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Schnellkochtopf kaufen: Das solltest Du über Drucktöpfe wissen

Ein Schnellkochtopf beschleunigt die Zubereitung enorm.
Ein Schnellkochtopf beschleunigt die Zubereitung enorm. (©baloon111/Thinkstock 2017)

Du wünschst Dir eine Methode, ganze Mahlzeiten schonend und doch schnell und energiesparend zuzubereiten und spielst daher mit dem Gedanken, Dir einen Schnellkochtopf zu kaufen? Was Du vorab alles über die praktischen Dampfdrucktöpfe wissen solltest, erfährst Du hier.

Das passiert im Schnellkochtopf

Essen in einem Schnellkochtopf zuzubereiten, ist kein Hexenwerk. Grundsätzlich lässt sich der Prozess auf wenige Schritte herunterbrechen. Natürlich bereitest Du alle Zutaten zunächst vor. Dann dürfen Fleisch, Gemüse und Co. zusammen mit einer meist im Rezept oder der Gebrauchsanweisung Deines Dampfdrucktopfs angegebenen Mindestmenge Flüssigkeit in den Topf. Anders als bei herkömmlichen Töpfen wird der Schnellkocher nun mit einem Deckel luftdicht verschlossen. Während des Erhitzens baut sich Druck auf – daher der Name – und der Siedepunkt der Flüssigkeit wird heraufgesetzt. Durch die höhere Gartemperatur kann die Zeitspanne bis zum Genuss Deines fertig zubereiteten Gerichts um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Aber Achtung: Der Druck, der sich im Schnellkochtopf während des Garens aufgebaut hat, muss zuerst durch Erkalten oder über das im Deckel integrierte Ventil entweichen, bevor Du den Topf sicher öffnen kannst!

Schnellkochtopf kaufen: Diese Varianten gibt es

Generell gibt es zwei verschiedene Typen von Schnellkochtöpfen. Da wäre zum einen der elektrische Dampfdrucktopf und zum anderen der Herdplatten-Druckkochtopf. Während Ersterer unabhängig von Deinem Herd alleine mit Strom funktioniert, musst Du Letzteren tatsächlich auf eine heiße Herdplatte stellen, damit der Topf seine Arbeit verrichten kann. Beide Versionen haben ihre Vor- und Nachteile.

So kannst Du einen elektrischen Schnellkochtopf quasi vollkommen sich selbst überlassen. Über das integrierte Kontrollpanel kannst Du neben einer Wunsch-Startzeit noch diverse andere Einstellungen auswählen, wie etwa die gewünschte Gartemperatur und sogar Warmhaltefunktionen. Der Kocher kontrolliert Hitze, Druck und alle anderen Einstellungen danach selbsttätig.

Ein herkömmlicher Dampfdrucktopf für die Herdplatte bedarf dagegen manueller Überwachung. Hitze und Druck müssen von Dir während des Kochens immer wieder kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden. Dafür können diese Töpfe heißer werden und mehr Druck aufbauen als ihre automatischen Brüder, was nicht nur die Garzeit verkürzt, sondern auch für intensivere Geschmacksnoten sorgt. Es gilt also abzuwägen, welche Vorteile Dir persönlich wichtiger sind, wenn Du einen der beiden Dampfdrucktöpfe kaufen möchtest.

Warum einen Schnellkochtopf kaufen?

Neben der Schnelligkeit des Kochprozesses gibt es aber noch diverse andere Gründe, die dafür sprechen, einen Schnellkochtopf zu kaufen. So bleiben beispielsweise Vitamine und Mineralstoffe der Zutaten bei der Zubereitung im Druckkochtopf weitestgehend erhalten (rund 90 Prozent Vitamin C und B1 und 96 bis 100 Prozent der Mineralstoffe). Außerdem benötigst Du deutlich weniger Energie, weil Dein Schnellkochtopf diese viel effizienter ausnutzt. Und: Du kannst tatsächlich quasi jedes Gericht in Deinem Dampfdrucktopf zubereiten. Von echter Hühnerbrühe und cremigen Suppen über Schmorbraten, Risotto und Haferbrei bis hin zu luftigem Käsekuchen.

Wie groß die Portion ist, die Du in Deinem Druckkochtopf zubereiten kannst, hängt dabei zum einen von der Größe Deines Topfes ab, zum anderen aber auch davon, welche Zutaten Du verwendest. Generell gilt, dass der Topf zu Zweidritteln oder weniger befüllt werden kann. Bohnen, Reis und Getreide sind allerdings ein Sonderfall, weil diese sehr viel stärkehaltigen Schaum produzieren. Hier solltest Du daher noch mal weniger einfüllen, um Deinen Schnellkochtopf sicher nutzen zu können. Hinweise auf die maximale Einfüllmenge geben aber meist auch die zugehörigen Rezepte und Anleitungen.

Zusammenfassung

  • Schnellkochtöpfe erzeugen in ihrem Inneren einen Überdruck, der dafür sorgt, dass die beinhalteten Zutaten schneller gegart werden
  • Die Garzeit wird um bis zu 70 Prozent reduziert
  • Strom-Schnellkochtöpfe arbeiten völlig selbsttätig und kommen mit verschiedenen Zusatzfunktionen wie einstellbarer Startzeit und Warmhaltestufe daher
  • Herdplatten-Schnellkochtöpfe müssen während des Kochens überwacht und die Hitze gegebenenfalls manuell angepasst werden, dafür können sie noch schneller garen
  • Der Deckel darf erst geöffnet werden, wenn der Topf abgekühlt ist oder der Druck manuell abgelassen wurde
  • Die Zubereitung im Schnellkochtopf erhält die meisten Vitamine und Mineralstoffe der Zutaten und spart Energie

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