast ohne Fett? Heißluftfritteusen (hier ein Modell von Philips) können genau das!
Frittieren fast ohne Fett? Heißluftfritteusen (hier ein Modell von Philips) können genau das! (©Philips 2017)

Wer auf Pommes und andere frittierte Speisen wegen des hohen Fettgehalts verzichtet, könnte über die Anschaffung einer Heißluftfritteuse nachdenken: Die Geräte versprechen knusprigen Genuss mit wenig Fett. Doch halten sie dieses Versprechen auch?

Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Heißluftfritteusen ersetzen das Fett durch heiße Luft und bereiten so Pommes und andere Gerichte fettarm zu. Dafür sind sie aber auch teurer als herkömmliche Fritteusen und kosten zumeist zwischen 150 und 200 Euro. Lohnt sich das?

Bewiesen: Heißluftfritteusen sparen Fett

Wie das Magazin Test Achats, eine belgische Schwesterzeitschrift von Stiftung Warentest, in einem aktuellen Test herausfand, ist an der fettreduzierenden Wirkung von Heißluftfritteusen tatsächlich etwas dran: Tiefkühlpommes enthielten aus einer Heißluftfritteuse kommend sechs Prozent Fett, während sie in einer herkömmlichen Fritteuse auf 15 Prozent kamen. Pommes aus frischen Kartoffeln hatten nach der Zubereitung mit Heißluft sogar nur drei Prozent Fett gegenüber 8,5 Prozent beim herkömmlichen Frittieren.

Leichte Einbußen beim Geschmack

Allerdings geht die fettarme Zubereitung wohl leicht auf Kosten des Geschmacks: In dem Test stellte das Magazin fest, dass Pommes in Heißluftfritteusen schneller trocken und hart werden. Außerdem dauert das Frittieren etwas länger. Die insgesamt beste der vier getesteten Heißluftfritteusen, ein Gerät des Herstellers Philips, sorgte zudem für einen erhöhten Gehalt des möglicherweise krebserregenden Stoffes Acrylamid in den Pommes. Wer mit einer niedrigeren Temperatur frittiert, kann die Schadstoffmenge laut Stiftung Warentest aber verringern. Wer die leichte Trockenheit der Pommes in Kauf nimmt und beim Frittieren etwas Vorsicht walten lässt, kann mit einer Heißluftfritteuse also durchaus knusprige und vor allem gesündere Pommes zaubern.

Gute Ergebnisse schon mit günstigen Geräten möglich

Zu diesem Schluss kommt auch das ZDF-Verbrauchermagazin "Volle Kanne", das drei Heißluftfritteusen einem Test unterzogen hat und sowohl mit einem günstigen Gerät für 110 Euro als auch mit einem teuren für 325 Euro schmackhafte Erfahrungen machen konnte. Dabei zeigten sich auch noch zwei weitere Vorteile der Heißluft-Alternativen: Zum einen sind sie je nach Modell sehr leise. Zum anderen entfällt der penetrante Fettgeruch beim Frittieren – und wird durch leckeren Pommes-Duft ersetzt.

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