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Rotlichtlampe: Das bringt die Therapie bei richtiger Anwendung

Die Rotlichtlampe kommt gerne bei Erkältungen zum Einsatz, doch das wärmende Licht kann noch mehr.
Die Rotlichtlampe kommt gerne bei Erkältungen zum Einsatz, doch das wärmende Licht kann noch mehr. (©ThinkstockPhotos/fotojog 2017)

Totaler Humbug oder bewährtes Hausmittel? An der Rotlichtlampe, auch Infrarotlampe genannt, scheiden sich die Geister. Bei richtiger Anwendung können die warmen Strahlen aber durchaus Wirkung zeigen. Bei welchen Beschwerden das Rotlicht wirklich hilft und wie das Ganze funktioniert, erfährst Du hier.

Für das menschliche Auge sind die Strahlen der Rotlichtlampe nicht sichtbar, spürbar sind sie hingegen schon, denn das Rotlicht erzeugt Wärme. Genau diese ist es, die den heilenden Effekt der Lampe ausmacht. Die Infrarot-Strahlung (IR-Strahlung) dringt einige Millimeter tief in die von der Lampe angestrahlte Hautpartie ein. Dabei erweitern sich die Gefäße, was wiederum dazu führt, dass die Haut an dieser Stelle besser durchblutet wird. Die Folge: Verspannungen lösen sich und Stoffe, die durch Entzündungen entstehen, können vom Körper besser abtransportiert werden. Eine Wunderheilung darfst Du demnach nicht erwarten, eine gewisse Schmerzlinderung kann das Rotlicht laut Bundesamt für Strahlenschutz jedoch erzielen.

Bei diesen Beschwerden zeigt die Rotlichtlampe Wirkung

Entgegen der weitverbreiteten Meinung kann die Rotlichtlampe bei mehr Beschwerden Abhilfe schaffen als nur bei der gewöhnlichen Erkältung. Klar, besonders bei Schnupfen kommt diese Therapie gerne zum Einsatz, kann das Rotlicht doch die Nase befreien und die Schleimhäute abschwellen lassen. Doch auch bei Muskelschmerzen, steifen Gelenken, Akne, Hals- oder Kopfschmerzen, Rheuma sowie einem Gerstenkorn am Auge soll das wärmende Licht Besserung bringen. Damit die Therapie per Rotlichtlampe allerdings wirken kann, muss bereits beim Kauf der Lampe auf einige Kriterien geachtet werden.

 Auch bei Rücken- und Gelenkschmerzen verspricht das rote Licht Linderung. fullscreen
Auch bei Rücken- und Gelenkschmerzen verspricht das rote Licht Linderung. (©ThinkstockPhotos/terra24 2017)

Die richtige Rotlichtlampe kaufen

Wichtig ist zunächst die Wellenlänge der Strahlen. Lediglich Rotlichtlampen mit IR A-Strahlung (große Wellenlänge) sind empfehlenswert, da die Strahlen weit genug in die Haut eindringen und dabei nur eine geringe Reizung auslösen. IR B- und IR C-Strahlen dringen nicht weit genug ein, reizen die Haut aber umso mehr, die Hitze wird schnell als schmerzhaft empfunden. Das zweite Kriterium für den Kauf: Wie viel Watt hat die Rotlichtlampe? Für die effektive Anwendung an einzelnen Körperpartien reicht laut dem Magazin Medizin Aspekte in der Regel eine Wattzahl im niedrigen dreistelligen Bereich.

Achte auf eine sichere Anwendung

Ebenso wichtig wie die richtige Lampe ist für eine wirksame Infrarot-Therapie die korrekte Anwendung. Dabei gilt es zunächst zu wissen, wer besser die Finger vom wärmenden Licht lässt. Dazu gehören unter anderem Personen mit Herz-Kreislaufproblemen, akuten Entzündungen, einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Nebennierenschwäche. In jedem Fall ist es sinnvoll, wenn Du vor der ersten Nutzung Rücksprache mit Deinem Hausarzt hältst, um mögliche Schwierigkeiten von vornherein auszuschließen. Sind diese Risiken ausgeschlossen, kann die Rotlichtlampe angewendet werden.

Setze Dich den Strahlen jedoch nicht zu lange aus. Kurze Sitzungen à 15 Minuten (maximal) unter der Rotlichtlampe sind vollkommen ausreichend, befindet das Portal Praxis Vita. Bis zu dreimal am Tag könne die Lampe dann zum Einsatz kommen. Damit es nicht zu Verbrennungen der Haut kommt, solltest Du zudem mindestens 50 Zentimeter Abstand zum Strahler halten – ein Blick in die Anleitung ergibt meist noch eine genauere Angabe des jeweiligen Herstellers für sein Produkt. Auch anfassen solltest Du die Lampe während und direkt nach der Nutzung nicht, da sich diese stark erhitzt. Um die Netzhaut vor Verletzungen zu schützen, ist außerdem die Anschaffung einer Schutzbrille – ähnlich der aus Solarien – ratsam.

Zusammenfassung

  • Rotlicht kann Schmerzen durch Verspannungen in den Muskeln und schmerzhafte Entzündungen lindern
  • Die Rotlichtlampe kann keine Wunder vollbringen und sollte nur in Absprache mit dem Hausarzt zum Einsatz kommen
  • Beim Kauf sollte auf die Wellenlänge der Strahlung sowie die Leistung geachtet werden
  • Die Therapie unter der Lampe sollte je Sitzung zeitlich kurz, dafür aber regelmäßig abgehalten werden, um eine Schmerzlinderung zu erreichen

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