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Unterwegs mit der Basis Peak: Das ist Berlins Start-up-Szene

Als ich am Checkpoint Charlie losgehe, habe ich bereits 2744 Schritte auf der Uhr.
Als ich am Checkpoint Charlie losgehe, habe ich bereits 2744 Schritte auf der Uhr. (© 2015)

In Berlin gibt es viel zu entdecken und unzählige tolle Routen für Spaziergänger, Jogger und Radfahrer. Eine ganz besondere Tour führte mich durch Kreuzberg entlang einiger vielversprechender Start-ups. Mit dabei hatte ich den Fitness-Tracker Basis Peak um zu schauen: Wie viele Schritte musste ich bei dem Rundgang überhaupt zurücklegen?

Los geht es am Checkpoint Charlie. Dieses kleine historische Häuschen am Grenzübergang der Berliner Mauer während der Teilung von Deutschland bis 1990 zieht viele Touristen an. Nach ein paar Fotos starte ich meine Aktivität und laufe los. Die Basis Peak habe ich schon seit einer Woche in Benutzung. Getragen wird sie wie eine Armbanduhr. Neben meinen Schritten zählt der Fitness-Tracker aber auch verbrannte Kalorien und misst über optische Sensoren dauerhaft meinen Puls.

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In der Charlottenstraße vernetzen sich viele junge Unternehmen über das startupbootcamp. (© 2015)

Über die Rudi-Dutschke-Straße biege ich in die Charlottenstraße ab. Wer gerne italienisch essen geht, sollte hier unbedingt den kleinen Laden "Charlotte" ausprobieren. Günstige, aber richtig leckere Pizza, Pasta und Salate warten hier. Perfekt für eine Mittagspause. Ganz in der Nähe bei der Hausnummer 2 ist das startupbootcamp zu finden. Das ist eine Art Unterstützungsplattform für junge Unternehmen, die sie mit den wichtigsten Leuten aus ihrer Branche vernetzt.

Hier sitzt auch das Start-up Bike ID. Ihr Konzept ist das Registrieren von Fahrrädern über Microaufkleber. So können Räder, die als gestohlen gemeldet wurden, leichter beim Wiederverkauf erkannt werden. Der Fitness-Tracker hat inzwischen damit begonnen, meinen bislang zehnminütigen Fußmarsch als sportliche Aktivität aufzuzeichnen.

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Vorbei an einer schönen herbstlichen Szene mit vielen bunten Blättern gehe ich Richtung Markgrafenstraße. Hier sitzt unter anderem das Axel Springer Plug and Play – ebenfalls ein Förderprogramm für junge Unternehmen. Außerdem finde ich hier massagio. Bei diesem Start-up kann man sich einen Masseur direkt nach Hause bestellen.

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Durch einen hübschen Park geht es wieder auf die Rudi-Dutschke-Straße. Hier steht mit Axel Springer eines der größten Verlagshäuser Europas. Bisher war der Spaziergang noch nicht sehr anstrengend – mein Puls liegt bei bewegungsnormalen 98 Schlägen pro Minute.

Weiter geht es Richtung Bundesdruckerei. Hier entstehen zum Beispiel unsere Personalausweise oder Führerscheine. Inzwischen bin ich schon 2351 Schritte gegangen. Das ist doch mal ne Zahl! Und dabei gehe ich erst 23 Minuten. Mir fällt nur auf, dass die Basis Peak so groß ist, dass sie nicht unter den Ärmel meiner Jacke rutscht und ich sie immer darunter und wieder herausfummeln muss. Das ist ein bisschen nervig.

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Schade, dass die Basis Peak so groß ist und ich sie immer aus dem Ärmel herausfummeln muss. (© 2015)

Auf der Oranienstraße geht es über den Moritzplatz. Hier mündet die Prinzessinnenstraße ein. Auch an dieser Ecke steht ein Haus, in dem verschiedene Start-ups zusammenarbeiten können. Das betahaus existiert bereits seit 2009 und bringt auf 3000 Quadratmetern Menschen für ihre Arbeitsprojekte zusammen. Hier entsteht zum Beispiel Omni – eine Plattform für individuelle, schnelle Meinungsumfragen in Echtzeit. Die Basis Peak zeigt inzwischen schon 14:43 Uhr an. Meine Schrittzahl ist nochmal angewachsen. Doch das reicht mir natürlich noch nicht.

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Weiter geht es zum Oranienplatz. Hier fahren übrigens die gelben Busse mit der Nummer M29. Berliner nennen diese Linie liebevoll "Bus der Hölle" – sogar eine eigene Facebook-Seite hat sie. Da sich die Busse über die verstopfte Oranienstraße quälen müssen, stimmt der Fahrplan eigentlich nie. Theoretische sollte hier alle fünf Minuten ein Bus fahren. Praktisch kommt öfter mal 30 Minuten nichts – dann aber fünf Busse auf einmal.

Ich fahre nicht Bus, sondern laufe weiter über eine der kulturell interessantesten Straßen Berlins. Hier gibt es sehr viel zu entdecken. Beispielweise ist eine Filiale des besten indischen Restaurants in der Oranienstraße 202 zu finden. Außerdem verbergen sich hier viele Geheimnisse. Wie könnte der Oranienplatz aussehen, wenn sich die Natur sein Gebiet zurückerobert? Wer ist für die mysteriösen Todesfälle in diesem Viertel verantwortlich? Spannende Fragen werden zum Beispiel von ZOOM Berlin beantwortet, einem hyperlokalen Nachrichtenprojekt von Journalistenschülern.

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Vor dem Start-up Locafox misst die Basis Peak einen Puls von 116. (© 2015)

Ich biege unterdessen in die Adalbertstraße ab. Hier sitzt das Start-up Locafox – ein Dienst, der Menschen dabei hilft, ihr Lieblingsprodukt in einem Shop in der Nähe zu finden. Langsam bin ich ziemlich k.o. von dem langen Spaziergang. Die Basis Peak misst munter weiter meinen Puls. Der ist immerhin auch schon bei 116. Aber so langsam fängt die Uhr an zu drücken. Man muss sie ziemlich eng tragen, damit der Pulsmesser zuverlässig funktioniert.

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Neue Energie lässt sich am Kottbusser Tor mit frischem Obst und Gemüse wieder auftanken. (© 2015)

Ich bin jetzt am Kottbusser Tor. Hier gibt's eigentlich immer frisches Gemüse. Auch sind hier viele leckere Imbissbuden oder Eisdielen angesiedelt. Doch noch schöner wird es, wenn ich am Ende der Kottbusser Straße angekommen bin! Denn dort kommt ein wenig Naturfeeling auf. Die Spree fließt zwischen Maybach- und Paul-Lincke-Ufer. An diesem schönen Ort entsteht das Magazin "Amorelie" mit News und Trends rund um die Themen Liebe, Lust und Leidenschaft.

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Am Spreeufer stelle ich fest, dass ich wohl irgendwo mal zu lange stehen geblieben bin, um mich umzuschauen. Die Basis Peak hat meine Aktivität nicht in einem Rutsch aufgezeichnet. Insgesamt war ich ziemlich genau eine Stunde unterwegs und habe knapp 6000 Schritte hinter mich gebracht. Das entspricht laut Tracker ungefähr 1000 verbrannten Kalorien. Da die Uhr aber so fest getragen werden muss, fing sie an zu drücken. Das Ergebnis sind schmerzende Druckstellen am Handgelenk.

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Als ich am Abend wieder zu Hause war, konnte ich beruhigt feststellen, dass ich mein Tagesziel von insgesamt 10.000 Schritten erreicht hatte. Und dabei habe ich auch noch die spannende junge Tech-Szene Berlins erkundet. Dieser Tag wäre daher aber auch ohne die Basis Peak ein voller Erfolg gewesen.

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