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10 Lebensmittel, die nur dem Anschein nach vegan sind

Auf diesem Bild ist nichts vegan.
Auf diesem Bild ist nichts vegan. (©Pexels 2016)

Bier, Chips, Cornflakes und Orangensaft: Bei diesen Lebensmitteln sollte eigentlich klar sein, dass sie vegan sind. Doch bei der industriellen Herstellung können tatsächlich tierische Substanzen in die Zutatenliste rutschen. Die folgenden Produkte sind von Veganern daher mit Vorsicht zu genießen.

1. Paprikachips

Chips kann fast niemand widerstehen. Besonders die Paprikagewürzmischung macht die frittierten Kartoffelscheiben so schmackhaft. Die hat es aber in sich, denn oft ist in dem würzigen Pulver Laktose, Käse oder Joghurt enthalten. Selbst tierische Bestandteile wie Kälberlab, Schwein oder Geflügel wurden in so manchen Markenchips schon nachgewiesen.

Der Knabberspaß ist nicht immer tierfrei. fullscreen
Der Knabberspaß ist nicht immer frei von tierischen Produkten. (©Pixabay 2016)

2. Miso-Suppe

Tofu, Frühlingszwiebeln und eine klare Brühe: Daraus besteht – zumindest dem Auge nach – die Miso-Suppe. Doch für Veganer ist das japanische Nationalgericht dennoch nicht geeignet. Für die nötige Würze sorgt nämlich sogenannter Dashi. Und dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein aromatischer Fischsud. In Ausnahmen wird der Sud jedoch auch aus Shiitake-Pilzen hergestellt. Nachfragen lohnt sich also.

Miso-Suppe ist nur dem Anschein nach vegan. fullscreen
Miso-Suppe ist nur dem Anschein nach vegan. (©Pixabay 2016)

3. Marshmallows

Eigentlich wurden Marshmallows oder auch Mäusespeck ursprünglich aus den Wurzeln des Echten Eibischs hergestellt. Inzwischen hat jedoch unter anderem Gelierzucker das pflanzliche Produkt abgelöst. Das wäre auch nicht weiter schlimm, wenn er aus Kostengründen nicht häufig durch tierische Gelatine ersetzt würde. Hinzu kommt, dass die rote Lebensmittelfarbe für die Schaumzuckerware aus Karmin besteht. Der Farbstoff wird aus weiblichen Schildläusen hergestellt.

Bei Marshmallows sollten sich Veganer zurückhalten. fullscreen
Bei Marshmallows sollten sich Veganer zurückhalten. (©Pixabay 2016)

4. Cornflakes

Auch Cornflakes eignen sich leider nicht immer für einen veganen Start in den Tag. Damit die Flakes nämlich schön glänzen, werden sie von einigen Herstellern kurzerhand mit tierischer Gelatine überzogen. Die Optik siegt hier vor Inhalt, außerdem bleibt der Zucker so besser an den Frühstücksflocken haften. Nur Veganer haben bei diesem Lebensmittel leider das Nachsehen.

Gelatine sorgt für Cornflakes für Glanz. fullscreen
Gelatine sorgt bei Cornflakes für Glanz. (©Pixabay 2016)

5. Orangensaft

Bleiben wir beim Frühstück: Auch beim Griff nach einer Packung Orangensaft hast Du nicht zwangsläufig ein tierfreies Produkt in der Hand. Der gesunde Saft ist oft mit Kälberlab versetzt, einem Enzym aus den Mägen von Kälbern. Außerdem kommt bei verschiedenen Herstellern Fischgelatine als Trägerstoff der Vitamine zum Einsatz. Schweinegelatine hingegen beseitigt Trübungen. Vegan ist das nicht!

Wer einen veganen Orangensaft trinken möchte, sollte ihn besser selbst pressen. fullscreen
Wer einen veganen Orangensaft trinken möchte, sollte ihn besser selbst pressen. (©Pexels 2016)

6. Pesto

Auch Pesto weckt nur den Anschein, vegan zu sein. Neben aromatischen Kräutern wie Basilikum, Pinienkernen und Olivenöl steckt nämlich klassischerweise auch Käse in der Würzsoße. Und Parmesan und Co. werden natürlich mithilfe des Labs aus Kälbermägen hergestellt. Besser Du greifst selbst zum Mörser und bereitest Dir eine vegane Variante zu.

Pesto wird traditionell mit Parmesan hergestellt. fullscreen
Pesto wird traditionell mit Parmesan hergestellt. (©Pixabay 2016)

7. Gummibärchen

Dass Gummibärchen tierische Gelatine enthalten können, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Wer auf den tierischen Zusatz verzichtet möchte, greift zu veganen Alternativen, die Pektin statt Gelatine enthalten. Doch Achtung: Auch hier kann Karmin für die Röte der Fruchtgummis sorgen. Und für die Herstellung werden wie gesagt weibliche Schildläuse getrocknet, zerquetscht und ausgekocht.

Für die Röte der Gummibärchen mussten Schildläuse ihr Leben lassen. fullscreen
Für die Röte der Gummibärchen mussten Schildläuse ihr Leben lassen. (©Pixabay 2016)

8. Bier

Mit einem kühlen Blonden den Tag ausklingen lassen: Das klingt zu schön, um wahr zu sein – denn auch Fischbestandteile gesellen sich zur Runde. Im Zuge des Brauens klärt nämlich eine sogenannte Fischblase das trübe Getränk von Hefepartikeln. Aufgelistet sind diese fischigen Inhaltsstoffe nicht, denn vor dem Verkauf soll nichts davon im Bier zurückbleiben. Doch schon einige Bierhersteller wie Guinness geloben Besserung.

Selbst Bier ist vor tierischen Inhaltsstoffen nicht gefeit. fullscreen
Selbst Bier ist vor tierischen Inhaltsstoffen nicht gefeit. (©Pexels 2016)

9. Nudelsuppe

Suppe, die Zweite: Während bei der Miso-Suppe eher Unwissenheit zum Verzehr eines nicht-veganen Gerichts führt, sieht das bei der guten alten Nudelsuppe anders aus. Mit großer Sicherheit wurde das klassische Gericht nämlich mit dem Geschmacksverstärker E631 aufgemotzt. Er kann, aber muss nicht tierischen Ursprungs sein. Doch egal, ob vegan oder nicht: Zusatzstoffe in Lebensmitteln sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen.

Schwimmt E631 in dieser Suppe? fullscreen
Schwimmt E631 in dieser Suppe? (©Pixabay 2016)

10. Bananen

Selbst bei Obst ist man nicht vor tierischen Substanzen gefeit. Wurden Bananen und Co. nämlich mit Pestiziden behandelt, stehen die Chancen gut, dass auch tierische Inhaltsstoffe den Weg in das fruchtige Lebensmittel gefunden haben. Besser: Kauf Obst gleich aus dem Bioregal. Auf diese zusätzlichen Inhaltsstoffe kannst Du nämlich gut verzichten.

Pestizide geben Bananen eine tierische Note. fullscreen
Pestizide geben Bananen eine tierische Note. (©Pixabay 2016)

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