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Terrassenplatten reinigen mit dem Hochdruckreiniger: 6 Tipps

Die Terrassenreinigung mit Hochdruckreiniger ist rückenschonend – und macht Spaß.
Die Terrassenreinigung mit Hochdruckreiniger ist rückenschonend – und macht Spaß. (©terra24/iStock/Thinkstock 2017)

Spätestens im Frühjahr offenbart ein genauerer Blick auf die Bodenplatten im Garten Schmutz und Überwucherungen. Wer seine Terrassenplatten reinigen möchte, erleichtert und verkürzt sich die Arbeit mit einem Hochdruckreiniger. Doch im Umgang mit dem Reinigungsgerät solltest Du diese sechs Dinge beachten.

Ein Hochdruckreiniger reinigt Oberflächen mithilfe von erhöhtem Wasserdruck. Terrassenplatten mit diesem Gerät zu bearbeiten, hat einige Vorteile. So spart es laut dem Gartenmagazin Mein schöner Garten im Vergleich zu einem einfachen Gartenschlauch die achtfache Menge Wasser. Außerdem ist die Nutzung des Hochdruckreinigers im Gegensatz zum mühsamen Schrubben des Bodens auch rückenschonend.

1. Fugen zuvor von Unkraut befreien

 Unkraut sollte vor dem Gebrauch des Hochdruckreinigers entfernt werden. fullscreen
Unkraut sollte vor dem Gebrauch des Hochdruckreinigers entfernt werden. (©MyImages_Micha/iStock/Thinkstock 2017)

Ein starker Wasserstrahl auf die Terrasse gerichtet und schon ist das lästige Unkraut in den Fugen Geschichte. Das mag auf den ersten Blick auch stimmen, doch leider vermag der Hochdruckreiniger die Auswüchse zwischen den Fugen nur oberflächlich zu entfernen. Und im Nu wächst wieder ungewolltes Grün aus den Ritzen. Aus diesem Grund solltest Du den Pflanzen zwischen den Fugen vor dem Gebrauch des Hochdruckreinigers per Hand mit einem Unkrautschaber den Garaus zu machen.

2. Verhältnis von Druck und Wassermenge

So viel Spaß es macht, die Terrassenplatten mit vollem Druck mit Wasser zu bespritzen, so sehr kann diese Behandlung dem Belag schaden. Daher ist es wichtig, dass Du ein Gerät nutzt, bei dem sich der Wasserdruck stufenlos einstellen lässt. Zur Orientierung: Laut TÜV Süd sollte ein Hochdruckreiniger sechs bis zehn Liter Wasser pro Minute abgeben. Der Arbeitsdruck sollte laut der technischen Prüforganisation bei mindestens 100 Bar liegen, was einer Motorabgabeleistung von etwa 1,5 - 1,6 Kilowatt entspricht.

3. Das richtige Zubehör verwenden

Hochdruckreiniger enthalten je nach Modell diverses Zubehör. Ein Flächenreiniger mit Bürste ist jedoch nur in den seltensten Fällen dabei. Doch die Anschaffung zahlt sich aus, denn mit diesem Aufsatz können große Flächen schnell und komfortabel gereinigt werden. Rotorendüsen auf der anderen Seite sind hilfreich, wenn hartnäckig verschmutze Flächen gereinigt werden sollen. Sie vereinen einen harten Punktstrahl mit einer großen Flächenwirkung. Bedenke vor dem Kauf des Zubehörs jedoch, dass die Produkte verschiedener Hersteller meist nicht miteinander kompatibel sind.

4. Reinigungsmittel möglichst vermeiden

 Auch ohne zusätzliches Reinigungsmittel leistet der Hochdruckreiniger ganze Arbeit. fullscreen
Auch ohne zusätzliches Reinigungsmittel leistet der Hochdruckreiniger ganze Arbeit. (©JFsPic/iStock/Thinkstock 2017)

Damit der Bodenbelag auch wirklich blitzeblank wird, nutzen viele Terrassenbesitzer ihren Hochdruckreiniger in Verbindung mit einem Reinigungsmittel statt nur mit Wasser. Es wird durch den Ansaugschlauch am Gerät angesaugt und auf den Boden gesprüht. Die Hersteller bieten passend zum Belag unterschiedliche Produkte an, die effektiv alle Rückstände beseitigen. Liegt jedoch kein hartnäckiger Schmutz wie Fett- oder Ölflecken vor, solltest Du auf den Gebrauch der Mittel besser verzichten, da sie als belastende Substanzen in die Umwelt gelangen. Wenn es doch sein muss, verwende sie möglichst sparsam.

5. Abstand und Sicherheit beachten

Auch wenn der Hochdruckreiniger "nur" mit Wasser arbeitet, darf seine Wirkung nicht unterschätzt werden. Der hohe Druck, mit dem das Wasser abgegeben wird, führt auf die Haut getroffen unweigerlich zu Blutergüssen. Doch auch die durch den Wasserstrahl bewegten Steine und sonstige Schmutzablagerungen können umstehende Personen treffen. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass Menschen im Umfeld und insbesondere Kinder einen Abstand zum Hochdruckreiniger einhalten. Desgleichen sollte der Abstand des Gerätes zur zu reinigenden Fläche nicht zu gering sein. Ansonsten riskierst Du irreversible Schäden am Bodenbelag. Besser: Beginne die Arbeit mit wenig Druck und erhöhe ihn dann nach Bedarf.

6. Keine Holzterrasse behandeln

 Wer seine Holzdielen mit dem Hochdruckreiniger behandelt, tut ihnen auf Dauer nichts Gutes. fullscreen
Wer seine Holzdielen mit dem Hochdruckreiniger behandelt, tut ihnen auf Dauer nichts Gutes. (©EJ-J/iStock/Thinkstock 2017)

Hast Du Holzdielen auf Deiner Terrasse verlegt, ist die Reinigung mit dem Hochdruckreiniger leider keine gute Idee. Auch wenn sich der Schmutz von den Terrassendielen quasi spielend wegspritzen lässt, wird auf diese Weise die Oberfläche des Holzes zerstört. Der Naturbaustoff ist nach dieser Behandlung anfälliger für den Befall durch Pilze und Bakterien. Hier bleibt den Gartenbesitzern nichts anderes übrig, als tatsächlich zur Bürste zu greifen und die Terrasse mithilfe von Schmierseife und einem Eimer Wasser per Hand zu reinigen.

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