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Kaffeemühle kaufen: Darauf kommt es an

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kaffeemühle (©Pavel Volkov/Getty Images/Hemera/Thinkstock 2017)

Heißgetränk-Gourmets sind sich einig: Wer seinen Kaffee wirklich liebt, mahlt ihn selbst! Eine gute Kaffeemühle ist dafür ein Muss. Hier erfährst Du, was Du beim Kauf beachten solltest und ob eine elektrische oder manuelle Mühle besser zu Dir passt.

Kaffee nicht als Pulver, sondern in der ganzen Bohne zu kaufen, hat Vorteile, denn in ungemahlener Form lässt er sich besser lagern und seine leckeren Aromen bleiben länger erhalten. Dafür musst Du den Kaffee vor jedem Aufbrühen aber erst frisch mahlen und benötigst dazu eine Kaffeemühle. Die Geräteauswahl am Markt ist groß – worauf ist also beim Kauf zu achten?

Gleichmäßig und nicht zu heiß: So sollte Deine Mühle die Kaffeebohnen mahlen

Egal, ob Du eine elektrische Kaffeemühle oder eine manuelle für den klassischen Handbetrieb suchst: Immer sind grundsätzlich zwei Aspekte entscheidend für die Qualität des Kaffees. Zum einen sollte die Mühle die Bohnen möglichst gleichmäßig mahlen, denn nur so lassen sich die Aromen beim Aufbrühen auch gleichmäßig extrahieren. Zum anderen darf das Mahlgut in der Mühle nicht zu heiß werden, denn sonst verbrennen wichtige Öle und Geschmacksträger und der Kaffee schmeckt später bitter oder verbrannt.

 Von den Bohnen zum fertigen Getränk kommt der Kaffee nur durch eine Kaffeemühle. fullscreen
Von den Bohnen zum fertigen Getränk kommt der Kaffee nur durch eine Kaffeemühle. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Nicht empfehlenswert: Kaffeemühlen mit Schlagmahlwerk

Unterschiede bei Kaffeemühlen gibt es – neben der Verarbeitungsqualität und dem Antrieb per Strom oder Muskelkraft – vor allem beim Mahlwerk. Hier sind drei Varianten vorherrschend: Schlagmahlwerk, Scheibenmahlwerk und Kegelmahlwerk. Schlagmahlwerke funktionieren im Grunde wie ein Mixer und zertrümmern die Bohnen mit einem schnell drehenden Metallmesser. Das führt allerdings zu unregelmäßig feinem Kaffee und großer Hitze beim Mahlen, weshalb die Geräte laut dem Kaffee-Blog Coffeecircle nicht empfehlenswert sind.

Glaubensfrage: Scheiben- oder Kegelmahlwerk?

Scheibenmahlwerke zermahlen die Bohnen zwischen zwei Mahlscheiben aus Stahl oder Keramik. Diese Mahlwerk-Variante ist vor allem in Espressomühlen weit verbreitet, die besonders feinen Kaffee liefern müssen. Der Mahlgrad lässt sich hier über eine Veränderung des Scheibenabstandes einstellen, sodass Du damit sowohl groben als auch feinen Kaffee mahlen kannst. Bei der dritten Bauart, dem Kegelmahlwerk, wird der Kaffee zwischen einem Kegel in der Mitte des Mahlwerks und der Außenwand zermahlen. Auch hier lässt sich der Mahlgrad meist einstellen. Diese Mahlweise ist besonders hitzearm und damit aromaschonend. Außerdem bleiben in der Regel kaum Rückstände im Kegelmahlwerk zurück. Die qualitativen Unterschiede zum Scheibenmahlwerk sind aber gerade bei günstigeren Modellen eher gering. Manuelle Mühlen, bei denen Du mit einer Drehkurbel selbst aktiv werden musst, haben in der Regel ebenfalls ein Kegelmahlwerk.

 Handmühlen sind kraftaufwendig, dafür aber leise und mobil. fullscreen
Handmühlen sind kraftaufwendig, dafür aber leise und mobil. (©Pixabay 2017)

Elektrisch oder manuell?

Elektrische Kaffeemühlen haben den Vorteil, dass sie auf Knopfdruck die ganze Arbeit verrichten. Dafür sind sie oft relativ laut und benötigen einen Stromanschluss. Mit einer Handmühle kannst Du selbst im Zelt frischen Kaffee mahlen, dafür geht das Mahlen gerade bei großen Mengen schnell in den Arm, denn für mehrere Löffel Kaffee musst Du schon einige Minuten lang kurbeln. Letztlich hängt die Entscheidung also auch davon ab, wie viel Kaffee Du so konsumierst: Für Koffein-Junkies empfiehlt sich eine hochwertige elektrische Mühle, deren Mahlwerk lange durchhält. Gelegenheitsgenießer sind auch mit einer guten Handmühle oder einer günstigeren elektrischen Maschine gut bedient.

Zusammenfassung:

  1. Kaffee bleibt in Bohnenform länger frisch und schmeckt aromatischer, wenn er aus frisch gemahlenen Bohnen aufgebrüht wird. Eine Kaffeemühle ist dafür aber unbedingt nötig
  2. Gute Kaffeemühlen mahlen den Kaffee gleichmäßig fein und mit wenig Hitzeentwicklung. Dadurch werden die Aromen am besten extrahiert. Wird das Mahlwerk beim Mahlen zu heiß, kann der Kaffee verbrennen und bitter werden. Mühlen mit einem Schlagmahlwerk sind aus diesem Grund nicht zu empfehlen
  3. Scheibenmahlwerke und Kegelmahlwerke liefern beide qualitativ gute Ergebnisse, wobei die Verarbeitungsqualität der Kaffeemühle natürlich eine Rolle spielt. Beide Mahlwerke werden in elektrischen Mühlen verbaut. Handmühlen haben in der Regel ein Kegelmahlwerk
  4. Elektrische Mühlen bieten mehr Komfort, sind aber manchmal laut und benötigen Strom. Handmühlen eignen sich auch für unterwegs, sind durch den manuellen Betrieb aber kraftaufwendig – vor allem bei größeren Mengen. Der persönliche Kaffeekonsum spielt deshalb bei der Kaufentscheidung eine wesentliche Rolle

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