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Was passiert bei Schlafmangel? Warum Schlaf so wichtig ist

Schlafen ist gesund – Schlafmangel hingegen kann schlimme Folgen haben.
Schlafen ist gesund – Schlafmangel hingegen kann schlimme Folgen haben. (©Thinkstock / Wavebreakmedia.Ltd 2016)

Ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen. Da kann ein bisschen weniger ja wohl nicht schaden, denken viele Nachtschwärmer und Workaholics. Auch nächtliche Grübler machen oft unfreiwillig die Nacht zum Tag. Doch was für Folgen hat Schlafmangel für Deinen Körper und die Psyche tatsächlich?

Im Schlaf arbeitet das Gehirn auf Hochtouren. Es verarbeitet Stress oder Konflikte, speichert Erlerntes dauerhaft ab und kurbelt die Abwehr von Krankheitserregern an. Dein Gehirn ist während des Schlafens also alles andere als faul. Auch wenn das vielen gar nicht bewusst ist.

Die Folgen von Schlafmangel

Es wäre natürlich schön, wenn Schlafmangel keine weiteren Nachteile für den Menschen hätte. In der Konsequenz hieße das: Mehr Zeit für alle! Leider bleibt Schlafmangel über Tage nicht ohne Folgen für Körper und Geist. Zuerst fangen Deine Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung an zu leiden. Bei der Entstehung von Krankheiten, zum Beispiel von Demenz oder Schlaganfällen, spielt Schlafentzug ebenfalls eine große Rolle. "Das Gehirn transportiert Abbauprodukte im Schlaf ab. Bei einem Schlafmangel häufen sich diese an und führen zu einer Schädigung des Gehirns, die wir am Anfang gar nicht merken.", erklärt Geert Mayer, Neurologe und Chefarzt der Hephata Klinik in Schwalmstadt. Außerdem verändert sich der Stoffwechsel, wodurch das Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zunimmt.

Wie viel Schlaf ist gesund?

Für bestimmte Berufsgruppen wie Lokführer und Busfahrer gibt es in Bezug auf ihre Arbeitszeit strenge Reglungen. Sie müssen mindestens sieben Stunden Schlaf bekommen, schreibt das Gesetz vor. Wie viel Schlaf wir tatsächlich brauchen, ist individuell unterschiedlich und liegt durchschnittlich bei um die sieben bis achteinhalb Stunden. Eine Rolle spielt auch die Schlafqualität. Verbringt jemand eine ruhelose Nacht, fühlt er sich trotz langer Schlafdauer am nächsten Tag matt und müde. Schläfst Du nur kurz, hast dafür aber einen erholsamen Schlaf, kannst Du am nächsten Morgen durchaus ausgeruht sein.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Wer gesund bleiben möchte, sollte also genug Schlaf abbekommen. Wenn Du Probleme hast, abends einzuschlafen, kann das obligatorische Glas Rotwein durchaus hilfreich sein. Es gibt aber auch andere Tipps, die Du beachten kannst:

  1. Wer dazu neigt, wach im Bett zu liegen ohne zu schlafen und noch eine DVD zu schauen: Ab aufs Sofa! Im Bett solltest Du nur zum Schlafen liegen. Das sendet die entsprechenden Impulse ans Gehirn.
  2. Auf die Uhr zu schauen, ist tabu. Je mehr Druck Du Dir machst, einschlafen zu wollen, umso schwieriger wird es.
  3. Ein Urlaub unter Palmen... Tausche unangenehme Gedanken durch schöne aus.
  4. Gesunder Schlaf beginnt schon am Tag. Wer Sport treibt und Bewegung hat, kommt abends leichter zur Ruhe.
  5. Nimm abends nur leicht verdauliches Essen zu Dir. Besonders gut eignen sich Bananen als abendlicher Snack. Sie wirken spannungslösend und somit positiv auf den Schlaf.
  6. Vermeide es, abends zu rauchen. Genau wie Koffein treibt Nikotin den Blutdruck und Puls in die Höhe.
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