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Mahlgrad bestimmen: So wird der Kaffee zum Genuss

Mahlgrad Kaffee
Mahlgrad Kaffee (©ThinkstockPhotos/momnoi 2017)

Der Weg zum perfekten Kaffee beginnt bereits vor der Zubereitung mit dem Mahlgrad. Warum dieser für den echten Kaffeejunkie von großer Bedeutung ist und wie Du den passenden Mahlgrad für Dich findest, liest Du hier.

Was ist der Mahlgrad?

Der Mahlgrad bezeichnet bei Kaffeebohnen die Feinheit des Pulvers, das beim Mahlen der Bohnen entsteht. In der Regel wird der Mahlgrad grob  in drei Stufen unterschieden:

  • Fein (hoher Mahlgrad), z.B. für Esspressi
  • Mittel, z.B. für Filterkaffee
  • Grob (niedriger Mahlgrad), z.B. für die French Press

Mahlgrad und Brühzeit abstimmen

Je feiner der Mahlgrad, desto kürzer muss auch die Brühzeit sein. Denn fein gemahlener Kaffee bietet mehr Oberfläche, aus der das heiße Wasser bei gleicher Zubereitungszeit mehr Inhaltsstoffe lösen kann als aus grob gemahlenem Kaffee. Je mehr Aromen aus dem Pulver gewonnen werden (Extraktion), desto kräftiger und bitterer schmeckt dann der Kaffee.

So sollte ein fein gemahlenes Kaffeepulver im Siebträger der Espressomaschine nur rund 25 bis 30 Sekunden ziehen. Ein mittelstark gemahlener Kaffeeschrot im Handfilter zieht hingegen knapp drei Minuten. Grober, krümeliger Kaffee braucht in der French Press bzw. Pressstempelkanne oder in der Karlsbader Kanne etwa vier Minuten.

Der Mahlgrad beim Vollautomaten hängt wiederum vom Gerätetyp ab. Ein Blick in die Gebrauchsanweisung kann Dir oft helfen. Im Zweifel wählst Du einen mittleren Mahlgrad und eine Brühzeit von rund vier Minuten.

Weitere Tipps rund um die Kaffeebohne

Für die Qualität des Endergebnisses spielen neben dem richtigen Mahlgrad für den Kaffee allerdings auch andere Faktoren eine Rolle. Mahle die Bohnen beispielsweise immer erst direkt vor der Zubereitung. Wer auf Vorrat mahlt, bringt sich selbst um den optimalen Genuss. Der Grund: Beim Mahlen werden die in den Kaffeebohnen enthaltenen aromatischen Öle freigesetzt, diese gehen aber bereits nach kurzer Zeit verloren.

Achte zudem schon beim Kauf auf das Röstdatum der Bohnen. Denn Kaffee ist oft lange haltbar (Mindesthaltbarkeitsdatum), verliert aber mit der Zeit seine Aromen. Deshalb sollte das bei hochwertigem Kaffee oft angegebene Röstdatum höchstens drei Monate zurückliegen, damit der Kaffee seinen vollen Geschmack entfaltet. Um die Frische möglichst lange zu erhalten, solltest Du Deine Kaffeebohnen außerdem immer dunkel, kühl und luftdicht lagern.

Zusammenfassung

  • Der Mahlgrad gibt an, wie fein das Kaffeepulver ist.
  • Mahlgrad, Zubereitungsform und Brühzeit sollten aufeinander abgestimmt sein – Faustregel: Je feiner der Mahlgrad, desto kürzer die Brühzeit
    • Feines Kaffeemehl > 25 – 30 Sekunden > Espresso
    • Mittelstark gemahlenes Kaffeepulver > 3 Minuten > Filterkaffee
    • Kaffee grob gemahlen > 4 Minuten > French Press
  • Mahle den Kaffee immer direkt vor der Zubereitung
  • Das Röstdatum sollte nicht länger als drei Monate zurückliegen

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