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7 scheinbar ungesunde Lebensmittel, die besser sind als ihr Ruf

Kaffee ist nicht so schlecht wie sein Ruf. In Maßen genossen kann er der Gesundheit sogar Gutes tun.
Kaffee ist nicht so schlecht wie sein Ruf. In Maßen genossen kann er der Gesundheit sogar Gutes tun. (©Pexels 2017)

Pizza, Eiscreme, Schokolade: Gerade die verlockendsten Leckereien im Kühl- oder Gefrierschrank stehen bei vielen in dem Ruf, ungesunde Lebensmittel zu sein. Doch es kommt immer auf die Zubereitung und das Maß an! Hier findest Du eine kurze Liste mit sieben vordergründig ungesunden Lebensmitteln, denen Du im Nu einen gesunden Dreh geben kannst.

1. Pizza: Status als ungesundes Lebensmittel nicht immer gerechtfertigt

 Einfach lecker – und, wenn richtig belegt, auch durchaus gesund: Pizza. fullscreen
Einfach lecker – und, wenn richtig belegt, auch durchaus gesund: Pizza. (©Thinkstockphotos/Kesu01 2014)

Gerade günstige Pizzen sind nicht selten recht fettig – und werden daher von vielen als ungesundes Lebensmittel eingestuft. Das ist nicht immer korrekt. Richtig belegt kann die italienische Spezialität gar eine Bereicherung für Deinen Speiseplan sein. Wenn Du Deine Pizza mit wenig Öl und Käse, dafür aber mit reichlich Gemüse zubereitest und einen dünnen Teig verwendet, kannst Du guten Gewissens schlemmen. Auf fettige Beläge wie Salami und Bacon solltest Du im besten Fall natürlich ebenso verzichten.

2. Eiscreme: Kalorienarme Variante einfach selbstgemacht

 Nicecream ist komplett vegan. fullscreen
Nicecream ist komplett vegan. (©Getty Images/iStockphoto 2016)

Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks (NDR) verzehren die Deutschen im Jahr rund acht Liter Eis. Wenn auch Du Eisfan bist, aber um Deine schlanke Linie fürchtest, kann es helfen, kalorienarmes Eis einfach selber herzustellen. Vier Rezepte zur Herstellung von Nicecream, also veganer, fett- und zuckerarmer Eiscreme, findest du in unserem Nicecream-Ratgeber.

3. Kartoffeln: Gesundes Essen mit Low-Carb-Makel

 Besser als ihr Ruf: Kartoffeln sind nährstoffreich und kalorienarm. fullscreen
Besser als ihr Ruf: Kartoffeln sind nährstoffreich und kalorienarm. (©Pixabay 2016)

Der Low-Carb-Boom hat den einst so beliebten Sattmacher ein wenig in Verruf gebracht. Keine Frage, Kartoffeln enthalten viele Kohlenhydrate – gleichzeitig überzeugt die Knolle aber auch mit einem moderaten Kaloriengehalt. Laut der Apotheken Umschau liegt dieser bei 70 Kilokalorien pro 100 Gramm. Bananen beispielsweise haben mehr Kalorien. Und dann wartet die Kartoffel noch mit hochwertigem Eiweiß, vielen Mineralstoffen, Spurenelementen sowie B- und C-Vitaminen auf. In Maßen genossen – und vor allem nicht Form von fettigen Pommes frites oder Chips – sind Kartoffeln also keinesfalls ungesunde Lebensmittel.

4. Schokolade: Ebenfalls kein ungesundes Lebensmittel

 Zartbitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil ist in Maßen genossen durchaus gesund. fullscreen
Zartbitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil ist in Maßen genossen durchaus gesund. (© 2017)

Die dunkle Versuchung macht einfach glücklich. Und sie ist – ebenfalls in Maßen genossen – ein gesundes Lebensmittel. Dem Magazin Brigitte zufolge wirken sich sekundäre Pflanzenstoffe im Kakao positiv auf Herz, Gehirn und Gelenke aus. Es ist also in der Regel nicht ungesund, täglich zwei, drei Stückchen Schokolade zu naschen. Mehr sollte es aber auch nicht sein, denn selbst Zartbitterschokolade enthält reichlich Zucker und Fett.

5. Ist Kaffee ungesund?

 Auch Kaffee wird oft zu Unrecht für ungesund gehalten. Auch hier ist das richtige Maß aber entscheidend! fullscreen
Auch Kaffee wird oft zu Unrecht für ungesund gehalten. Auch hier ist das richtige Maß aber entscheidend! (©Pexels 2016)

Kaffee macht wach, doch was richtet der Koffeinkick noch mit dem Körper an? Gerüchte, das Heißgetränk sei ungesund, halten sich hartnäckig. Dabei haben mehrere Studien inzwischen bewiesen, dass Kaffee für die Gesundheit sogar förderlich sein kann. Die European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) hat laut Brigitte im Rahmen einer Studie festgestellt, dass Kaffee Darmkrebs und sogar Gehirntumoren vorbeugen können soll. Kaffeeliebhaber sollten das Getränk dennoch nicht ungehemmt in sich hineinschütten. Wie so oft im Leben kommt es auch hier auf das richtige Maß an. Etwa vier bis fünf Tassen pro Tag sind laut der Deutschen Herzstiftung in Ordnung.

6. Gluten: Nur für sehr wenige Menschen ungesund

 Das Klebereiweiß Gluten ist zum Beispiel in vielen Brotsorten enthalten. Schädlich ist es nur für Menschen mit einer eher seltenen Krankheit. fullscreen
Das Klebereiweiß Gluten ist zum Beispiel in vielen Brotsorten enthalten. Schädlich ist es nur für Menschen mit einer eher seltenen Krankheit. (©Pixabay 2016)

Auf Gluten zu verzichten ist gerade schwer im Trend. Glutenfreie Produkte stapeln sich in den Regalen, Foodblogger und Hollywoodstars proklamieren die Schädlichkeit des Klebereiweißes, das zum Beispiel in Weizen und anderen Getreiden enthalten ist. Ein Gutes hat dieser Hype: Menschen, die an der Lebensmittelunverträglichkeit Zöliakie leiden und Gluten tatsächlich einfach nicht verwerten können, finden im Handel eine große Auswahl an glutenfreien Alternativen. Das sind aber nur knapp ein Prozent der Weltbevölkerung. Für alle anderen ist der Stoff unschädlich – laut dem Magazin Apotheken Umschau gibt es keine medizinischen Beweise dafür, dass der Verzicht auf Gluten allein einen gesundheitlichen Vorteil bringt, wenn keine Zöliakie vorliegt.

7. Salz: Zu wenig ist auch ungesund!

 Bluthochdruckpatienten müssen auf ihren Salzkonsum achten. Ganz verzichten sollten sie aber nicht. fullscreen
Bluthochdruckpatienten müssen auf ihren Salzkonsum achten. Ganz verzichten sollten sie aber nicht. (©Pixabay 2016)

Salz macht das Essen schmackhaft – und gilt seit vielen Jahren als gefährlicher Faktor bei erhöhtem Blutdruck. "So wenig wie möglich!" lautete lange die Empfehlung, doch neue Studien zeigen: Auch das ist nicht gesund. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sollten Menschen mit Bluthochdruck zwar auf einen moderaten Salzkonsum achten. Weniger als 7,5 Gramm pro Tag sollten es aber selbst für Bluthochdruckpatienten nicht unbedingt sein – denn dann geht der Vorteil des gesenkten Blutdrucks durch die vermehrte Ausschüttung bestimmter Hormone wieder verloren. Die goldene Mitte ist also gefragt – und die liegt laut dem Epidemiologen Andrew Mente zwischen 7,5 und etwa 15 Gramm Salz täglich.

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