Test

Misfit Shine 2 im Test: Schmucker Alltagsbegleiter

161019_MisfitShine2-2
161019_MisfitShine2-2 (©TURN ON 2016)

Wer fit und gesund ist, hat allen Grund zum Strahlen! Zum Strahlen will Dich auch der Misfit Shine 2 bringen, ein Fitness-Tracker, der eigentlich mehr nach Schmuckstück als nach smarter Technik aussieht. Bleibt die Funktionalität dabei auf der Strecke? Wir haben den smarten Begleiter getestet.

So schick kann Tracking sein

Sie sind eckig oder rund, einfarbig oder bunt, sehen aus wie ein Armband, eine Brosche oder eine Uhr: Fitness-Tracker gibt es mittlerweile in allen Formen und Farben auf dem Mark zu finden. Entsprechend ist für jeden Geschmack etwas dabei. Rein optisch spielt auch das aktuelle Modell von Misfit weit vorne mit. Beim Blick auf den Shine 2 wird nachvollziehbar, warum Uhrenhersteller Fossil in das Unternehmen investierte. Der Fitness-Tracker könnte durchaus als Schmuckstück durchgehen – zumindest die Tracker-Einheit an sich. Diese ist rund, schlank, besteht aus eloxiertem Aluminium und ist daher nur 9 Gramm schwer. Unser Testexemplar besitzt ein mattschwarzes Finish, alternativ ist die Tracker-Disc auch in Roségold erhältlich.

Im Alltag kaum zu merken

Der Misfit Shine 2 ist flacher und leichter als viele andere Fitness-Tracker. fullscreen
Der Misfit Shine 2 ist flacher und leichter als viele andere Fitness-Tracker. (©TURN ON 2016)
Er wird mit einem Silikonarmband geliefert, dessen Verschluss mitunter etwas zu leicht aufgeht. fullscreen
Er wird mit einem Silikonarmband geliefert, dessen Verschluss mitunter etwas zu leicht aufgeht. (©TURN ON 2016)
Immerhin sitzt die Tracker-Einheit mittlerweile sicher im Armband. fullscreen
Immerhin sitzt die Tracker-Einheit mittlerweile sicher im Armband. (©TURN ON 2016)
Es sei denn, man nimmt ihn heraus, um ihn im mitgelieferten Clip einzusetzen. fullscreen
Es sei denn, man nimmt ihn heraus, um ihn im mitgelieferten Clip einzusetzen. (©TURN ON 2016)
Dieser findet dann an der Kleidung oder am Schuh Platz. fullscreen
Dieser findet dann an der Kleidung oder am Schuh Platz. (©TURN ON 2016)
Das ist etwa fürs Tracking beim Radfahren sinnvoll. fullscreen
Das ist etwa fürs Tracking beim Radfahren sinnvoll. (©TURN ON 2016)
Den Tracker dann wieder in das Armband zu setzen, ist etwas fummelig. fullscreen
Den Tracker dann wieder in das Armband zu setzen, ist etwas fummelig. (©TURN ON 2016)

Mit seinen 9 Gramm und einem noch leichteren Silikonarmband ist der Misfit Shine 2 ein echtes Leichtgewicht. Der Fitness-Tracker ist daher im Alltag und insbesondere auch in der Nacht angenehm zu tragen. Beim Sport hast Du die Option, die Tracker-Einheit aus dem Armband herauszunehmen und in einem Clip zu befestigen, der dann an die Kleidung oder den Schuh gesteckt wird. Letzteres ist zum Beispiel für die Aktivitätserfassung beim Radfahren sinnvoll. Beim Schwimmen mit dem wasserdichten Tracker wird er jedoch besser am Arm getragen. Während das Befestigen am Clip ganz einfach geht, ist das Zurücksetzen ins Armband leider eine etwas fummeligere Angelegenheit.

Zum Glück hat Misfit eines der größten Probleme der ersten Shine-Generation beim Nachfolger mittlerweile in den Griff bekommen: Der Tracker hält nun recht zuverlässig in seinem Armband, das war bei früheren Versionen nicht immer der Fall. Was im Test dafür nicht hundertprozentig halten wollte, war der Verschluss des Armbands. Beim Anziehen verabschiedete sich der Shine 2 das eine oder andere Mal.

Blinken, vibrieren & bewegen

Ein Display besitzt der Misfit Shine 2 nicht. Dennoch lassen sich die Uhrzeit und der tägliche Fortschritt auf dem Weg zum Aktivitätsziel jederzeit am Tracker ablesen. Wie das geht? Das Wearable besitzt 12 im Kreis angeordnete LEDs, die nach einem Tipp auf die Tracker-Einheit aufleuchten – je mehr Lichter angehen und je weiter der Kreis geschlossen ist, desto näher bist Du dem Tagesziel. Die Uhrzeit wird durch eine grün leuchtende LED (Stundenzeiger) und eine blau blinkende LED (Minutenzeiger) ablesbar – eine wirklich praktische Funktion, die Dir etwa den Blick aufs Smartphone spart.

Ob dieser dennoch nötig ist, kann Dir der Misfit Shine 2 auch sagen: Bei bestehender Bluetooth-Verbindung blinken die LEDs bei eingehenden Anrufen oder Nachrichten in unterschiedlichen Farben auf. Ein optionaler Vibrationsalarm erinnert Dich in selbst festgelegten Abständen und zu frei wählbaren Tageszeiten dezent daran, mal wieder aufzustehen und Dich zu bewegen.

Details gibt's in der Misfit-App

Die Misfit-App bietet Tages-, Wochen- oder Monatsübersichten. fullscreen
Die Misfit-App bietet Tages-, Wochen- oder Monatsübersichten. (©TURN ON 2016)
Nach unten scrollen in der Tagesansicht liefert weitere Details. fullscreen
Nach unten scrollen in der Tagesansicht liefert weitere Details. (©TURN ON 2016)
Über die Reiter oben wechselst Du zur Misfit-Community oder in die Geräteeinstellungen. fullscreen
Über die Reiter oben wechselst Du zur Misfit-Community oder in die Geräteeinstellungen. (©TURN ON 2016)

Genauere Daten zum Aktivitätsstatus und alle weiteren Tracking-Optionen lassen sich in der Misfit-App einsehen, die kostenlos für iOS und für Android in den jeweiligen App-Stores bereitsteht. Sind Wearable und App erst einmal gekoppelt und per Bluetooth verbunden, zeigt die Misfit-Startseite zunächst die aktuelle Tagesübersicht an. Täglich wollen 1000 Punkte erreicht werden – das geht durch Schritte, Sport und erholsamen Schlaf.

In der übersichtlichen App wechselst Du per Fingertipp von der Aktivitäts- in die Schlafanalyse, rufst eine Wochen- oder Monatsübersicht auf, bearbeitest Aktivitäten, nutzt die Community-Funktion und änderst Einstellungen. Im Einstellungsmenü kannst Du etwa die Smartphone-Benachrichtigungen, den Inaktivitätsalarm oder eine Weckfunktion ein- und ausschalten. Zudem bietet Misfit die Möglichkeit, den Shine 2 mit der App Misfit Link als sogenannten Smart-Button zu definieren und beispielsweise als Auslöser für Selfies mit dem Smartphone zu nutzen.

Basis-Tracker mit Laufzeitvorteil

In der Misfit-App gibt es Punkte für Schritte, Aktivitäten und Schlaf. fullscreen
In der Misfit-App gibt es Punkte für Schritte, Aktivitäten und Schlaf. (©TURN ON 2016)
Ein Fingertipp führt zu detaillierteren Tagesanalysen... fullscreen
Ein Fingertipp führt zu detaillierteren Tagesanalysen... (©TURN ON 2016)
... oder zu einer Übersicht über den Schlaf der letzten Nacht. fullscreen
... oder zu einer Übersicht über den Schlaf der letzten Nacht. (©TURN ON 2016)
Der Tracker selbst kann die Uhrzeit und den Fortschritt auf dem Weg zum Tagesziel anzeigen. fullscreen
Der Tracker selbst kann die Uhrzeit und den Fortschritt auf dem Weg zum Tagesziel anzeigen. (©TURN ON 2016)
Insgesamt bringt das Modell aber nur Basisfunktionen mit. fullscreen
Insgesamt bringt das Modell aber nur Basisfunktionen mit. (©TURN ON 2016)

Ohne GPS und ohne Pulsmesser sind die Sportfunktionen des Misfit Shine 2 natürlich sehr begrenzt. Der Tracker kann auch bei Workouts nur Schritte zählen und Distanzen sowie verbrauchte Kalorien ermitteln. Das funktioniert dank 3-Achsen-Beschleunigungsmesser und zusätzlichem Magnetometer aber vergleichsweise genau. Die Schlafanalyse ist hilfreich und startet praktischerweise automatisch, die erste Shine-Generation musste noch manuell in den Schlafmodus versetzt werden. Als Einsteigermodell macht der Shine 2 daher eine gute Figur.

Von der durchaus zahlreich vorhandenen Konkurrenz grenzt er sich vor allem mit zwei Eigenschaften ab: dem an Schmuck angelehnten Design und seiner Batterielaufzeit von rund sechs Monaten. Im Misfit-Modell steckt nämlich kein Akku, der nach einigen Tagen wieder aufgeladen werden muss, sondern eine Batterie, die etwa ein halbes Jahr hält. Das macht ihn zur Empfehlung für modebewusste Bewegungsmuffel, die etwas an ihren Alltagsgewohnheiten ändern möchten. Dazu motiviert der Misfit Shine 2 zum Preis von 99,99 Euro durchaus. Begeisterte Freizeitsportler sollten sich hingegen nach einem Modell mit mehr Sensoren und Funktionen umsehen.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben