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Kondenstrockner oder Ablufttrockner: Wer spart mehr Energie?

Raus aus der Maschine, rein in den Trockner: Hier erfährst Du, wie Du Deine Wäsche möglichst energiesparend trocknest.
Raus aus der Maschine, rein in den Trockner: Hier erfährst Du, wie Du Deine Wäsche möglichst energiesparend trocknest. (©kzenon/iStock/Thinkstock 2017)

Wäschetrockner sind vor allem im Winter äußerst praktisch, gelten aber als Energiefresser. Mit Ablufttrocknern sowie Kondenstrocknern mit und ohne Wärmepumpe gibt es drei Bauweisen, die unterschiedlich effizient arbeiten. Hier erfährst Du, welcher Trockner-Typ am meisten Energie einspart.

Egal, ob Abluft-, Kondens- oder Wärmepumpentrockner: Jedes der Geräte arbeitet mit heißer Luft, die die Feuchtigkeit aus der Wäsche zieht. Große Unterschiede gibt es dagegen im Umgang mit der dabei entstehenden nassen und feuchten Luft.

Ablufttrockner: Klassiker mit mieser Energiebilanz

Die simpelste Technik weist hier der Ablufttrockner auf: Er bläst die feuchte, warme Luft einfach wieder nach draußen. Aus diesem Grund benötigt er einen Mauerdurchbruch, ein offenes Fenster oder einen stillgelegten Schacht, um die Feuchtigkeit abzuleiten. Hier liegt ein großes Problem dieser Bauart, denn auch, wenn Ablufttrockner in der Anschaffung relativ günstig sind, zahlst Du wegen des erhöhten Heizbedarfs durch das offene Fenster oder den Schacht nach draußen am Ende drauf. Stiftung Warentest rät vom Kauf eines Ablufttrockners deshalb ab und unterzieht die Geräte bereits seit zehn Jahren keinem Test mehr.

Kondenstrockner: Günstige Wahl für Selten-Trockner

Beim Kondenstrockner werden Geräte mit und ohne Wärmepumpe unterschieden. Kondenstrockner ohne Wärmepumpe saugen ebenfalls Luft von außen an und erwärmen diese. Die feuchte, warme Luft wird jedoch nicht nach draußen abgeleitet, sondern über einen Kondensator geführt, der das Wasser aus der Luft zieht. Das Wasser sammelt sich in einem integrierten Tank oder läuft über einen Schlauch direkt ins Abwasser. Die trockene Luft wird nach außen geblasen. In der Anschaffung sind sie mittlerweile ähnlich günstig wie Ablufttrockner. Da sie einen zusätzlichen Kondensator antreiben müssen, verbrauchen manche Kondenstrockner allerdings etwas mehr Energie, die sie wegen der besseren Abluftverwertung aber zum Teil wieder einsparen. Achte darauf, ein Gerät mit Energieeffizienzklasse A zu wählen. Wer nur selten trocknet, für den rechnet sich ein Kondenstrockner ohne Wärmepumpe von allen Trocknertypen am ehesten. Allerdings solltest Du ihn in einen Raum stellen, der groß genug ist: Sonst macht die warme Abluft Probleme.

Energie sparen mit Wärmepumpentrockner

Kondenstrockner mit Wärmepumpe, oft auch einfach Wärmepumpentrockner genannt, sind die einzigen echten Energiesparer unter den Trocknern und erreichen zum Teil die sparsamste Energieeffizienzklasse A+++. Die trockene Luft wird hier nicht nach draußen abgeführt, sondern wieder erwärmt und noch einmal verwendet. Der Strom, der bei herkömmlichen Kondenstrocknern gebraucht wird, um wiederholt Luft von außen anzusaugen, wird also gespart. Laut Stiftung Warentest verbraucht ein Wärmepumpentrockner nur etwa ein Viertel bis die Hälfte des Stroms, den ein Kondenstrockner ohne Wärmepumpe benötigt. Da Wärmepumpentrockner jedoch einen höheren Anschaffungspreis aufweisen, lohnt sich die Stromersparnis erst bei häufiger Nutzung. Außerdem sind sie etwas lauter als andere Trocknermodelle und deshalb für kleine Wohnungen eher weniger geeignet.

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