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Retter mit Ventil: So funktioniert ein AquaStop

AquaStop-Systeme sind unscheinbar, können Dir aber viel Ärger ersparen.
AquaStop-Systeme sind unscheinbar, können Dir aber viel Ärger ersparen. (©yunava1/Getty Images/iStockphoto/Thinkstock 2017)

Er kommt ganz unauffällig daher: Der AquaStop ist meist als kleiner Kasten am Wasserschlauch einer Waschmaschine oder eines Geschirrspülers zu erkennen. Seine Bedeutung ist aber nicht zu unterschätzen, denn die Technik hat schon zahlreiche Überschwemmungen verhindert.

Ein AquaStop ist ein Absperrventil, das in die Schlauchkupplung – also ins Endstück des Schlauchs – integriert wird und dann direkt unter dem Wasserhahn sitzt. Sollte ein Schlauch platzen, sorgt der AquaStop dafür, dass kein weiteres Wasser austritt und verhindert so einen teuren Wasserschaden. Bei vielen Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen sind solche oder ähnliche Sicherheitsmechanismen serienmäßig verbaut. Wer ein Gerät ohne Wasserstop besitzt, kann ihn mit geringem Aufwand günstig nachrüsten.

Funktionsweise des mechanischen AquaStops

Es gibt verschiedene Varianten von Wasserstops. Grundsätzlich wird zwischen mechanischen und elektronischen Modellen unterschieden. Beim mechanischen AquaStop wird während des regulären Gebrauchs Druck aufgebaut. Platzt der Schlauch, verzeichnet eine Feder den abrupt sinkenden Druck und schließt das System. Diese Schlauchplatzsicherung erkennt jedoch meist keine kleineren Schäden, sondern nur einen komplett gerissenen Schlauch. Andere Sperrventile funktionieren über ein Zählwerk, das die Wassermenge erfasst. Wird die übliche Menge überschritten, stoppt es den Wasserfluss. Dieser Normalwert lässt sich individuell einstellen.

Sicherheitsnetz für die Waschmaschine: AquaStop mit Doppelmantelschlauch

Besonders sicher funktionieren Doppelmantelschlauchsysteme, da der AquaStop hier schon kleine Risse im Schlauch bemerkt und das Ventil schließt. Statt nur eines Schlauchs verlaufen hier zwei Schläuche ineinander. Im inneren Schlauch fließt dabei das Wasser, während der äußere Schlauch mit einem Quellmittel gefüllt ist. Reißt der innere Schlauch, gelangt Wasser ins Quellmittel, das sich daraufhin plötzlich ausdehnt und so die Verriegelung aktiviert. Häufig arbeitet diese Art des AquaStops mit einem Magnetventil, das bei Bedarf die Wasserzufuhr verschließt.

AquaStop-Deluxe: In modernen Maschinen oft fest verbaut

Moderne Waschmaschinen oder Spülmaschinen verfügen häufig über einen elektronischen Wasserstop. Diese sogenannten Watercontrol-Systeme überwachen mithilfe von Sensoren den Wasserzulauf und stoppen im nassen Notfall die Wasserzufuhr. Zudem besitzen Waschmaschine oder Geschirrspüler meist eine Bodenwanne, in der sich Wasser, das aus undichten Stellen stammt, ansammeln kann. Ein Schwimmerschalter kontrolliert den Wasserstand: Steigt das Wasser zu hoch an, wird das Zulaufventil elektrisch verschlossen und der Wasserstrom gestoppt.

Beim sogenannten Waterproof-System wird der Sicherheitsmechanismus durch einen Doppelschlauch sowie ein Doppelmagnetventil ergänzt. Letzteres stellt sicher, dass die Wasserzufuhr auch dann fest geschlossen wird, wenn ein Ventil defekt ist. Einige Geräte verfügen sogar über Sensoren, die die Feuchtigkeit am Boden messen und Alarm schlagen, sobald irgendwo Wasser austritt. Die Maschine wird dann häufig sofort abgeschaltet. Über den Reset-Knopf oder den normalen An- und Ausschalter setzt Du das Gerät bei einem Fehlalarm wieder in Gang.

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