Ratgeber

Joghurtbereiter: Geräte mit und ohne Strom im Vergleich

Selbst gemachter Joghurt aus dem Joghurtbereiter schmeckt lecker und enthält nur, was Du reingesteckt hast.
Selbst gemachter Joghurt aus dem Joghurtbereiter schmeckt lecker und enthält nur, was Du reingesteckt hast. (©Pixabay 2017)

Joghurt selber machen ist nicht schwer. Wer über die Anschaffung eines Joghurtbereiters nachdenkt, steht vor der Wahl: Mit Strom oder ohne Strom? Hier erfährst Du, wie stromlose Geräte arbeiten und welche Vorteile sie bieten.

Joghurt selber herzustellen, ist günstig und hat den Vorteil, dass Du die Inhaltsstoffe ganz genau kennst. Auf Geliermittel, Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und andere Zusätze, die in industriellen Joghurts zu finden sind, kannst Du verzichten. Lediglich Milch, Joghurtkulturen, etwas Zeit und einen Joghurtbereiter benötigst Du, um leckeren Naturjoghurt herzustellen.

So arbeitet ein Joghurtgerät

Damit die Joghurtkulturen aus Milch Joghurt machen, müssen sie in einer warmen Umgebung reifen. Joghurtbereiter liefern diese Wärme meist aus der Steckdose: Sie erhalten eine leicht erwärmte, konstante Temperatur aufrecht, die es der Milch mit den zugesetzten Joghurtbakterien ermöglicht, über mehrere Stunden zu reifen – entweder in einzelnen Joghurtgläsern oder in einem großen Behälter. Dabei verbrauchen sie allerdings dauerhaft Strom, auch wenn die meisten Joghurtgeräte mit einem Verbrauch zwischen zehn und 20 Watt äußerst sparsam sind.

Stromlose Joghurtbereiter heißen nur so...

Es gibt allerdings auch Joghurtbereiter, die vorgeblich ohne Strom auskommen. Stromlose Joghurtgeräte werden zunächst mit kochendem Wasser und dann mit dem Milchgefäß gefüllt, das im Wasser schwimmt. Dann werden sie verschlossen und lassen die Joghurtkulturen arbeiten, die wie in einer Thermoskanne warm gehalten werden. Im Grunde leisten sie also das Gleiche wie herkömmliche Joghurtbereiter, nur ohne ständige Energiezufuhr. Der Begriff "stromlos" ist allerdings leicht irreführend: Schließlich muss das kochende Wasser ja auch zunächst erwärmt werden. Günstiger als ein herkömmliches Joghurtgerät ist die stromlose Variante im Verbrauch meist trotzdem, die Ersparnis hängt aber stark vom Stromverbrauch Deines Wasserkochers ab. Ein größerer Vorteil ist die Ungebundenheit stromloser Geräte: Während Joghurtbereiter mit Stromanschluss stets in der Nähe einer Steckdose stehen müssen, kannst Du eine Thermobox ohne Stromzufuhr auch auf dem Küchenschrank parken und dort arbeiten lassen. So steht sie nicht im Weg herum.

Wann lohnt sich ein stromloser Joghurtbereiter?

Wenn Du viel Joghurt selber machen möchtest, kann sich die Anschaffung eines stromlosen Joghurtbereiters lohnen, da sich die Stromersparnis bei häufigem Gebrauch eher rechnet. Auch wenn Du wenig Platz in der Küche hast, bietet sich ein Gerät ohne Strom an, da es flexibel aufgestellt werden kann. Bedingt durch ihre Funktionsweise haben die Boxen allerdings meist nur einen großen Joghurtbehälter, während Joghurtgeräte mit Stromanschluss oft mehrere kleine Portionen Joghurt in abschließbaren Gläsern produzieren. Das macht es leichter, den Joghurt anschließend im Kühlschrank aufzubewahren.

Zusammenfassung:

  1. Wer Joghurt selber macht, weiß genau, was drin ist und spart gegenüber gekauften Fertigjoghurts auf Dauer Geld
  2. Joghurtbereiter erwärmen die mit Joghurtkulturen versetzte Milch mehrere Stunden lang. Dabei verbrauchen sie Strom – aber in der Regel nicht viel
  3. Stromlose Joghurtbereiter werden mit heißem Wasser befüllt und beziehen daraus die Wärme für den Reifeprozess. Nur der Strom für das Erwärmen des Wassers fällt dabei an. Außerdem müssen sie dadurch nicht unbedingt in Steckdosennähe stehen
  4. Joghurtbereiter ohne Strom haben meist einen großen Joghurtbehälter. Geräte mit Stromanschluss gibt es auch mit Portionsgläsern

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben