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Smarter Garten: Das können Mähroboter & Bewässerungssysteme

Smarte Bewässerungssysteme (hier vom Hersteller GreenIQ) kümmern sich fast selbstständig um Deinen Garten.
Smarte Bewässerungssysteme (hier vom Hersteller GreenIQ) kümmern sich fast selbstständig um Deinen Garten. (©Facebook/GreenIQ 2017)

Die lästige Gartenpflege komplett in die Hände von Maschinen legen? Ein Traum, den Mähroboter und automatische Bewässerungssysteme im Garten wahr machen sollen! Hier erfährst Du, was die smarten Helfer leisten können und welche Varianten es gibt.

Rasenmähen und das Bewässern der heimischen Grünflächen haben für viele Gartenfreunde nicht gerade das Zeug zur entspannten Lieblingstätigkeit. "Smart Gardening" lautet daher das Stichwort, unter dem vernetzte Gartengeräte einen Teil der zeitraubenden Pflichten übernehmen: Mähroboter stutzen den Rasen ganz von allein und Bewässerungscomputer wissen über die flüssigen Bedürfnisse Deines Gartens Bescheid.

Mähroboter: Zeitsparer auf dem Rasen

Elektrisch betriebene Mähroboter erfreuen sich bereits seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit bei Rasenmäh-Muffeln. Entsprechend gibt es die Geräte in unterschiedlichen Preisklassen von zahlreichen Herstellern, wobei die Preisuntergrenze bei etwa 800 Euro liegt. Den meisten Robotern ist gemein, dass ihnen vor dem ersten Einsatz zuerst ihre Grenzen aufgezeigt werden müssen – in Form eines Drahts, der um die Rasenfläche herum verlegt wird. Stößt die Maschine beim Herumkurven an diesen Draht, dreht sie um und bleibt so immer in ihrem Zuständigkeitsbereich.

Mähroboter haben zudem meist eine Ladestation, zu der sie selbstständig zurückfinden, indem sie bei niedrigem Akkustand am Draht entlangfahren. Größere Hindernisse erkennen die Geräte über Sensoren häufig automatisch, um kleinere No-Go-Areas muss das Begrenzungskabel herum verlegt werden. Die meisten Mähroboter mähen den Rasen in mehreren Mähgängen und in einer Art "kontrolliertem Chaos": Sie fahren einfach los, biegen an der Begrenzung ab und decken so nach und nach die gesamte Fläche ab. Durch diese Arbeitsweise wird der Rasen nur bei täglichem Einsatz wirklich regelmäßig geschnitten. Für besonders verwinkelte Gärten gibt es auch Mähroboter mit GPS, die durch Positionsbestimmung effektiver zu Werke gehen.

Mähroboter ohne Draht: Nicht für jeden Garten geeignet

Wem die Abgrenzung des Gartens per Draht zu aufwändig ist, für den gibt es auch Modelle, die ohne Draht funktionieren. Sie erkennen Rasenflächen über spezielle Sensoren. Diese drahtlosen Mähroboter eignen sich aber eher für kleine Gärten, die klar umgrenzt sind – wo Nachbars Wiese anfängt, teilen ihre Gras-Sensoren etwa nicht zuverlässig mit.

So gut wie allen Mährobotern ist ansonsten gemein, dass sie theoretisch weitgehend sich selbst überlassen werden können. Natürlich solltest Du trotzdem immer mal wieder einen Blick aus dem Fenster werfen und prüfen, ob sich der Roboter zum Beispiel festgefahren hat. Außerdem muss hin und wieder das Mähwerk gereinigt werden, worüber aktuelle Mähroboter per Smartphone-App informieren. Und übrigens: Auch wenn Mähroboter-Hersteller gern den autonom perfekt gemähten Rasen versprechen, muss insbesondere an Kanten oft doch noch nachgearbeitet werden, da die Geräte schmale Ecken nicht gut erreichen.

Smarte Bewässerungssysteme gießen nach Bedarf

Bewässerungscomputer nehmen ihren Besitzern nicht nur unangenehme Arbeit ab, sondern arbeiten dank ihrer Sensortechnik oft auch genauer. In der Regel bestehen solche automatischen Systeme aus einer zentralen Steuereinheit, Messsensoren sowie Rasensprengern, die im Garten verteilt werden. Die im Boden steckenden Sensoren messen die Feuchtigkeit und geben die Werte an den Bewässerungscomputer weiter. Der öffnet bei Bedarf die Ventile und gießt den Garten.

Manche Bewässerungssysteme messen noch weitere Faktoren wie Sonneneinstrahlung und Regenhäufigkeit und können so bedarfsgerecht gießen oder erlauben die Einrichtung verschiedener Gießprofile für unterschiedliche Bereiche des Gartens. Oft können sie per Smartphone-App programmiert und gesteuert werden. Wer über den Kauf eines Bewässerungssystems nachdenkt, sollte beachten: Je größer der Garten und je vielfältiger die Bepflanzung, desto umfangreicher und teurer fällt eine komplett automatisierte Bewässerung aus.

Komplettsysteme sprechen sich ab

Während Mähroboter und Bewässerungssysteme in der Regel separat gekauft und installiert werden müssen, gibt es auch Komplettsysteme, die beides kombinieren. Ein Beispiel ist das "Smart System" des Herstellers Gardena. Der Vorteil des ganzheitlichen Gartenpflege-Ansatzes: Eine gemeinsame Zentralsteuerung behält den Überblick über die Gartenpflege und alle Informationen sind gebündelt abrufbar. Außerdem können sich die einzelnen Komponenten sozusagen absprechen: Der Mähroboter fährt erst dann los, wenn das Bewässerungssystem mit dem Gießen fertig ist.

Zusammenfassung

  • Mähroboter können sich beinahe autonom um die Rasenpflege kümmern. Allerdings muss der Garten für die meisten Modelle zunächst mit einem Begrenzungsdraht präpariert werden
  • Automatische Bewässerungssysteme messen die Bodenfeuchtigkeit mit Sensoren und gießen nach Bedarf. Große Gärten benötigen aber eine recht umfangreiche Ausstattung

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