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Aufgeräumter leben, aufgeräumter denken: 6 Ordnungstipps

Aufgeräumt rockt mehr! Mit diesen Tipps überwindest Du den inneren Schweinehund.
Aufgeräumt rockt mehr! Mit diesen Tipps überwindest Du den inneren Schweinehund. (©Thinkstock/jaroszpilewski 2016)

Es gibt wenig Schöneres als eine tipptopp aufgeräumte Wohnung. Doch Ordnung schaffen und halten fällt vielen von uns schwer. Mit diesen sechs Tipps kriegst Du das Chaos in den Griff.

1. Weniger ist mehr

Es ist eine Binsenweisheit: Wir haben alle zu viel Kram. Der Königsweg zu mehr Ordnung ist deshalb in den meisten Fällen, erst einmal großzügig auszumisten. Dabei hat sich die Drei-Karton-Methode bewährt: ein Karton für "behalten", einer für "wegwerfen", einer für Zweifelsfälle. Der Inhalt des letzten wird am Ende noch einmal gesondert durchgesehen und in die anderen beiden Kartons einsortiert. Sei dabei lieber ein bisschen gnadenloser beim Wegwerfen, als zu lax. Wirklich wichtige Dinge liegen ohnehin bereits nach dem ersten Sortiergang in der richtigen Kiste. Falls Du Dich von einem eigentlich überflüssigen Stück nicht trennen kannst, mach ein Foto davon. Das erleichtert den Abschied.

 Zu viel Kram? Gutes Aufräumen beginnt mit gutem Aussortieren! fullscreen
Zu viel Kram? Gutes Aufräumen beginnt mit gutem Aussortieren! (©Thinkstock/Ryan McVay 2016)

2. Aussortieren mit Gefühl

Die japanische Aufräumexpertin Marie Kondo empfiehlt, die Frage "Was macht mich glücklich?" zur Grundlage des Aufräumens und Entrümpelns zu machen. Aufräumen nach der von Kondo entworfenen KonMari-Methode geht so: Kippe Deinen Kleiderschrank in der Mitte des Zimmers aus, nimm jedes Stück in die Hand und frage Dich, ob es Dir etwas Positives gibt und ob Du Dich damit (noch) wohlfühlst. Kannst Du die Frage nicht intuitiv mit "Ja" beantworten, kommt es weg – ohne Wenn und Aber und ohne Rücksicht auf Preis oder Erinnerungswert! Du wirst sehen: In kurzer Zeit hast Du viel mehr Platz im Schrank, weil Ausreden wie "Das zieh ich vielleicht im Herbst nochmal an..." nicht greifen.

3. Aufräumen nach Kategorie

Ebenfalls von Marie Kondo stammt der Tipp, nicht nach Räumen getrennt aufzuräumen und zu entrümpeln, sondern nach Kategorien und in einer bestimmte Reihenfolge: zuerst Klamotten (auch die aus dem Keller oder vom Dachboden), dann der Papierkram, dann Kleinkram, zuletzt Erinnerungsstücke mit sentimentalem Wert wie Fotos oder Geschenke. Erst wenn eine Kategorie abgearbeitet ist, beginnst Du mit der nächsten. Vorteil: Du schaffst gleichzeitig in der ganzen Wohnung Ordnung. Nachteil: "Mal eben ein bisschen aufräumen" geht so nicht. Laut Marie Kondo ist das Erfolgserlebnis am Ende aber umso erfüllender.

4. "Irgendwann" kann weg

Im Regal stehen noch eingeschweißte Bücher, die Du irgendwann mal lesen wolltest? Im Schrank hängen unangetastete Klamotten, die Du gekauft und kaum getragen hast? Weg damit! Was so lang herumlag, ohne dass Du es genutzt hast, wird Dir in Zukunft auch nicht fehlen. Diese Maxime lässt sich auch wunderbar auf virtuelle Daten übertragen, denn die Festplatte lädt noch mehr zum Horten von überflüssigem (Datei-)Krimskrams ein. Was Du für "irgendwann später" aufgehoben hast, ist in 99% der Fälle überflüssig.

5. Motivation ist alles

Eine umfangreiche Aufräum-Aktion schafft nicht nur ein schöneres Wohnambiente. Sie gibt Dir auch das gute Gefühl, endgültige Entscheidungen getroffen und Prioritäten gesetzt zu haben. Mit anderen Worten: Effektives Aufräumen schafft neues Selbstbewusstsein und schult Fähigkeiten, die im täglichen Leben ständig weiterhelfen. Wenn Dir das nicht genug Motivation ist, kannst Du Dir schon vor dem Aufräumen eine Belohnung für die getane Arbeit überlegen – zum Beispiel einen Besuch im Kino oder ein Treffen mit Freunden.

6. Feste Plätze schaffen Ordnung

Ausmisten ist eine Sache, langfristig Ordnung halten eine ganz andere. Schaffe Dir am besten feste Orte für Dinge wie Handy, Schlüssel und Geldbeutel – zum Beispiel ein Schlüsselbrett oder eine Holzschale im Flur, in der Du Deine Wertsachen ablegst, sobald Du die Wohnung betrittst. So weißt Du immer, wo alles liegt. Richte Aktenordner für wichtige Dokumente ein und hefte neue Papiere immer sofort ab. Je mehr Dinge ihren festen Platz haben, an den sie nach Gebrauch zurückkehren, desto leichter bleibt die Ordnung bestehen. Übrigens lassen sich so auch Gedanken im Kopf besser ordnen: Termine sofort in einen Kalender einzutragen, befreit und schafft Kapazitäten für schönere Dinge.

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