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Beurer AS 80 im Test: Fitness-Tracker ohne Überwachungszwang

Der Beurer AS 80 bietet Fitness-Tracking ohne Überwachung.
Der Beurer AS 80 bietet Fitness-Tracking ohne Überwachung. (©TURN ON 2015)

Der Aktivitätssensor AS 80 von Beurer kann als Fitness-Tracker für den Otto-Normalverbraucher durchgehen. Wir haben uns das Wearable im Test genauer angeschaut und überprüft, für wen sich das Armband eignet – und für wen eher nicht.

Mit dem AS 80 bietet Beurer einen Aktivitätssensor zum Überwachen der täglichen Fitness an. Bereits beim Auspacken und Anlegen wird klar, dass der Hersteller vor allem Wert auf eine einfache Handhabung legt. In der Verpackung findet sich neben dem Fitness-Tracker selbst lediglich ein kurzes USB-Kabel zum Aufladen. Ein zugehöriger Stecker liegt leider nicht bei, allerdings kann das Wearable praktischerweise auch direkt am USB-Port des PCs aufgeladen werden.

Ein typischer Fitness-Tracker

Der Beurer AS 80 ist in verschiedenen Farben verfügbar. Zum Test stand uns das Wearable in schickem Schwarz zur Verfügung. Beim Tragen am Handgelenk fällt der nur 17 Gramm schwere Fitness-Tracker kaum auf. Rein optisch unterscheidet er sich zudem nicht wesentlich von anderen Geräten seiner Bauart. Das OLED-Display des AS 80 ist gut ablesbar. An der Seite des Gehäuses befindet sich lediglich ein einziger Druckknopf. Mit diesem kann man sich durch das Menü klicken.

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Daten-Erfassung ohne Überwachungszwang

Für die Erfassung und Überwachung der Daten bietet Beurer mit dem Health Manager eine kostenlose Smartphone-App an, die für Android und iOS in den jeweiligen App Stores zur Verfügung steht. Ein positiver Aspekt fällt sofort nach dem ersten Starten der App auf: Während man sich bei anderen Anbietern erst mit einem Profil registrieren muss, werden die Daten bei Beurer auf Wunsch auch ohne dieses Prozedere ganz anonym erfasst.

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Nachdem wichtige Basisdaten wie Alter, Größe, Gewicht und Geschlecht angegeben wurden, kann die App auch schon mit dem Fitness-Tracker synchronisiert werden. Das klappt ganz klassisch via Bluetooth. Dafür wird einfach die Taste am Wearable fünf Sekunden lang gedrückt, bis dort das Wort "Sync" angezeigt wird. Nach dem Synchronisieren werden die Daten allerdings nicht in Echtzeit vom AS 80 an die App gesendet, sondern immer nur dann, wenn der Träger diese erneut manuell synchronisiert. Theoretisch reicht es, das einmal aller 30 Tage zu machen, da der Beurer AS 80 selbst die Daten so lange speichern soll.

Alles jederzeit im Blick

In der Zwischenzeit können diese jederzeit auf dem OLED-Display am Tracker selbst abgelesen werden. Mit der Taste an der Seite des Gehäuses klickt man sich durch das Menü. Neben den Schritten und der insgesamt zurückgelegten Distanz zählt das Wearable auch die dabei verbrannten Kalorien. So hat man als Träger alles jederzeit im Blick, ohne das dafür erst das Smartphone bemüht werden muss.

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Mit der Smartphone-App hat man alles besser im Blick. (©TURN ON 2015)

Der Aktivitätssensor im Alltag

Kernelement des AS 80 ist der Schrittzähler. Über diesen rechnet der Tracker die meisten anderen Werte wie verbrauchte Kalorien und zurückgelegte Distanz automatisch aus. Die Messung der zurückgelegten Schritte funktioniert relativ genau – zumindest dann, wenn man sich im normalen Alltagstempo vorwärts bewegt. Dann allerdings macht der Beurer AS 80 nicht so viel anders als die Schrittzähler, die in vielen Smartphones geboten werden. Der einzige Vorteil ist hier, dass man den Tracker quasi immer am Arm hat, während das Handy ja durchaus auch einmal für kurze Wege auf dem Küchen- oder Schreibtisch zurückgelassen wird. Geeignet ist der Tracker allerdings nur für Bewegungen im Alltag. Gerade beim Joggen werden die Messungen schnell etwas ungenauer, sodass sich das Wearable für Sportler eher weniger empfiehlt.

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Als Extra-Funktion bietet der AS 80 die Überwachung der Schlafaktivität an. Dafür muss das Wearable allerdings vor dem Tragen manuell in den Schlaf-Modus versetzt werden. Anschließend wird die Dauer des Schlafs bis zum Wecken gemessen. Dabei ermittelt der Tracker die Bewegungen im Schlaf. Auch das funktioniert laut den Daten, welche die App am nächsten Morgen ausspuckt, recht gut. Wie genau die gemessenen Daten sind, ist allerdings schwer nachzuvollziehen. Wichtig zu wissen ist, dass man den Schlafmodus manuell ein- und ausschalten muss.

Die Weck-Funktion ist übrigens ebenfalls in das Wearable selbst integriert und wird über die App am Smartphone aktiviert. Zur eingestellten Zeit vibriert der Beurer AS 80 dann am Handgelenk und holt seinen Träger sanft aus dem Reich der Träume. Das funktioniert gut und ist auf jeden Fall geeignet, wenn man zeitig aufstehen muss, seinen Partner aber nicht mitwecken möchte.

Fazit: Ein Fitness-Tracker für Nicht-Sportler

Der Beurer AS 80 ist kein Wearable für Sportler. Dafür ist der Funktionsumfang einfach zu eingeschränkt und die Messungen werden bei schnellen Bewegungen zu ungenau. Zu empfehlen ist der kleine Tracker daher vor allem für Leute, die ihre Bewegungen im Alltag überwachen wollen. Hier leistet der AS 80 gute Dienste und lässt sich bequem tragen. Positiv hervorheben sollte man zudem die App, für die man als Nutzer ausnahmsweise einmal kein Profil beim Hersteller anlegen muss. Damit hält sich Beurer in puncto Datensammelwut erfreulich zurück.

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