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Mähroboter kaufen: So findest Du das richtige Modell

Mähroboter können eine praktische Gartenhilfe sein, doch vor dem Kauf gibt es ein paar Dinge zu beachten.
Mähroboter können eine praktische Gartenhilfe sein, doch vor dem Kauf gibt es ein paar Dinge zu beachten. (©RonyZmiri/Thinkstock 2017)

Mähroboter werden für Gartenfreunde zu einem immer größeren Thema. Denkst auch Du darüber nach, Deinen altgedienten Rasenmäher zu ersetzen? Immerhin halten die kleinen Gartenhelfer Deinen Rasen ganz alleine in Schuss. Auf was Du vorab achten solltest, wenn Du Dir einen Mähroboter kaufen möchtest, erfährst Du hier.

Kaum wird das Wetter wieder schöner, richten viele ihr Augenmerk verstärkt auf die Rasenpflege. Mähroboter helfen hierbei auf besonders bequeme Art – allerdings eignet sich nicht jedes Gerät für jeden Garten.

Mähroboter kaufen: Gartengröße und Beschaffenheit des Geländes beachten

Ein besonders wichtiges Kriterium, wenn Du einen Mähroboter kaufen möchtest, ist die Größe Deines Gartens. Natürlich kannst Du dabei auch für kleine Flächen und Gärten einen Mähroboter einsetzen, denn die Zeitersparnis, die der smarte Gartenroboter Dir beschert, macht eine Anschaffung auch bei Flächen unter 500 Quadratmetern durchaus lohnenswert. Weiteres Plus: Weil Mähroboter für kleine Flächen mit einem weniger leistungsstarken Akku auskommen, sind sie in der Regel auch deutlich günstiger als ihre großen Brüder. Schmale Stellen und leichte Winkel kannst Du durch geschicktes Verlegen des Begrenzungsdrahtes zudem relativ problemlos für Deinen Mähroboter gangbar machen. Sehr verwinkelte Stellen müssen aber in der Regel noch per Hand nachbearbeitet werden, denn hier scheitern die allermeisten Geräte.

Ein guter Mähroboter für kleine Flächen, die über keine allzu verwinkelte Aufteilung oder Steigungen von mehr als 20 Prozent verfügen, ist beispielsweise der Gardena R40Li. Dieser eignet sich laut Hersteller für Gärten bis 400 Quadratmeter Fläche. Ist Dein Garten etwas "anspruchsvoller" oder verfügt über Stellen mit bis zu 25 Prozent Steigung, ist der Automower 305 von Husqvarna eine gute Option für Dich. Ist Dein Garten größer als 500 Quadratmeter, greifst Du besser zu einem Mähroboter mit kräftigerem Akku, wie etwa dem Gardena R70Li, oder dem Gardena SILENO+, der sogar Flächen bis 1300 Quadratmeter meistert.

Was tun bei verwinkelten Gärten?

Auch wie verwinkelt das Gelände in Deinem Garten ist, gilt es bei der Auswahl Deines zukünftigen Mähroboters zu beachten. So benötigen einige Geräte zwischen einem und drei Metern Platz zum Rangieren vor der Ladestation – und das kann in sehr verwinkelten Gärten bereits zum Problem werden. Der Grund: Der Mähroboter fährt bei Bedarf selbsttätig zur Ladestation, um seinen Akku wieder aufzuladen. Um punktgenau andocken zu können, muss der smarte Gartenhelfer allerdings in der Regel mehrmals vor- und zurückrollen, wenden oder sich anderweitig ausrichten. Außerdem kann Dein Mähroboter an verwinkelten Stellen stecken bleiben, sodass Du ihn im Zweifelsfall "befreien" musst, bevor er seine Arbeit fortsetzen kann.

Zumindest teilweise lösen kannst Du dieses Problem, indem Du zu einem Mähroboter mit mehreren Startpunkten greifst. Modelle wie der Honda HRM Miimo 310 und der Honda HRM Miimo 520 können mit drei beziehungsweise fünf dynamischen Startpunkten arbeiten und so auch verwinkelte Gärten relativ gut und problemfrei bearbeiten.

Mähroboter-Tests: Sicherheit ist das oberste Gebot

Da Mähroboter ihre Arbeit in der Regel unbeaufsichtigt im Garten verrichten, ist es besonders wichtig, dass sie über zuverlässige Sicherheitsmechanismen verfügen. Denn so unscheinbar die fleißigen Gartenhelfer auch wirken mögen, ihre Messer sind genauso scharf wie bei einem herkömmlichen Rasenmäher und nicht minder gefährlich. Die meisten Mähroboter-Tests listen daher gleich mehrere Eigenschaften auf, die unbedingt erfüllt werden sollten, damit ein Gerät als sicher gelten kann.

Dazu gehört, dass die Klingen sofort zum Stillstand kommen, sobald der Roboter angehoben oder gekippt wird. Spätestens ab einem Winkel von 25 Grad muss augenblicklich Stopp sein. Um die regelmäßig notwendige Reinigung des Schneidwerks für Dich ungefährlich zu gestalten, ist es außerdem wichtig, dass die Geräte über einen Knopf oder eine Sicherung verfügen, mit denen der Mäher zuverlässig ausgeschaltet werden kann, da sind sich die verschiedenen Tests einig. Auch den Abstand der Klingen zum äußeren Gehäuserand solltest Du im Blick haben, wenn Du einen Mähroboter kaufen möchtest. Dieser verhindert, dass Füße, Beine oder auch andere "Hindernisse" versehentlich unters sprichwörtliche Messer kommen.

Einfache Inbetriebnahme und Reinigung Deines Rasenroboters

Neben den Sicherheitsformalia, die ein Mähroboter erfüllen sollte, ist aber auch die Inbetriebnahme ein Punkt, den es vorab zu checken gilt. Folgende Fragen sind wichtig: Wie aufwendig ist es, die Basisstation zu installieren und den Begrenzungsdraht zu verlegen? Wie sieht es mit der richtigen Programmierung aus? Immerhin sollte Dein zukünftiger Gartenroboter möglichst einfach zu bedienen sein, gerne auch per App.

Damit Du Deinen Mähroboter nicht allzu oft reinigen musst und das Gerät möglichst lange ein sauberes Schnittbild liefert, ist es außerdem sinnvoll, darauf zu achten, wie leicht der Mäher verstopfen kann. Auch allzu laut sollte Dein Mähroboter nicht sein, schließlich wird er vermutlich über mehrere Stunden seine Runden in Deinem Garten ziehen, bis der Rasen sauber gestutzt ist. Um Ärger mit den Nachbarn schon vorab zu vermeiden, ist daher auch die voraussichtliche Schallemission ein Punkt, den es vor dem Kauf eines Mähroboters abzuhaken gilt.

Interessante Alternative: Mähroboter ohne Begrenzungsdraht

Im Bereich der Mähroboter sind Geräte ohne Begrenzungsdraht eine spannende Ausprägung. Smarte Gartenhelfer wie der Ambrogio L60B aus Italien erkennen mithilfe eines Sensors, ob vor ihnen Rasenfläche liegt oder nicht, und benötigen daher kein Führungskabel. Das ist einerseits sehr praktisch, denn es erspart Dir die Vorarbeit, den Begrenzungsdraht im Garten zu verlegen. Nachteil dieser Geräte: Der Sensor unterscheidet in der Regel nicht zwischen Rasen und Blumen oder Kräutern. Ist Dein Blumen- oder Kräuterbeet also nicht durch Begrenzungssteine oder Ähnliches vom Rasen abgetrennt, würde ein Mähroboter ohne Begrenzungsdraht auch diesen Teil des Gartens anfahren.

Zusammenfassung

  • Nicht jeder Mähroboter eignet sich für jeden Garten
  • Mähroboter für kleine Flächen kommen mit einem schwächeren Akku aus und sind deshalb günstiger in der Anschaffung
  • Mähroboter mit mehreren dynamischen Startpunkten eignen sich auch für verwinkelte Gärten
  • Wichtiges Thema Sicherheit:
    • Die Klingen müssen sofort zum Stillstand kommen, wenn der Mähroboter angehoben oder gekippt wird
    • Um auch die Reinigung so sicher wie möglich zu machen, sollte jedes Gerät über einen Knopf oder eine Sicherung verfügen, mit denen der Mäher zuverlässig ausgeschaltet werden kann
    • Wenn Du einen Mähroboter kaufen möchtest, achte auch auf den Abstand der Klingen zum Gehäuserand
  • Mähroboter dürfen nicht zu laut sein, da sie mehrere Stunden am Stück im Einsatz sind
  • Informiere Dich vorab darüber, wie aufwendig die Inbetriebnahme des Mähroboters ist (Programmierung, Installation von Basisstation und Begrenzungsdraht)
  • Mähroboter ohne Begrenzungsdraht erkennen via Sensor, ob vor ihnen Rasen liegt, machen aber keinen Unterschied zwischen Gras, Blumen und Kräutern

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