Ratgeber

Wäschetrockner reinigen: Vom Flusensieb bis zum Wärmetauscher

Wäschetrockner erleichtern das Leben, wollen aber auch regelmäßig gereinigt werden.
Wäschetrockner erleichtern das Leben, wollen aber auch regelmäßig gereinigt werden. (©AndreyPopov/Thinkstock 2017)

Wäschetrockner reinigen – in regelmäßigen Abständen sollte das ganz groß auf Deiner Haushalts-To-Do-Liste stehen. Denn nur wenn Flusensieb und Co. frei und sauber sind, kann Dein Trockner seinen Job ordnungsgemäß erledigen. Hier findest Du sieben einfache Schritte, mit denen Dein Haushaltsgerät im Handumdrehen wie neu aussieht.

Wäschetrockner sind ungemein praktisch und erleichtern das Leben vor allem im Winter erheblich. Damit die Geräte ihren Dienst auch ordnungsgemäß verrichten können, müssen sie aber regelmäßig gereinigt werden. Das spart zudem auf Dauer bares Geld, denn ein Trockner, der nicht richtig arbeitet, verbraucht meist deutlich mehr Strom als eigentlich nötig. Außerdem kann es passieren, dass sich ein mehr oder weniger unangenehmer Geruch in Deiner Wäsche festsetzt, wenn Du Deinen Trockner eine Weil nicht gereinigt hast. Die folgende Anleitung erklärt Dir, wie Du in wenigen einfachen Schritten Deinen Wäschetrockner reinigen kannst.

Welche Teile Deines Trockners genau in welchen Abständen gereinigt werden müssen, verrät Dir normalerweise die Gebrauchsanweisung. Und Achtung: Wenn Du Arbeiten am Inneren Deines Wäschetrockners vornimmst oder mit Wasser an das Gerät heran willst, solltest Du vorher unbedingt den Stecker abziehen!

1. 1-2-3 fusselfrei: Flusensieb reinigen leicht gemacht

Wer einen Wäschetrockner sein Eigen nennt, der kennt die Fusselberge, die sich regelmäßig im Flusensieb anhäufen. Grund dafür sind kleinste Gewebeteile, die sich bei jedem Trockenvorgang von der Wäsche lösen. Damit sie sich nicht beim nächsten Trockengang an die frische Wäsche heften oder Deinen Wäschetrockner verstopfen, solltest Du es am besten nach jedem Durchgang säubern. Das geht aber zum Glück ganz einfach.

Nimm dafür eine weiche Bürste zur Hand oder befeuchte Deine Finger, um die Fussel damit abzustreifen. Durch die Feuchtigkeit bleiben diese leichter an Deiner Hand kleben und lassen sich ganz fix entfernen. Das Flusensieb selbst findest Du in der Regel in der Innenseite der Trocknertür. Die gelochte Abdeckung darüber kann mit einem kleinen Hebel geöffnet werden. Wie es bei Deinem Wäschetrockner im Speziellen funktioniert, kannst Du der Gebrauchsanweisung entnehmen. Der kleinere Siebeinsatz in Türnähe kann normalerweise einfach so herausgenommen und abgewischt werden.

 Mit den Fingern kannst Du das Flusensieb ganz einfach reinigen. fullscreen
Mit den Fingern kannst Du das Flusensieb ganz einfach reinigen. (©jordachelr/Thinkstock 2017)

2. Wassertank nach jedem Einsatz leeren

Wenn Du einen Kondenstrockner besitzt, wird die Feuchtigkeit aus der Wäsche im Wassertank gesammelt. Damit Dein Trockner auch beim nächsten Trockengang noch ordentlich trocknet, muss der Behälter möglichst nach jedem Einsatz geleert werden. Ist er voll, schaltet sich das Gerät nämlich im Zweifelsfall vorzeitig aus, auch wenn Deine Wäsche noch gar nicht trocken ist. Entnimm den Behälter also einfach durch Herausziehen aus der Maschine, schütte ihn aus und setze ihn wieder ein – fertig.

3. Wärmetauscher reinigen

Bleiben wir beim Kondenstrockner: Um die Feuchtigkeit aus der Luft im Gerät ziehen zu können, verfügen derartige Wäschetrockner über einen Wärmetauscher oder auch Kondensator. Etwa alle drei Monate solltest Du diesen entnehmen und mit einem feuchten Tuch oder weichen Schwamm reinigen. Damit kannst Du auch die Kammer, in der der Wärmetauscher sitzt, bei Bedarf auswischen. Um die Flusen, Haare und andere Verunreinigungen, die sich möglicherweise im Inneren zwischen den Rippen abgesetzt haben, zu entfernen, empfehlen viele Hersteller, den Kondensator mit dem Brausekopf Deiner Dusche von vorne und der Seite auszuspülen. Wie Du genau vorgehen musst, ist aber geräteabhängig und in Deiner Gebrauchsanweisung beschrieben. Auch wie Du das Teil aus der Maschine heraus und wieder hinein bekommst, verrät Dir Deine Bedienungsanleitung.

4. Besonderheit Ablufttrockner reinigen: Abluftschlauch nicht vergessen

Es gibt aber nach wie vor nicht nur Kondenstrockner, sondern auch sogenannte Ablufttrockner. Die sind zwar in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund gerückt, doch wenn Du einen solchen Wäschetrockner besitzt, musst Du auch diesen regelmäßig reinigen. Vor allem der Abluftschlauch sollte einmal im Quartal geprüft und bei Bedarf mit warmem Wasser von Ablagerungen befreit werden.

5. So kannst Du die Feuchtigkeitssensoren reinigen

Die Feuchtigkeitssensoren sitzen meist an den Trommelrippen Deines Wäschetrockners. Sie verraten dem Gerät, ob die Wäsche bereits ausreichend getrocknet wurde und ob der Trockenvorgang beendet werden kann. Im Laufe der Zeit können sich Kalkreste auf den Sensoren absetzen, was dann dazu führt, dass sie die Restfeuchtigkeit nicht mehr korrekt bestimmen können. Womit Du die Feuchtigkeitssensoren Deines Wäschetrockners reinigen darfst, kannst Du der Bedienungsanleitung entnehmen. Ein gutes Hausmittel ist aber in der Regel einfacher Essig. Gib ein wenig davon auf ein weiches Tuch und reibe die Feuchtigkeitssensoren damit ab, schon verschwindet der Kalk. Danach noch mal mit klarem Wasser abwischen, gründlich trocken reiben und schon ist das gute Stück wieder einsatzbereit.

6. "Luftwege reinigen": Das bedeutet die Fehlermeldung

Spätestens wenn bei Deinem Wäschetrockner "Luftwege reinigen" aufleuchtet, besteht auch hier dringend Handlungsbedarf. Kann der Trockner nicht ausreichend Luft ziehen, schaltet er sich nämlich im Zweifelsfall einfach vorzeitig aus – oder geht schlimmstenfalls irgendwann kaputt. Die gute Nachricht: Meist genügt es, wenn Du wie oben beschrieben das Flusensieb reinigst.

Hilft das nicht, kannst Du dem Problem auf anderem Wege zu Leibe rücken. Kontrolliere zunächst, ob der Wärmetauscher frei und sauber ist und reinige auch diesen wie beschrieben. Überprüfe dann, ob die Lüftungsschlitze unterhalb der Trocknertür frei sind. Es darf nichts davor stehen, sonst kann der Trockner nicht ausreichend Luft ziehen. Zu guter Letzt kann aber auch die Raumtemperatur Schuld am Aufleuchten der Warnlampe sein. Ist diese zu hoch, weil zum Beispiel Be- und Entlüftung nicht ausreichend gewährleistet sind, schaltet sich der Wäschetrockner aus und fordert "Luftwege reinigen".

7. Wärmepumpentrockner reinigen: So wird die Wärmepumpe wieder sauber

Die Wärmepumpe besteht aus einem Kompressor, Wärmetauschern und einem Filter, der regelmäßig gereinigt werden muss. In der Regel versteckt sich der Filter hinter einer Klappe an der unteren Vorderseite Deines Wäschetrockners. Möchtest Du ihn reinigen, lege am besten zuerst einen saugfähigen Lappen unter, falls Wasser aus der Öffnung läuft. Öffne dann den Außendeckel, ziehe den Schaumfilter der Wärmepumpe an den Griffen heraus und drücke den Schaum vorsichtig mit den Fingern aus dem Gehäuse. Das Gehäuse kannst Du mit einem feuchten Tuch vorsichtig abwischen. Der Schaumfilter selbst darf ruhig unter fließendes Wasser wandern. Nach dem Auswaschen solltest Du ihn aber zuerst gut trocknen lassen, bevor Du ihn wieder in die dafür vorgesehene Aussparung einsetzt. Ist alles wieder an seinem Platz, kannst Du den Außendeckel schließen – fertig.

 Den Filtereinsatz der Wärmepumpe kannst Du ganz leicht unter fließendem Wasser auswaschen. fullscreen
Den Filtereinsatz der Wärmepumpe kannst Du ganz leicht unter fließendem Wasser auswaschen. (©Pixabay 2017)

 Zusammenfassung

  • Das Flusensieb befindet sich in der Regel in der Innenseite der Trocknertür. Reinigen kannst Du es ganz einfach mit einer weichen Bürste oder Deinen (angefeuchteten) Fingern
  • Der Wassertank sollte möglichst nach jedem Trockendurchgang geleert werden
  • Der Wärmetauscher, auch Kondensator genannt, kann mit einem feuchten Tuch oder weichen Schwamm von außen abgewischt werden. Das Innere wird meist mit der Duschbrause ausgespült. Danach wieder gut abtrocknen
  • Der Abluftschlauch von Ablufttrocknern muss regelmäßig auf Ablagerungen untersucht und mit warmem Wasser gereinigt werden
  • Feuchtigkeitssensoren reinigen geht ganz einfach mit einem weichen Tuch und etwas Essig. Danach mit klarem Wasser nachwischen und gut trocken reiben
  • Blinkt die Anzeige "Luftwege reinigen", solltest Du Flusensieb und Wärmetauscher reinigen und überprüfen, ob die Belüftungsschlitze nicht zugestellt sind. Auch die Raumtemperatur darf nicht zu hoch sein, sonst kann Dein Wäschetrockner nicht ausreichend kühle Luft ziehen
  • Wünscht Dein Trockner einmal "Wärmepumpe reinigen", bezieht sich das in der Regel auf den zugehörigen Filter. Den kannst Du unter fließendem Wasser auswaschen und nach dem Trocknen wieder einsetzen

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben